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EMISSIONSHANDEL:
CER-Ausschüttung: Verkehrsprojekt spart CO2-Emissionen
In der der Woche vom 3. bis zum 9. Januar hat der Exekutivrat des Clean Development Mechanism (CDM) 3 460 514 zertifizierte Emissionsgutschriften (CER) an 37 Klimaschutzprojekte ausgegeben.
 
Damit ist die Ausschüttungsquote in der ersten Woche des neuen Jahres wieder leicht gesunken, nachdem vor dem Jahreswechsel noch 5,3 Mio. Zertifikate an 29 Projekte ausgeschüttet worden waren.

Mit 583 497 zertifizierten Emissionsgutschriften stattet das UNFCCC eine hinreichend bekannte Anlage zur Beseitigung des Industriegases HFC-23 aus. Schon vor zwei Wochen hatte das CDM-Projekt im chinesischen Zementwerk der Zhejiang Juhua Co. Ltd. Zertifikate erhalten. Die neue Ausschüttung wurde für den August 2009 genehmigt, von den aktuellen Emissionsrechten profitieren der britische Projektinvestor Climate Change Capital sowie die British Gas Trading, die Deutsche Bank, die Luxemburger Oz Carbon Trading und das Bankhaus Morgan Stanley.

Das N20-Projekt im brasilianischen Paulinía, das bereits in der Vorwoche Zertifikate zugewiesen bekam, erwirtschaftete vom 18. Juni bis zum 14. Juli 2010 nochmals 583 480 CER. Betrieben wird das Projekt vom Energiekonzern Rhodia Energy Brazil, außerdem beteiligen sich die französische Bank Société Générale und NATIXIS Environnement & Infrastructures sowie die IXIS Corporate and Investment Bank aus Großbritannien, der CO2-Dienstleister ORBEO und der irische Marktakteur Noble Carbon Credits Ltd. an der CDM-Maßnahme.

Das chinesische Unternehmen Lianyuan Iron & Steel Group nutzt die bei der Stahlerzeugung entstehenden Gichtgase in einem eigens errichteten GuD-Kraftwerk mit einer Leistung von 50 MW und einem Abhitzekessel zur Stromerzeugung. Pro Jahr sollen dadurch mehr als 400 000 MWh Strom erzeugt und in das chinesische Netz eingespeist werden. Die CDM-Maßnahme wurde vom japanischen Handelskonzern Marubeni initiiert, der auch die für den Zeitraum 29. März 2009 bis 28. März 2010 ausgegebenen 316 244 Zertifikate für sich verbuchen kann.

Der chinesische Energieversorger Ningxia Shapotou Water Control Co. erhält für den Betrieb seines Laufwasserkraftwerks (120,3 MW Leistung) am Gelben Fluss in der zentralchinesischen Autonomieregion Ningxia Hui insgesamt 221 289 zertifizierte Emissionsgutschriften. Die CO2-Gutschriften, die für den Betrieb im ersten Halbjahr 2010 angerechnet wurden, sind an den schwedischen CO2-Fonds Carbon Asset Management Sweden AB verkauft worden.

Die bundesdeutsche KfW-Bankengruppe und der Schweizer Energiehändler Mercuria Energy Trading SA erhalten auch in dieser Woche weitere Emissionsgutschriften aus ihrer Beteiligung am brasilianischen Deponiegasprojekt São João. Die Stromerzeugung aus den Deponiegasen wurde für den Zeitraum Juli bis Ende 2009 mit 146 032 CER vergütet.

In einem indischen Stahlwerk wird die Abwärme aus den Elektrolyse-Brennöfen in einem 12 MW-Kraftwerk zur Stromerzeugung genutzt. Dadurch konnten zwischen dem 1. Januar 2008 und dem 31. Oktober 2009 CO2-Emissionen über insgesamt 143 919 t CO2-Äquivalent vermieden werden. Von der Ausschüttung profitiert die Handelstochter des französischen Energiekonzerns EDF Trading.

In der südchinesischen Yunnan-Provinz konnte das Wasserkraftwerk Yunnan Dehong Nongling mit einer installierten Leistung von 180 MW durch die regenerative Stromerzeugung zwischen dem 15. Januar und dem 30. Juni 2010 insgesamt 139 068 CER erwirtschaften. Ebenfalls in Südchina ist in der Hunan-Provinz das Wasserkraft-Projekt Hunan Zaoshi (120 MW) beheimatet, das weitere 124 159 CER für den Zeitraum vom 31. März bis 31. Juli 2010 beisteuern kann. Die Emissionsrechte aus beiden Projekten fließen in den schwedischen CO2-Fonds Carbon Asset Management Sweden AB.

Bemerkenswert ist das Nahverkehrs-Projekt TransMilenio in der kolumbianischen Hauptstadt Bogota. Hier wurde von einem Schweizer Planungsbüro ein neues Bus-System eingeführt, das mit reservierten Busspuren, Haltestellen nach Metro-Vorbild und einem modernen und zentralen Leit- und Informationssystem eine optimale Auslastung der zirkulierenden Busse garantiert und mit 1 200 Fahrzeugen täglich bis zu 1,8 Mio. Menschen befördert. Durch die Optimierungen konnten im Jahr 2009 insgesamt 79 326 t CO2-Äquivalent eingespart. Die dafür ausgegebenen Zertifikate gehen an die Corporación Andina de Fomento (CAF) und an die Schweizer Stiftung Klimarappen.

Die übrigen 27 nicht näher beschriebenen CDM-Projekte, die in der vergangenen Woche mit Zertifikaten ausgestattet wurden, haben jeweils weniger als 100 000 CER erhalten. Darauf entfallen unter anderem 12 Windkraft-Projekte aus China und Guatemala, acht Biomasse-Projekte aus Brasilien und Indien, drei Windparks in China und kleinere GuD-Anlagen in Indien.

CER-Status
Mit den in der vergangenen Woche aktuell hinzugekommenen Zertifikaten steigt die Zahl der durch das UNFCCC ausgegebenen Emissionsgutschriften auf 499 375 734. Die 2 740 registrierten CDM-Projekte können in der Summe 423 127 909 t CO2-Äquivalent pro Jahr sparen. Jährlich kommen noch knapp 8,8 Mio. Emissionsrechte aus den 71 Vorhaben hinzu, die derzeit auf ihre Projektregistrierung warten.

 
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Dienstag, 11.01.2011, 10:05 Uhr