• Strom etwas leichter, CO2 behauptet und Gas mit Aufschlägen
  • Erdgaspreise mit einigen Aufschlägen
  • Jenas neues Umspannwerk bekommt Schaltzellen
  • Uniper schwebt "Green Wilhelmshaven" vor
  • Netzbetreiber starten Vorstoß für standardisierte Offshore-Netze
  • 50 Hertz legt 500 Mio. Euro Anleihe auf
  • Norddeutsches Reallabor investiert 300 Mio. Euro in Wasserstoffintegration
  • Danske Commodities kommt gut durch das erste Corona-Jahr
  • HGÜ-Technik geht in die Cloud
  • Erdgas Schwaben übernimmt Maxenergy
Enerige & Management > Österreich - Ökostromausbau: E-Wirtschaft macht Druck
Bild: Fotolia.com, YuI
ÖSTERREICH:
Ökostromausbau: E-Wirtschaft macht Druck
Noch vor der Parlamentswahl Ende September sollten besonders dringende energiepolitische Maßnahmen gesetzt werden, fordert der Elektritzitätswirtschaftsverband Oesterreichs Energie.
 

„Einen Stillstand in der Klima- und Energiepolitik können wir uns nicht leisten“, betonte Leonhard Schitter, der Präsident des österreichischen Elektrizitätswirtschaftsverbands "Oesterreichs Energie", auf dessen Jahrespressekonferenz in Wien. Deshalb werde er in den kommenden Wochen Gespräche mit Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek führen. Das Ziel: Noch vor der Parlamentswahl Ende September sollen einige besonders dringende Punkte erledigt werden.

Darunter ist die Aufhebung der Eigenverbrauchssteuer für Strom, den Energiekonsumenten in ihren eigenen Photovoltaikanlagen erzeugen. Im Begutachtungsentwurf zur Steuerreform war dies bereits vorgesehen. Seit dem Ende der Regierung Kurz per Misstrauensvotum vom 28. Mai liegt die Steuerreform auf Eis – und ebenso eine Reihe anderer Vorhaben wie das „Erneuerbare-Ausbau-Gesetz“ zur Neugestaltung der Ökostromförderung. Schitter möchte nun erreichen, dass zumindest das unter den Parlamentsparteien unumstrittene Ende der Eigenverbrauchssteuer vorgezogen wird.

Ebenso wünscht der E-Wirtschafts-Präsident den „Abbau der Warteschlange bei der Wind- und der Wasserkraft“. Gemeint ist damit: Windkraftanlagen mit rund 70 MW Gesamtleistung sowie kleinere Wasserkraftwerke mit insgesamt 10 bis 15 MW sind behördlich genehmigt. Aus Geldmangel erhalten sie aber keine Förderungen von der "OeMAG"-Abwicklungsstelle für Ökostrom und können nicht errichtet werden. Dieses Problem ließe sich jedoch leicht lösen, erläuterte die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, Barbara Schmidt, gegenüber E&M: Die Höhe der Förderungen hängt vom Großhandelspreis für Strom ab, den die Oemag berechnet. Je höher dieser Preis ist, desto niedriger sind die Förderungen.

Seit die in der „Warteschlange“ befindlichen Anlagen zur Genehmigung eingereicht wurden, ist der von der Oemag errechnete Preis gestiegen. Daher kann mit den verfügbaren Mitteln mehr Ökostrom gefördert werden. Die Oemag müsste also die Höhe der Förderungen für die Anlagen in der „Warteschlange“ auf Basis des gestiegenen Großhandelspreises neu festlegen. Anschließend hätte sie mit den Besitzern der Anlagen Förderverträge abzuschließen. Dann stünde dem Bau nichts mehr im Weg. Für diese Schritte bräuchte die Oemag die Genehmigung des Nachhaltigkeitsministeriums.

Grundsätzlich ist die E-Wirtschaft auf einem guten Weg, versicherte Schitter. Zurzeit seien Wasserkraftwerke, Windparks und Photovoltaikanlagen mit rund 770 MW Gesamtleistung im Bau. Zusätzliche Kapazitäten von 3 470 MW befänden sich in Planung, für weitere 3 370 MW lägen Konzepte vor. Diese insgesamt rund 7 600 MW seien etwa die Hälfte dessen, was Österreich benötige, um wie geplant ab 2030 bilanziell von Stromimporten unabhängig zu werden. Nun brauche die Branche noch die Unterstützung der Politik und der Bevölkerung, um die Vorhaben umzusetzen, konstatierte Generalsekretärin Schmidt: „Wenn am Freitag die Kinder gegen den Klimawandel demonstrieren und am Samstag die Eltern gegen die Windkraft, haben wir ein Problem.“


 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Dienstag, 18.06.2019, 14:55 Uhr