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GASMARKT:
Mehr Kapazität für britische Importpipeline
Die Balgzand-Bacton-Line (BBL), die Gaspipeline zwischen den Niederlanden und Großbritannien, ist längst voll ausgelastet und soll verstärkt werden.
 
Der Betreiber, die niederländische BBL Company, hat deshalb auch bei der britischen Regulierungsbehörde Ofgem einen Antrag für den Ausbau des so genannten Interconnectors II gestellt. Ofgem gibt jetzt allen interessierten Unternehmen und Organisationen auf den britischen Inseln die Möglichkeit, Stellung dazu zu nehmen. Die Frist dafür läuft bis zum 4. Juni.

Die Regulierungsbehörde betonte in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass der britische Gesetzgeber im UK Energy Act 2004 genaue Vorgaben für die zu genehmigenden Projekte und die einschlägigen Tarife macht. Generell gelte die Pflicht, Pipelines für alle Interessenten unter den gleichen Bedingungen offen zu halten und durch Investitionen den Wettbewerb zu fördern.

Aus strategischen Gründen kann es Ausnahmen geben; so auch von der Pflicht, jedem Interessenten den Zugang zur Gasleitung zu gestatten. Bei anderen Pipeline-Projekten wie etwa der geplanten Gasleitung durch die Ostsee fordern die Investoren solche Sonderrechte. Ein Brief der Regulierungsbehörde vermittelt den Eindruck, dass bestenfalls zeitlich eng begrenzte Ausnahmen zu erwarten sind.

Durch den Interconnector II können derzeit maximal 1,75 Mio. m3 Gas pro Stunde transportiert werden, die Jahreskapazität liegt bei 15 Mrd. m3. Das Gas strömt ausschließlich von den Niederlanden nach Großbritannien. In umgekehrter Richtung ist bisher kein Transport möglich. Dies hat Ofgem ausdrücklich als Ausnahme bewilligt - allerdings mit einer klaren zeitlichen Begrenzung. Ab 2016 müssen 1,15 Mio. m3/h Kapazitäten für Transporte in die entgegengesetzte Richtung freigegeben werden, ab 2016 die restlichen 600 000 m3.

BBL hat mittlerweile zwei Alternativen für die Kapazitätserweiterung ausgearbeitet. Der erste Vorschlag sieht nur einen vierten Kompressor vor, der die Transportkapazität um 3 Mrd. m3 pro Jahr erhöhen würde. Der andere Vorschlag enthält neben dem Kompressor eine zweite, parallel laufende Leitung, wodurch die Jahreskapazität um 8 Mrd. m3 gesteigert würde.

Bereits 18 Gasunternehmen haben ihre Bereitschaft zu festen Abmachungen für den Gastransport nach der Erweiterung signalisiert. Damit wäre die Maximalkapazität der zweiten Variante aber noch keineswegs ausgeschöpft. Aber sie stünde ohnehin erst frühestens 2010, spätestens im Jahre 2012 zur Verfügung.

Die niederländische Regulierungsbehörde hat die beantragten Entgelte für künftige Durchleitungen bereits genehmigt. BBL hofft, dass Ofgem die niederländische Genehmigung übernimmt - was im Prinzip zulässig ist. Angesichts dieses Wunsches hat die britische Regulierungsbehörde nach eigenen Angaben eingehend mit den Niederländern verhandelt. Ergebnis war, dass die Kapazitätsausweitung keine diskriminierenden Züge trage und das Nutzungsentgelt fair kalkuliert sei. Die Art und Weise, in der Ofgem darüber berichtet, lässt den Schluss zu, dass die Behörde dazu neigt, sich der niederländischen Regelung anzuschließen - wenigstens für einen gewissen Zeitraum und wenn nicht bis zum 4. Juni große Proteste eingehen.

 
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Montag, 26.05.2008, 11:24 Uhr