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Enerige & Management > Unternehmen - Erfurt hofft auf höheren VNG-Erlös
Bild: VNG
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Erfurt hofft auf höheren VNG-Erlös
Bei einem möglichen Verkauf ihrer Anteile am Gaskonzern VNG kann die Stadt Erfurt laut einem aktuellen Gutachten mit einem höheren Erlös rechnen, als bislang angenommen.
 
In den Verkaufverhandlungen über ihre VNG-Anteile hat Erfurt gegenüber der Stadt Leipzig die Verhandlungsposition verbessern können. Über die kommunalen Beteiligungsgesellschaft VNG Verbundnetz Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH (VUB) ist Erfurt mit 4,21 % an der Leipziger VNG AG beteiligt. Gemeinsam mit von der Stadt Leipzig hatte Erfurt ein Gutachten zur Bewertung des VNG-Anteils in Auftrag gegeben. Danach kann Erfurt möglicherweise deutlich mehr Geld mit dem Verkauf einnehmen, denn das Gutachten ermittelte einen Wert von 17,47 Euro je VNG-Aktie. Bisher hatte Erfurt mit einem Preis von 15,50 Euro und einem Verkaufserlös in Höhe von 80 Mio. Euro gerechnet. Durch die höhere Bewertung sei nun aber ein Preis von 90 Mio. Euro zu erzielen, melden Thüringer Zeitung und der MDR Thüringen. Die Stadt Leipzig hat nun bis zum 11. Oktober Zeit, über den Kauf zu entscheiden.

Leipzig ist sehr daran interessiert, dass der Erfurter Anteil in kommunaler Hand bleibt, weil die Kommunen über die VUB 25,79 % der VNG-Anteile halten und damit über eine Sperrminorität gegenüber Hauptaktionär EWE AG mit 74,21 % verfügen. Dadurch verfügen die kommunalen Anteilseigner über ein Vorkaufsrecht und können zudem eine mögliche Verlegung des Firmensitzes verhindern. Die Stadt Leipzig kann also weiter auf Gewerbesteuereinnahmen der VNG hoffen, wenn sie den Erfurter VNG-Anteil übernimmt. Sollte Leipzig den höheren Aktienpreis nicht zahlen, kündigte Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausemann bereits an, auf eine Herausgabe der VNG-Aktien zu bestehen. Erfurt wolle dann einen anderen Käufer suchen. Mit dem Verkaufserlös will die thüringische Landeshauptstadt bestehende Kredite in Höhe von 50 Mio. Euro ablösen und unter anderem seine Stadtwerke bei der Finanzierung der Bundesgartenschau unterstützen. Von der VNG hatten sich zuletzt bereits Nordhausen, Jena und Halle als kommunale Anteilseigner verabschiedet.

 
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Montag, 31.08.2015, 11:40 Uhr