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Enerige & Management > BHKW - Service für alle Motoren
Bild: Storm, Dirk Egelkamp
BHKW:
Service für alle Motoren
Mit Service- und Reparaturangeboten für Motoren ist Storm groß geworden. Mittlerweile sieht sich das Unternehmen als Anbieter für einen Rundumservice für BHKW.
 
Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen aus dem niedersächsischen Spelle sein 80-jähriges Firmenjubiläum feiern. Von Anfang an widmete sich der damalige Gründer August Storm der Instandsetzung von Motoren. Mittlerweile führen seine Enkel Bernard und Jan-Willem das, auch durch Zukäufe und Kooperationen, stark gewachsene Familienunternehmen.

Zugenommen hat mit dem Wachstum auch die Breite des Angebots, erläutert Geschäftsführer Bernard Storm: „Wir verstehen unsere Dienstleistung wirklich als umfassende Dienstleistung, und zwar bereits bei der Kaufentscheidung des Kunden.

Da beraten wir ihn, welches für ihn das richtige BHKW ist, welche Leistungen er damit hat.“ Zur Wartung und Instandhaltung von Motoren kommt so die Beratung der Kunden vor dem Verkauf und seit 2014 kann das Unternehmen über seine Schwesterfirma AB Energy auch eigene BHKW verkaufen. „Auch die Fernüberwachung ist ein Thema, das wir seit mehreren Jahren anbieten. Wir haben eine eigene Schaltwarte am Standort in Spelle, von wo aus wir die BHKW auch fernüberwachen und Fehler quittieren können“, ergänzt Bernard Storm.
 
Kurbelwellen schleifen, Zylinderköpfe reparieren

 
Angebotsschwerpunkt ist aber nach wie vor die Wartung und Instandhaltung von Motoren. Dabei gibt es für den Kunden mehrere Möglichkeiten: „Bei einer großen Revision bauen wir das ganze Modul samt Motor, Generator und Grundrahmen aus und bringen es hier ins Werk, machen die gesamte Instandsetzung und liefern das Aggregat wieder zurück.“ Eine andere Variante ist, beim BHKW-Betreiber Motor oder Generator auszutauschen und die alten Bauteile mitzunehmen.

Grundsätzlich bieten auch die Hersteller von Motoren ihren Kunden diesen Service an. Doch glaubt Storm, „dass wir da noch ein bisschen schneller, flexibler und zuverlässiger sind als die Motorhersteller.“ Am Standort in Spelle könne man dazu sämtliche Motorkomponenten selbst instand setzen, die Spezialisten schleifen Kurbelwellen, reparieren den Motorblock und erneuern sämtliche Zylinderköpfe oder andere Komponenten des Motors. Dabei kommen entweder Ersatzteile vom Hersteller zum Einsatz oder auch selbst gefertigte Teile, wenn bei einem alten Aggregat Originalteile wie etwa die Kurbelwelle nicht mehr verfügbar sind.
 
Bernard Storm: „Die dezentrale Energieversorgung wird immer wichtiger“
Bild: Storm

Das Serviceangebot gilt für Motoren aller Hersteller im Leistungsbereich von 1 kW bis etwa 7 MW. Bei Anlagen, die eine kleinere Leistung als 1 kW haben, macht nach den Einschätzungen von Storm eine Instandsetzung wirtschaftlich kaum einen Sinn. In den meisten Fällen werde in diesem Leistungsbereich gleich ein neuer Motor installiert.
 
Unabhängig von den Motorenherstellern
 
Auf die Unabhängigkeit vom Motorhersteller legt der Geschäftsführer dabei besonderen Wert. Die macht es ihm nicht nur möglich, seinen Service allen BHKW-Betreibern anzubieten, sie hilft ihm auch bei der Beratung vor der eigentlichen Kaufentscheidung. Aus dem Bereich der Schifffahrt fällt Storm dazu das Beispiel eines Betreibers ein, der für einen Ersatzmotor genau 850 PS an der Welle brauchte. Hätte Storm einen Vertrag mit einem Hersteller, der Motoren mit 800 und 900 PS verfügbar hat, dann wäre das für das genannte Beispiel eben nicht optimal. „Da möchte ich in der Lage sein, dem Kunden zu sagen, es gibt einen viel besseren Motor eines anderen Herstellers, der hat genau die 850 PS, die du eigentlich brauchst“, erläutert Storm die Vorzüge der freien Herstellerwahl.
 
Motorinstandsetzung in Spelle: Aggregate bis zu 7 MW können bearbeitet werden
Bild: Storm/Dirk Egelkamp

Für die Zukunft sieht er die Kraft-Wärme-Kopplung als eine Technik, die sich immer mehr durchsetzen wird. „Der Trend, den ich sehe, ist, dass die dezentrale Energieversorgung immer wichtiger wird, was natürlich viel mit der Energiewende zu tun hat.“ Das gilt sowohl für kleine Anlagen, die Wohngebäude versorgen, wie auch für die ganz großen Aggregate wie etwa die drei Heizkraftwerke, die auf Großmotoren basieren und derzeit in Deutschland im Bau sind, eines davon in Kiel mit einer Gesamtleistung von 10 MW. Blockheizkraftwerke werden auch gebraucht, um das Netz trotz der schwankenden Einspeisung von Wind- und Solaranlagen stabil zu halten. „Ich persönlich finde es gut, dass die KWK als Technologie klar in den Fokus kommt, dass vor allem auch die Effizienz in den Fokus kommt“, freut sich Storm.

Bei der regionalen Verteilung seines Geschäfts setzt er auf eine positive Entwicklung im Inland wie im Ausland. Derzeit macht der Dienstleister rund 30 % seines Umsatzes im Ausland. Ein starkes Standbein ist die Schifffahrt, seit 2005 wird aber auch der KWK-Bereich außerhalb von Deutschland ausgebaut – ein Bereich, in dem man auch in Zukunft zusammen mit Partnern, die den lokalen Markt kennen, wachsen will. Zuerst geht der Blick von Storm bei der künftigen Geschäftsentwicklung aber ins Inland: „Wer in der ersten Liga bleiben will, muss die Heimspiele gewinnen, deswegen wollen wir natürlich auch in Deutschland weiterwachsen.“
 

Das Unternehmen
Die August Storm GmbH & Co. KG wurde 1937 als Zylinder- und Kurbelwellenschleiferei gegründet. Mittlerweile ist das Unternehmen mit 14 Standorten in Deutschland und über 500 Mitarbeitern weltweit einer der großen Motorinstandsetzer für BHKW und die Schifffahrt.
Der Firmensitz ist im niedersächsischen Spelle, hier sind rund 160 Mitarbeiter beschäftigt. Zur Unternehmensgruppe gehören heute unter anderen der Motorservicedienstleister Wulf Johannsen KG GmbH & Co. in Kiel sowie der BHKW- und Anlagenbauer AB Energy Deutschland GmbH, Spelle.

 
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Montag, 29.01.2018, 11:05 Uhr