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EMISSIONSHANDEL:
CER-Ausschüttung: Chevron setzt auf Geothermie
In der Woche vom 23. bis zum 29. Mai hat der Exekutivrat des Clean Development Mechanism (CDM) 8 049 751 zertifizierte Emissionsgutschriften (CER) an 30 Klimaschutzprojekt ausgegeben.
 
Damit ist in der vergangenen Woche der Zufluss an neuen Zertifikaten wieder deutlich angestiegen, nachdem eine Woche zuvor nur ein N2O-Projekt in Südkorea mit knapp 1,17 Mio. Zertifikaten bedacht worden war.

Mit 2 631 490 CER geht ein Großteil der aktuellen Ausschüttungsrunde an ein Projekt zur Beseitigung des Industriegases HFC-23 im chinesischen Zementwerk der Zhejiang Juhua Co. Ltd. Die zweite in dem Werk errichtete HFC-23-Anlage erhielt die Emissionsgutschriften für den Betrieb im zweiten Halbjahr 2010. Von den Zertifikaten profitieren der britische Projektinvestor Climate Change Capital sowie die British Gas Trading, die Deutsche Bank, die Luxemburger Oz Carbon Trading und das Bankhaus Morgan Stanley.

Ebenfalls mit der Zerstörung des Treibhausgases HFC-23 beschäftigt sich eine Anlage des Chemieunternehmens Navin Flourine International Ltd. im Surat-Distrikt im nordwest-indischen Bundesstaat Gujarat. Zwischen dem 1. Mai und dem 30. November 2010 konnten hier 1 809 102 CER erwirtschaftet werden.Die Zertifikate gehen an die britische Ineos Flour Ltd., Eon UK, den japanischen Sumitomo-Konzern, die BHP Billiton Marketing AG und die Energiehändler Natixis und Mercuria Energy Trading S.A.

Auf dem dritten Rang folgt das Deponiegasprojekt Norte III-B auf einer Mülldeponie in Buenos Aires. Der argentinische Projektentwickler Ecoayres Argentina und die in Großbritannien registrierte Tochtergesellschaft Gestión de Actividades Tecnológias S.A. können für den Zeitraum 1. März 2009 bis 31. Mai 2010 insgesamt 745 871 t CO2-Äquivalent einsparen.

Der Ölkonzern Chevron Ltd. erhält Emissionsgutschriften aus seiner Beteiligung an der dritten Ausbaustufe des Geothermie-Kraftwerks Darajat auf der indonesischen Insel West-Java. Mit einer Leistung von 121 MW speist die Anlage regenerativen Strom in das örtliche Netz ein und vermindert so Treibhausgas-Emissionen bei der Stromerzeugung. Das Projekt erhielt in der vergangenen Woche gleich zwei Ausschüttung. Für den Zeitraum 1. September 2007 bis zum 1. November 2008 wurden 737 846 CER zugeteilt, weitere 501 310 Emissionsgutschriften wurden für den Folgezeitraum vom 2. November 2008 bis zum 31. Juli 2009 ausgegeben.

Der indische Kühlgerätehersteller Chemplast Sanmar konnte mit seiner Anlage zur Reduzierung des Treibhausgases HFC-23 zwischen dem 16. Februar und dem 31. Juli 2010 insgesamt 206 375 CER erwirtschaften. Diese Zertifikate gehen an die Energiehandelsunternehmen Sempa Energy Europe Ltd. und Vitol S.A.

Der japanische Industriekonzern Mitsubishi Corp. erhält aus seiner Beteiligung an dem malaysischen GuD-Kraftwerk Bintulu (330 MW) 162 062 CER, die für den Betrieb der Anlage zwischen dem 6. April und dem 31. Juli 2010 ausgegeben wurden. Die Anlage ist gegenüber dem Betrieb von konventionellen Gaskraftwerken optimiert worden und kann dadurch laut Projektbeschreibung bei gleichem Brennstoffeinsatz 50 % mehr Strom erzeugen.

Die übrigen 23 Projekte, die in der vergangenen Woche Emissionsgutschriften erhalten haben, bekamen jeweils weniger als 150 000 Zertifikate zugesprochen.

CER-Status
Mit den in der vergangenen Woche aktuell hinzugekommenen Zertifikaten steigt die Zahl der durch das UNFCCC ausgegebenen Emissionsgutschriften auf 623 988 341. Die 3 131 registrierten CDM-Projekte können in der Summe 477 668 891 t CO2-Äquivalent pro Jahr sparen. Jährlich kommen noch knapp 7,71 Mio. Emissionsrechte aus den 53 Vorhaben hinzu, die derzeit auf ihre Projektregistrierung warten.

 
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Dienstag, 31.05.2011, 10:24 Uhr