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EMISSIONSHANDEL:
CER-Ausschüttung: Abnehmender Zertifikatezufluss
In der Woche vom 9. bis zum 15. Mai hat der Exekutivrat des Clean Development Mechanism (CDM) 4 058 963 zertifizierte Emissionsgutschriften (CER) an 24 Klimaschutzprojekte ausgegeben.
 
Damit hat auch in der zweiten Mai-Woche der Zufluss an neuen Zertifikaten weiter abgenommen, nachdem eine Woche zuvor noch 5,6 Mio. CER an 25 Projekte ausgegeben worden waren.

Wie in der Vorwoche wurde auch in der aktuellen Ausschüttungsrunde die Beseitigung des Industriegases HFC-23 im chinesischen Zementwerk der Zhejiang Juhua Co. Ltd. mit Emissionsrechten ausgestattet. Die zweite in dem Werk errichtete HFC-23-Anlage erhielt für den Zeitraum vom 6. April bis zum 30. Juni 2010 insgesamt 1 287 747 CER zugewiesen. Von den Zertifikaten profitieren der britische Projektinvestor Climate Change Capital sowie die British Gas Trading, die Deutsche Bank, die Luxemburger Oz Carbon Trading und das Bankhaus Morgan Stanley.

Das Chemieunternehmen Rhodia hat mit einer Anlage zur Aufspaltung des Industriegases N2O im brasilianischen Bundesstaat Paulínia zwischen dem 19. November und dem 31. Dezember 2010 weitere 856 667 Zertifikate erwirtschaftet. Damit landet dieses Projekt in der aktuellen Ausschüttungsrunde auf dem zweiten Rang. Als Zertifikate-Käufer treten die französische Bank Société Générale und der CO2-Dienstleister Natixis sowie die Broker Orbeo und Noble Carbon auf.

Der Essener Kraftwerksbetreiber RWE Power AG punktet mit seiner Beteiligung am GuD-Kraftwerk Beijing No.3, das mit einer installierten Leistung von 400 MW gegenüber einem Kohlekraftwerk bei der Stromerzeugung CO2-Emissionen einsparen kann. Für die Monate November 2009 bis März 2009 wurden hierfür 552 338 CER ausgestellt, die RWE nun für die eigene Compliance in Europa anrechnen.

Auch in der ostchinesischen Jiangsu-Provinz wurde ein GuD-Kraftwerk errichtet. Die 780-MW-Anlage Nanjing Jinling konnte vom 1. September bis zum 30. November 2010 insgesamt 240 270 CER erwirtschaften. Die ausgegebenen Zertifikate gehen an den CO2-Fonds und Projektfinanzierer Gaisi Peony Carbon Capital S.a.r.l.

Der Schweizer Energiehändler Vitol SA kann mit einem Grubengas-Projekt in der chinesischen Kohlezeche Pansan punkten. Die Ausschüttung für den Zeitraum vom 22. Oktober 2009 bis zum 10. Dezember 2010 beschert dem Unternehmen 223 996 Zertifikate.

Mit einem Laufwasser-Kraftwerk am Fluss Dang (35,6 MW) in der chinesischen Provinz Gansu kann regenerativer Strom erzeugt werden. Gegenüber den konventionellen Kraftwerken konnten damit im Jahr 2009 insgesamt 150 235 t CO2-Äquivalent eingespart werden. Die dafür ausgegeben Emissionsgutschriften gehen an die Japan Carbon Finance Ltd. die Emissionsrechte für den Japan Greenhouse Gas Reduction Fund (JGRF) einsammelt.

Die übrigen CDM-Projekte, die in der vergangenen Woche Zertifikate erhalten haben, bekamen jeweils weniger als 100 000 Emissionsgutschriften zugeteilt. Aus deutscher Sicht konnte der Chemiekonzern BASF SE dabei von einer Beteiligung an einem chinesischen Biogas-Projekt profitieren. RWE Power bezieht weitere Zertifikate aus einem kleinen Wasserkraftwerk in China und einer Biomasse-Anlage in Indien.

CER-Status
Mit den in der vergangenen Woche aktuell hinzugekommenen Zertifikaten steigt die Zahl der durch das UNFCCC ausgegebenen Emissionsgutschriften auf 614 771 963. Die 3 095 registrierten CDM-Projekte können in der Summe 471 617 879 t CO2-Äquivalent pro Jahr sparen. Jährlich kommen noch rund 8,36 Mio. Emissionsrechte aus den 66 Vorhaben hinzu, die derzeit auf ihre Projektregistrierung warten.

 
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Dienstag, 17.05.2011, 10:27 Uhr