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EMISSIONSHANDEL:
CER-Ausschüttung: Zertifikatezufluss rückläufig
In der Woche vom 5. bis zum 11. Dezember hat der Exekutivrat des Clean Development Mechanism (CDM) 5 731 893 zertifizierte Emissionsgutschriften (CER) an 37 Klimaschutzprojekte ausgegeben.
 
Im Vergleich zur Vorwoche hat die Ausschüttung damit wieder deutlich nachgegeben. In der 49. Kalenderwoche waren knapp 8,2 Mio. Zertifikate an 30 Projekte ausgeschüttet worden.

Das HFC-23-Projekt in dem chinesischen Chemiewerk Shandong Dongyue Chemical in Zibo landet auf dem ersten Rang der aktuellen Ausschüttungsrunde. Im zweiten Quartal 2011 konnten 2 028 836 zertifizierte Emissionsgutschriften erwirtschaftet werden. Als Käufer der Zertifikate treten neben dem Betreiber die japanischen Industriekonzerne Mitsubishi und Nippon Steel sowie der in London ansässige Broker Natsource auf.

Im chinesischen Zementwerk Zhejiang Juhua Co. Ltd werden HFC-23-Emissionen abgebaut. Die für diesen Zweck errichtete zweite Anlage konnte vom 6. April bis zum 30. Juni 2011 insgesamt Emissionen im Gegenwert von 1 212 829 t CO2-Äquivalent vermeiden. Von den dafür ausgegebenen Zertifikaten profitieren der britische Projektinvestor Climate Change Capital sowie die British Gas Trading, die Deutsche Bank, die Luxemburger Oz Carbon Trading und das Bankhaus Morgan Stanley.

Der japanische Industriekonzern Mitsubishi erwirbt CO2-Minderungszertifikate aus seiner Beteiligung an dem Wasserkraft-Projekt „Chahan Wusu", das in der nordchinesischen Autonomieregion Xinjiang Uygur den Fluss Kaiduhe zur Stromerzeugung nutzt. Die drei Turbinen mit jeweils 103 MW Leistung konnten gegenüber der konventionellen Stromerzeugung in Kohlekraftwerken zwischen dem 28. Dezember 2010 und dem 27. Juni 2011 insgesamt 417 308 t CO2-Äquivalent einsparen.

Erstmals hat das Wasserkraftprojekt Longkou (100 MW) am Gelben Fluss im Grenzgebiet zwischen der Shanxi-Provinz und der chinesischen Autonomieregion Innere Mongolei Zertifikate erhalten. Für die regenerative Stromerzeugung zwischen dem 12. Februar und dem 31. Mai 2011 wurden 345 055 CER ausgeschüttet. Die Emissionsrechte gehen an den Climate Change Capital Fund II S.a.r.l.

Der japanische Windkraft-Projektierer Eurus Energy Holding Corp. hat im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca in Mexiko 166 Windturbinen mit einer installierten Gesamtleistung von 250,5 MW errichtet. Durch die regenerative Stromerzeugung konnten im ersten Quartal 2011 insgesamt 63 990 t CO2-Äquivalent vermieden werden. Weitere 152 183 Zertifikate kommen für den Betrieb der Anlagen im zweiten Quartal 2011 hinzu. Die dafür ausgeschütteten Emissionszertifikate gehen an die CEMEX International Finance Company, die CO2 Global Solutions International S.A. und die Gazprom Marketing and Trading Ltd.

Für den Zeitraum vom 1. Juni 2010 bis zum 31. Mai 2011 erhält der japanische Handelskonzern Marubeni Corp. 128 397 CER aus seiner Beteiligung an dem Wasserkraftwerk Baoshan Suoahe Chaoyang (40 MW) in der südchinesischen Yunnan-Pronvinz und landet damit auf dem sechsten Platz der aktuellen Ausschüttungsrunde.

Die übrigen 31 Projekte, die in der vergangenen Woche Emissionsgutschriften erhalten haben, bekamen jeweils weniger als 100 000 Zertifikate zugeteilt. Von ihnen sind 23 CDM-Maßnahmen in China umgesetzt worden, je drei Projekte in Indien und Mexiko und je ein Klimaschutzprojekt steuern Brasilien und Costa Rica bei.Schwerpunkt der Maßnahmen sind Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien mit je elf Wasserkraftwerken und elf Windparks. Die bundeseigene kfW-Bank erhält dabei 32 848 Zertifikate aus ihrer Beteiligung an einem Projekt in der Inolasa Palmöl-Mühle in Costa Rica. Durch einen Brennstoffwechsel werden die Kessel der Anlage inzwischen nicht mehr mit Kohle, sondern mit Biomasse befeuert und dadurch CO2-Emissionen vermieden.

CER-Status
Mit den in der vergangenen Woche aktuell hinzugekommenen Zertifikaten steigt die Zahl der durch das UNFCCC ausgegebenen Emissionsgutschriften auf 797 402 448. Die 3 641 registrierten CDM-Projekte können in der Summe 544 176 127 t CO2-Äquivalent pro Jahr sparen. Jährlich kommen noch knapp 16,1 Mio. Emissionsrechte aus den 131 Vorhaben hinzu, die derzeit auf ihre Projektregistrierung warten.

 
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Dienstag, 13.12.2011, 10:46 Uhr