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Enerige & Management > Regenerative - Reform der Strompreise für Sektorkopplung gefordert
Bild: Fotolia.com, Jürgen Fälchle
REGENERATIVE:
Reform der Strompreise für Sektorkopplung gefordert
Auf einem Windkraftkongress in Berlin am 22. Oktober diskutierten die Teilnehmer Chancen und Hürden für die Sektorkopplung erneuerbarer Stromerzeugung mit Kraftstoffen und Wärme.
 
Björn Spiegel, Leiter Politik und Strategie der Arge Netz, stellte ein Pilotprojekt einer 50 MW Hysyn-Gasanlage in Brunsbüttel vor, die grünes Synthesegas herstellen soll, in Zusammenarbeit mit MAN und Vattenfall. Seine politische Forderung für die Entfesselung von Power-to-Gas ist die taktische Umsetzung der angekündigten Wasserstoffstrategie der Bundesregierung mit einem klarem Maßnahmeplan für die kommenden Jahre. Grüne Gase müssten bei der Einspeisung ins Erdgasnetz von der EEG-Umlage befreit werden. "Es ist absurd, dass ich die Abgabe nur zahle, wenn ich umweltfreundlich ins Netz einspeise und nicht, wenn ich es im Diesel-Tanklaster durchs Land fahre", kritisierte Spiegel.

Die Reallabore waren ein guter erster Schritt, jetzt gehe es um die großformatige Umsetzung. "Die Technik ist da, die Ingenieure sind da, die Investitionen stehen bereit, wir wollen nur noch eine zeitlich begrenzte Opex-Förderung", forderte Spiegel für die Branche. Es brauche eine bilanzielle Durchleitung von grünem Strom, damit die Gase tatsächlich aus erneuerbaren Quellen stammen und so nachweislich grün hergestellt werden.

Lars Petereit, Referent für Politik beim Bundesverband Wärmepumpe, stellte fest, dass zwei Drittel aller Gebäude vor der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet wurden und demzufolge dringend saniert werden müssten. Effektive Heizungen passten nicht zu undichten Fenstern und ungedämmten Gebäudehüllen. Für Gebäude mit geringem Wärmebedarf seien Wärmepumpen aber eine sehr effektive und klimafreundliche Heizungsmethode, die überdies mit erneuerbarem Strom sogar heute schon CO2-neutral sei könne. Dagegen stoße eine moderne Ölheizung durchschnittlich 320 g CO2 je thermischer MWh aus, ein Erdgasbrennwertkessel 240 g.

Künftig könnten Wärmepumpen sogar in Fernwärmenetzen mit Niedertemperaturbereich eingesetzt werden, wenn die Gebäude einen niedrigeren Energieverbrauch hätten. So seien Wärmepumpen im Neubau bereits die favorisierte Heizungslösung. Im Gesamtbestand der Gebäude dominierten aber Gas mit 75 % und Öl mit fast 20 % vor Biomasse und Strom als Energiequellen. "In den Bestandsgebäuden entscheidet sich das Gelingen der Energiewende in diesem Sektor", appellierte Petereit. Daher müsse die Politik mit Förderung für die Sanierung der Gebäude und der Verteuerung fossiler Brennstoffe sowie der Befreiung grünen Stroms von Abgabenlasten die richtigen Maßnahmen bundesweit anstoßen.

 
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Dienstag, 22.10.2019, 13:22 Uhr