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Enerige & Management > Startklar - Lösungen für mehr Transparenz im Netz
Bild: E&M
STARTKLAR:
Lösungen für mehr Transparenz im Netz
Nach einer Ausschreibung über seinen Innovation Hub, hat der VDE beim FNN-Kongress Netze eine Shortlist von vier Start-ups präsentiert.
 
Das "Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE" (VDE/FNN) als Regelsetzer hat die Frage gestellt, was man eigentlich unter einem „transparentem Systemzustand“ versteht und wie dieser herbeigeführt werden kann.

Um darauf eine Antwort zu erhalten, hat das Forum über sein Start-up-Programm "Innovation Hub" eine Ausschreibung gestartet. Junge Unternehmen waren aufgerufen, Lösungsvorschläge einzureichen, die mehr Transparenz im Netz ermöglichen. Insgesamt haben sich laut FNN-Geschäftsführerin Heike Kerber 15 Start-ups beworben. Eine Jury, bestehend aus dem FNN-Vorstand sowie einem Vertreter des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz und einer Vertreterin des Verteilnetzbetreibers Netze BW, hat daraus eine Shortlist mit vier Unternehmen erstellt. Diese haben im Rahmen des diesjährigen FNN-Kongresses Netze in Nürnberg in kurzen Pitches ihre Ideen und Produkte präsentiert.

Die Teilnehmer der Veranstaltung waren aufgerufen, im Nachgang ihre Meinung zu den Bewerbern zu äußern. Nach der Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen und nach der Klärung einiger noch ausstehender vertraglicher Fragen, soll dann in Kürze ein Sieger gekürt werden. Dieses Start-up wird dann die Möglichkeit erhalten, ein Pilotprojekt mit etablierten Unternehmen durchzuführen. An diesem Piloten soll auch die Verprobung in der Praxis erfolgen.

Der Gewinner wird ein Pilot-Projekt durchführen

Die vier Unternehmen, die sich beim Kongress in Nürnberg präsentiert haben, sind Adaptricity, Physec, Renergate und Venios.
  • Mit ihrer Lösung will Adaptricity aus Zürich über eine webbasierte Dashboard-Ansicht eine übersichtliche Darstellung des echtzeitnahen Netzzustands inklusive definierter Historie generieren. Die Software soll sowohl in der Cloud als auch on-premise (also am Standort) zur Verfügung stehen. In einem ersten Schritt werden vorhandene Daten gesammelt, die in einem zweiten Schritt in eine Lastflussberechnung einfließen. In einem dritten Schritt sollen dann auch Prognosedaten eingebunden werden.
 
  • Physec, eine Ausgründung aus dem Horst-Görtz-Institut für Sicherheit in der Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum, setzt an der Sicherheit der Datengewinnung an. Dabei sollen auch die Risiken neuronaler Netze abgesichert werden. Eine sichere Kommunikation der Daten, die auch die IoT-Kommunikation beispielsweise über Lorawan einschließt, sowie schließlich eine sichere Service-Plattform für die Prozesslogik und Visualisierung sind die weiteren Elemente des Ansatzes von Physec.
 
  • Renergate, eine Ausgründung aus der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, ist bereits in verschiedenen Smart-Grid-Projekten, etwa im Sinteg-Projekt „Windnode“ aktiv. In diesem Rahmen haben die Jungunternehmer IT-Systeme zur intelligenten Netzbetriebsführung und zum Netzmonitoring entwickelt. Ihr Ansatz für die FNN-Ausschreibung: Eine Weiterentwicklung der sogenannten „Netzampel“ als Pyramidensystem. Dazu werden Teilampeln aggregiert, sowohl auf der Übertragungs- als auch der Verteilnetzebene, und die Leistungsflüsse zwischen beiden Pyramiden dargestellt.
 
  • Venios aus Frankfurt geht mit einem digitalen Netz-Zwilling ins Rennen, der zunächst auf der Grundlage von Bestandsdaten der Netzbetreiber erstellt wird. In einem zweiten Schritt wird er mit Verbraucher- und Erzeugungsdaten, mit Fahrplan-Daten und Messwerten aus der „realen Welt“ angereichert. Diese sollen eine kontinuierliche Lastflussberechnung in der virtuellen Welt und beliebige Veränderungen der Netzparameter ermöglichen, damit Prognosen erstellt werden können.

 
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Freitag, 06.12.2019, 16:53 Uhr