• Erdgas setzt steile Aufwärtsbewegung fort
  • Strom, CO2 und Gas überwiegend fester
  • Widerstreitende Reaktionen aufs neue Klimaschutzgesetz
  • Kabinett beschließt Gesetzesnovelle mit Klimaneutralität bis 2045
  • Südlink jetzt komplett in der Planfeststellung
  • RWE Q1: Ergebnis geschrumpft, Prognose bekräftigt
  • MVV steigert Ergebnis
  • Verbund: Quartalsgewinn sinkt um 7,6 %
  • Engie verliert Steuervorteil
  • Enapter entwickelt AEM-Elektrolyseur der Megawattklasse
Enerige & Management > Gas - Frisches Geld aus Fernost
Bild: Fotolia.com, WoGi
GAS:
Frisches Geld aus Fernost
Ostasiatische Investoren pumpen Milliarden in das Geschäft mit verflüssigtem Erdgas aus den USA.
 
Stark gefallene Ölpreise haben erneut Diskussionen darüber entfacht, ob sich Gas und Öl aus unkonventionellen Lagerstätten noch wirtschaftlich gewinnen lassen. Doch Fatih Birol, Chefvolkswirt der Internationalen Energieagentur (IEA), warnt vor falschen Erwartungen. Angesichts der Krisen und Kriege im Nahen Osten sei ein niedriger Ölpreis nicht von Dauer, betonte Birol Mitte November bei der Vorstellung der jüngsten IEA-Energieprognose in London. Investoren aus Fernost teilen offenbar Birols Ansicht und investieren weiter in Schiefergas in den USA.

Temasek, die staatliche Investmentgesellschaft von Singapur, hat gerade zum zweiten Mal in diesem Jahr kräftig in amerikanisches Schiefergas investiert. Temasek hat von Cheniere Energy für umgerechnet rund 800 Mio. Euro Wandelanleihen gekauft, mit denen der Bau eines Terminals für den Export von verflüssigtem Erdgas (Liquefied Natural Gas - LNG) in Sabine Pass in Louisiana finanziert wird. Cheniere gehört zu den großen Schiefergasproduzenten in den USA und will das Gas künftig auch exportieren.

Für Sabine Pass gibt es eine der wenigen Ausfuhr-Genehmigungen für LNG aus den USA in Länder, die kein Freihandels-Abkommen mit den Amerikanern haben. Über das Terminal haben sich auch die britische BG-Gruppe, die südkoreanische Kogas und ein indisches Energie-Konsortium LNG aus den USA gesichert.

Der Sieg der Republikaner bei den jüngsten amerikanischen Halbzeit-Parlamentswahlen lässt die Öl- und Gasindustrie hoffen, endlich eine Lockerung der immer noch restriktiven Haltung der USA gegenüber Energie-Exporten zu erreichen. Da die Republikaner künftig auch im Repräsentantenhaus über eine klare Mehrheit verfügen, können sie genehmigungspflichtige Exporte über die Grenzen mehrerer Bundesstaaten hinweg leichter durchwinken.

Cheniere ist darauf nicht angewiesen. Denn auch für Corpus Christi, das zweite LNG-Exportterminal des Konzerns in Texas, gibt es schon Verträge zur Abnahme von LNG mit der australischen Woodside-Petroleum-Gruppe und mit Pertamina, dem staatlichen Energiekonzern Indonesiens.

Noel Tomnay vom Beratungsunternehmen Wood Mackenzie glaubt, dass dank geänderter Exportpolitik die USA „in längstens einem Jahrzehnt“ Katar als größten LNG-Exporteur überholen können. Selbst wenn es dann bei weiter niedrigen Ölpreisen zu einer gewissen Überversorgung des Marktes und entsprechend niedrigeren Preisen komme, könnten Unternehmen der ersten Welle von LNG-Exporten wie Cheniere noch gut daran verdienen. Außerdem seien auf Dauer niedrige Ölpreise nicht zu erwarten.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Montag, 17.11.2014, 13:22 Uhr