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UNTERNEHMEN:
Smarte Runde
Bei der BioEnergy Decentral zeigen Unternehmen aus der Energiewirtschaft und der IT-Landschaft das sinnvolle Zusammenwirken in vernetzten Strukturen.
 

Was hat die Thüga mit Bittner+Krull zu tun? Was die Stadtwerke Schwäbisch Hall mit Voltaris? Was GreenCom mit Kisters? Was Wilken mit DEEnO und Energiecontracting Heidelberg? Die simple Antwort: Die Unternehmen sind Aussteller bei der von E&M organisierten Sonderschau „Smart Energy" der BioEnergy Decentral in Hannover (13. bis 16. November 2012). Die ausführlichere Antwort: Die Energiewelt wird von der Erzeugung über den Transport und die Verteilung, den Verbrauch und die Abrechnung immer mehr durch die Informations- und Kommunikationstechnik beeinflusst. Die Antwort für die mittelfristige Perspektive der Energiewende: Nicht mehr viele Hunderte, sondern Millionen dezentrale Erzeugungsanlagen müssen so intelligent miteinander verbunden sein, dass Erzeugung und Verbrauch in Einklang stehen - kommunal, regional, national, europäisch.

Der „Vorname" der künftigen Systeme ist inzwischen fast immer „Smart": für Meter und Grid, für Home und Market, für City und Country. Smart ist heute alles, und es gibt sogar schon eine Definition der Bundesnetzagentur: Smart Energy = Smart Grid + Smart Markets.

Worum es beim Verteilnetz aus RWE-Sicht geht, wird Stefan Willing, Projektleiter „Smart Operator, als einer der Referenten der „Smart Energy"-Vortragsreihe am 16. November ausführlich darstellen (das gesamte Vortragsprogramm finden Sie unter www.bioenergy-decentral.com   ), seine Kernaussagen sind:

  • Die zukünftige Versorgungsaufgabe definiert die deutlich ansteigenden Anforderungen an effiziente Verteilnetze (Smart Grids).
  • Die Verteilnetze von heute und morgen müssen dezentral erzeugten Strom aufnehmen und verteilen. Durch die Einbindung von dezentraler Erzeugung kehrt  sich die Stromrichtung um. Dadurch können Spannungshaltungsprobleme auftreten, insbesondere in ländlichen Netzen.
  • Lösung: Eine dezentrale Intelligenz „Smart Operator" im Netz überwacht selbstständig den Netzzustand und optimiert die Netznutzung. Der Smart Operator ist mit Stromerzeugern, Verbrauchern und Speichern im Netz verbunden. Er managt selbstständig ein lokales Niederspannungsnetz nach vordefiniertem Regelsatz.
  • Die durch den Smart Operator aufgenommenen Daten ermöglichen es dem Netzbetreiber, genau erfassen zu können, wie der jeweilige Netzzustand ist, um anhand dessen zu bestimmen, wie stark das Netz an welcher Stelle ausgebaut werden muss. Darüber hinaus sorgt die im Smart Operator stattfindende Optimierung dafür, dass kritische Netzzustände auch ohne Netzausbau ganz vermieden werden können.
  • Der Smart Operator trägt dazu bei, den Bedarf an neuen Leitungen zu verringern und die vorhandene Infrastruktur besser auszunutzen.
  • RWE Deutschland investiert mit Partnern zusammen rund 7 Millionen Euro in das Projekt.

Solche Aussagen werden sich in den Vorträgen und auf den Messeständen nuancenreich ranken um die Themen der dezentralen Energieversorgung, der virtuellen Kraftwerke, der fluktuierenden Netzeinspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, der Kraft-Wärme-Kopplung und der E-Mobilität.

Die Energieversorger brauchen Ideen und vor allem Mut für die smarte Energiewelt

Gunnar Holldorf und Wolfgang Schwedler von Bittner + Krull werden erklären, wie man mit Solarstrom E-Bikes füttert, wie dabei zentrale Steuerungs- und Kommunikationssysteme funktionieren müssen. Das Münchner Software-Unternehmen wird darstellen, wie bei der Elektromobilität generell die Ladeinfrastruktur zu managen ist, welche Rolle dabei Smart Grids und Smart Phones spielen können.

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH, mit ihrem Chef Johannes van Bergen, einem Pionier des wirtschaftlichen Einsatzes von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen seit Urzeiten, werden Beispiele geben, wie KWK noch effizienter genutzt werden kann. „Blockheizkraftwerke können mehr", wird Arne Jan Hinz sagen, der Gruppenleiter Technisches Controlling der Stadtwerke, wird erklären, dass für den Ausgleich fluktuierender Wind- und Solarstromeinspeisung BHKW zusammen mit Wärmespeichern einen großen Beitrag leisten können; dass sie durch intelligente Fahrweise an den Regelenergiemärkten teilnehmen und Bestandteil von virtuellen Kraftwerken sein können.

GreenCom-Geschäftsführer Christian Feißt wird behaupten, dass „virtuelle Kraftwerke ein zentrales Standbein der zukünftigen Energiewirtschaft" sind, dass sie „mit dem Endkunden und nicht gegen den Endkunden betrieben werden müssen", dass die Vernetzung durch neue Kommunikationstechnologien die Basis für die Wirtschaftlichkeit dezentraler Strukturen ist.

Ulrich Kaier, Vorstand der Energiecontracting Heidelberg AG wird in Hannover schwärmen, dass zu den Dienstleistungen mit Smart Energy Energiecontracting und KWK gehören, dass es um erneuerbare Energiequellen und Energieeffizienz gehen muss, dass mit virtuellen Netzen nicht nur Strom, sondern auch Wärme und Kälte gemeint sind.

Gerhard Weissmüller, Vorstand der DEEnO Energie AG, wird vermitteln, dass man einfach begeistert sein muss von virtuellen Systemen, weil sie sehr schnell wirtschaftlich werden. „Wir müssen vorhandene Infrastrukturen - auch des Querverbundes - weiter, besser und konsequenter nutzen", so wird sein Credo lauten.

200 Kunden mit rund einer Million Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmezählern, mit dem gesamten Energiedatenmanagement für den Messstellenbetrieb und die Messdienstleistungen sowie dem Smart Metering: Das ist die Referenz von Voltaris, einem 50/50-Prozent-Unternehmen der Pfalzwerke AG und der VSE AG. Geschäftsführer Karsten Vortanz: „Im Zeitalter der erneuerbaren Energien hat die intelligente Mess- und Kommunikationstechnik einen besonders hohen Stellenwert."

An 100 kommunalen Energieversorgungsunternehmen ist die Thüga AG beteiligt. Für diese Hundertschaft gibt es beliebig viele Dienstleistungen von der Gestaltung von Smart Grids über die Optimierung von Smart Metern, die Erprobung von Power-to-Gas und die Beteiligung an Windkraftwerken. „Die Energiewende ist da - Neue Aufgaben für welche Marktakteure?", lautet die Frage auf dem Thüga-Stand, und Antworten gibt Kommunikations-Chef Christoph Kahlen.

Und nichts wendet sich ohne intelligente Informations- und Kommunikationstechnik in der Welt von Smart Energy, die weitgehend noch ohne wirtschaftliche Geschäftsprozesse lebt. Um die handelt es sich beim Auftritt von Kisters und Wilken bei der BioEnergy Decentral. Die IT kann die Prozesse abbilden und steuern, werden die Kisters-Strategen Volker Bühner und Michael Untiet klarmachen, man kann mit Smart Grids sehr schnell Geld verdienen, werden sie versprechen. Und hoffentlich werden die Experten Mut machen für die notwendigen Veränderungen, denn diesen vor allem braucht die Energiewirtschaft.  


 
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Donnerstag, 25.10.2012, 10:10 Uhr