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Enerige & Management > Windkraft - Gewerkschaft befürchtet weiteren Stellenabbau
Bild: Senvion
WINDKRAFT:
Gewerkschaft befürchtet weiteren Stellenabbau
Die IG Metall Küste sieht zunehmend Arbeitsplätze in der Windbranche gefährdet.
 
„Deshalb muss die nächste Bundesregierung nicht nur die Privilegien für die Bürgerenergiegesellschaften bei den Ausschreibungen abschaffen, sondern gleich auch die Ausbaudeckel für die Windenergie an Land und auf See“, forderte Bezirksleiter Meinhard Geiken auf der Husumer Windmesse. Durch die Ankündigung des Windturbinenherstellers Nordex wenige Tage vor dem traditionsreichen Messetreff in Nordfriesland, noch in diesem Jahr bis zu 500 Stellen zu streichen, sieht sich die Gewerkschaft in ihrer Brancheneinschätzung bestätigt.
 
Ende August hatte die Gewerkschaft die Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage unter Betriebsräten vorgestellt, wonach mehr als 40 Prozent der Arbeitnehmervertreter von einer negativen Marktentwicklung in der Windbranche ausgehen. In knapp einem Viertel der 38 befragten Unternehmen gehen die Betriebsräte von einem Abbau von Arbeitsstellen aus. „Die Situation in der Windindustrie spitzt sich zu, schneller und deutlicher, als wir es befürchtet haben“, zeigte sich Geiken besorgt über die aktuelle Situation. Er erinnerte daran, dass bei der gleichen Umfrage im Vorjahr weder von Entlassungen noch von Standortschließungen die Rede gewesen war.
 
Dass für die Windindustrie unruhige Zeiten anbrechen, war im Frühjahr klar geworden, als der Windturbinenhersteller Senvion die Schließung von gleich drei Produktionsstätten hierzulande und die Entlassung von insgesamt 730 Arbeitskräften angekündigt hatte. Betroffen davon ist auch das Senvion-Werk in Husum, wo in den früheren 1990er Jahren mit der Husumer Schiffswerft (später aufgegangen in das Unternehmen REpower Systems, das wiederum vor einigen Jahren in Senvion umbenannt worden ist) einer der ersten Betriebe bundesweit mit der Fertigung von Windenergieanlagen begonnen hatte. An diesem Einschnitt für Husum erinnerte Husums Bürgermeister Uwe Schmitz beim Rathausempfang der Stadt und der Kieler Landesregierung für die Aussteller der diesjährigen Windmesse: „So wie die Entlassungen gelaufen sind, hat es bei Senvion an Mitmenschlichkeit gefehlt.“
 
Aktuell die größten Sorgen macht sich die IG Metall Küste um die rund 600 Beschäftigten beim Offshore-Windturbinenhersteller Adwen in Bremerhaven, der seine Produktion eingestellt. Adwen, gegründet als Joint Venture zwischen der französischen Areva Wind und dem Gamesa-Konzern, gehört nach dem Zusammenschluss der Spanier mit der Windsparte von Siemens nun zu Siemens Gamesa Renewable Energy, so die offizielle Firmenbezeichnung. Siemens Gamesa hat in diesem Sommer die Produktion seiner neuen Fertigungsstätte für Windturbinen in Cuxhaven begonnen, was etwa 35 km entfernt von Bremerhaven liegt. „Wir hoffen, dass ein Teil der Adwen-Belegschaft in Cuxhaven unterkommen kann“, sagte IG Metall-Bezirksleiter Geiken in Husum.
 
Der Gewerkschafter selbst sieht sich derzeit in einer Zwickmühle: „Wir als IG Metall stehen voll hinter der Energiewende, weil wir sie für unverzichtbar halten. Gleichzeitig müssen wir jetzt um Arbeitsplätze in der Windbranche kämpfen, die wir immer für zukunftsfähig gehalten. Das den Beschäftigen zu vermitteln, fällt schwer.“

 
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Mittwoch, 13.09.2017, 09:25 Uhr