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Stadtwerke-Award: "Wir wuppen das"
20 Unternehmen haben sich in diesem Jahr um den „Stadtwerke Award" zum Thema Kundenbindung und Kundennähe beworben.
 

Von den 20 Bewerbern für den im April von Energie & Management, Euroforum und Trianel zum dritten Mal vergebenen Stadtwerke-Award (www.stadtwerke-award.de) kamen zwölf Unternehmen in die engere Auswahl und wurden von der Jury bewertet. Hier die acht Unternehmen, die keinen Preis erhielten, aber trotzdem bemerkenswerte Kundenbindungsarbeit leisten.

badenova, Freiburg
Mit EMiLie (EnergieManagement in Liegenschaften) wendet sich badenova an die wichtige Zielgruppe Wohnungswirtschaft, die sich nach Angaben des Projektleiters auszeichnet durch: starkes Interesse am Thema Energieeffizienz, begünstigt durch hohe Preissensitivität; große Unzufriedenheit mit dem Billing-Prozess und der Innovationsfähigkeit der Energieversorger; hohe Erwartungshaltung hinsichtlich der Zusatzdienstleistungen des Energieversorgers, gepaart mit einer starken Wechselbereitschaft.

Das interdisziplinäre Projekt EMiLie ist die Reaktion darauf, es ist ein Produktpaket, bestehend aus der Betriebsführung von Heizungsanlagen (Energie-Monitoring-System, Ferndiagnose, Störungsmanagement und Fernwartung), dem Betrieb eines Energiemanagementsystems (Betriebs- und Verbrauchsoptimierung, Verbrauchsvisualisierung, Energieberatung ) und der automatisierten Abrechnung (elektronische Fernauslesung, Stichtagsabrechnung und elektronische Rechnungsstellung).

Weitere Informationen bei Projektleiter Uwe Veth unter dem Stichwort wowi.effizient (uwe.veth@badenova.de   ).

ELE Emscher Lippe Energie, Gelsenkirchen
Kundenkarten zur Kundenbindung sind out? Oder doch in? Die CityPower-Card der ELE jedenfalls scheint erfolgreich zu sein, oder wie das Unternehmen sagt: „Es ist mit 46 teilnehmenden Energieversorgern das erfolgreichste Kundenkarten- und Kundenbindungssystem in der Energiewirtschaft." Es zeige sich, dass bei den Nutzern die Wechselquoten im Vergleich zum Branchendurchschnitt geringer sind.

Weitere Informationen bei Marketingleiter Frank Mahlberg (frank.mahlberg@ele.de   ) und unter www.citypower.de/deals  

EWV Energie- und Wasser-Versorgung, Stolberg
Die EWV ist Versorger von 22 Kommunen mit einem gemeinsamen Kundenberatungszentrum in Stolberg, aber mit regelmäßigen öffentlichen Beratungsterminen in den jeweiligen Rathäusern der Kommunen. Unter dem Stichwort „Rathausmodell" geht es da um umfassende Energieberatung, um Elektromobilität und Erdgasfahrzeuge, um erneuerbare Energien und Wohngebäudesanierung, um Heizungstechnik und Mikro-KWK-Anlagen.

Das Ergebnis laut EWV: Gelebte und nachhaltige Kundennähe mit einem sehr guten Aufwand-Nutzen-Verhältnis bei einer optimierten Ressourcenauslastung des Außendienstes.

Weitere Informationen beim Leiter Vertrieb-Privatkunden, Udo Müllenberg (udo.muellenberg@ewv.de   )

GGEW Gruppen-Gas- und Elektrizitätswerk Bergstraße, Bensheim
Die GGEW hat bei der Kundenbindung einen Grundvorteil: Sie zählt zu den preisgünstigsten Strom- und Gasanbietern in ihrer Region, aber auch bundesweit. Um die Kunden preisunabhängig an sich zu binden, wurde der „GGEW Premium-Club" geschaffen, dessen Mitglieder „hohe Rabatte bei Markenanbietern von Apple bis Zalando erhalten". Von den 140 000 Kunden sind mittlerweile 80 000 Club-Mitglieder, denen monatlich neue rabattierte Kaufangebote gemacht werden.

Weitere Informationen beim Bereichsleiter Marketing/Vertrieb, Rainer Babylon (babylon@ggew.de   )

SWB Energie und Wasser, Stadtwerke Bonn
Unter dem Stichwort CSR (Corporate Social Responsibility) ergreift die SWB seit Jahren Maßnahmen, um dem Preiswettbewerb mit Qualitätswettbewerb zu begegnen. Gesetzt wird auf die regionale Verbundenheit mit dem Slogan „Wir für hier!". Im Mittelpunkt der Werbeaktionen ist wiederkehrend ein blaues Sofa („Blaue Couch"), auf dem normale Bürger oder Lokalgrößen für SWB-Produkte werben.

Die SWB hebt in ihren Aktionen drei unterschiedliche Botschaften hervor: soziales, ökologisches und ökonomisches Engagement. Unter diesen Gesichtspunkten wurde das Unternehmen bei einem unabhängigen Verbraucherportal mehrfach als Top-Versorger ausgezeichnet.

Ein klar messbarer Erfolg ergab sich innerhalb der Nachhaltigkeitskampagne mit dem Produkt BonnNatur Strom, bei dem sich die Kundenzahl im Jahr 2011 um 63 Prozent erhöht hat. Dies sei im Wettbewerb gegen genuine Ökostromanbieter gelungen.

Weitere Informationen beim Bereichsleiter Vertrieb, Robert Landen (robert.landen@stadtwerke-bonn.de), und dem Leiter Marketing, Jürgen Winterwerp (juergen.winterwerp@stadtwerke-bonn.de   )

Stadtwerke Coesfeld, Coesfeld
Um Kundenverlusten vorzubeugen beziehungsweise zu begegnen, wurde 2011 eine Kampagne unter dem Namen „Wir haben verstanden" gefahren. Das Ziel: Mehr einfache Kommunikation und mehr verständliche Inhalte; mehr direkte Kommunikation und mehr erlebbare Inhalte sowie mehr aktiver Dialog mit mehr nachhaltigen Inhalten.

Zu den Maßnahmen gehörten regelmäßige Kundentage mit aktuellen Energiethemen; alle drei Monate ein Kundenstammtisch im Bürgerhaus, bei dem sich Stadtwerkemitarbeiter im privaten Umfeld mit Kunden austauschen; gezielteres Sponsoring in den Bereichen Kultur, Sport und gesunde Ernährung mit dem Schwerpunkt Kinder und Jugend. Das Ergebnis: „Erstmals seit mehreren Jahren konnte die Kundenbindungsquote durch die Vermeidung weiterer Kundenverluste und die Rückgewinnung verlorener Kunden erhöht werden."

Weitere Informationen bei Geschäftsführer Markus Hilkenbach (k.feierabend@stadtwerke-coesfeld.de   )

Wemag, Schwerin
Anfang 2011 wurde auf Initiative der Wemag und von fünf Volksbanken und Raiffeisenbanken die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG (NEG) gegründet. Der Unternehmensgegenstand liegt in der Errichtung, dem Betrieb und dem Erwerb von EEG-Anlagen in Norddeutschland. Kunden erlangen die Mitgliedschaft durch den Erwerb von mindestens zwei Genossenschaftsanteilen zu je 250 Euro. Nichtkunden können in die Genossenschaft ebenfalls einsteigen, zahlen aber eine Eintrittsgebühr von 20 Euro.

Die Erlöse der Genossenschaft speisen sich aus den durch deren Anlagen bewirkten Einspeisevergütungen. Mittelfristig rechnet die Genossenschaft mit einer Kapitalrendite von 4,5 Prozent, die sich in den nächsten Jahren auf fünf Prozent erhöhen könne.

Am Ende des Jahres hatte die NEG 756 Mitglieder und ein Geschäftsguthaben von knapp drei Millionen Euro und bereits zehn Photovoltaikanlagen in Betrieb genommen. Die Entwicklung, so heißt es, „liegt deutlich über Plan und zeigt, dass wir mit unserem Genossenschaftsmodell den richtigen Weg eingeschlagen haben."

Weitere Informationen bei Dörthe Sturm vom Wemag-Innovationsmanagement (doerthe.sturm@wemag.com   )

Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung wuppt mit
Bild: Stefan Tesche-Hasenbach

WSW Energie und Wasser, Wuppertal
Ein wesentliches Beurteilungskriterium bei der Vergabe des Stadtwerke Awards ist die „Übertragbarkeit auf die Stadtwerkelandschaft/Vorbildcharakter". Damit hatten die Wuppertaler Stadtwerke schlechte Chancen auf einen vorderen Platz -  sie sind nämlich besonders originell.

Vorbild für eine Kundenbindungsaktion war für die WSW der Sportartikelhersteller Nike mit seinem Werbespruch „Just do it" oder der US-Präsident Barack Obama mit „Yes, we can". Die WSW sagt: „Wir wuppen das."

Und wuppen kann man natürlich nur in Wuppertal, einer Stadt,  in der nach WSW-Angaben „angesichts der Haushaltslage die Stimmung eher getrübt ist, täglich neue Negativschlagzeilen den Hang des Wuppertalers zu Trübsal und Meckerei verstärken und davon auch die WSW betroffen ist".

Mit „Wir wuppen das" will die WSW die ungute Stimmung verändern: „Der Slogan und hoffentlich auch der damit verbundene Spirit werden sich wie ein Virus durch den öffentlichen Raum und von Gehirn zu Gehirn verbreiten. Man wird ihn an den unterschiedlichsten Orten und in den unterschiedlichsten Medien sehen. Schnell dürfte er zum geflügelten Wort in Gesprächen oder zur Standardsignatur in Mails aus Wuppertal werden."

Mit dem Slogan sind viele Aktionen der WSW verbunden in der Hoffnung: Wir in Wuppertal gehören zusammen - und die WSW ist dabei.

Weitere Informationen bei der Leiterin Konzernkommunikation Judith Birkenbach (judith.birkenbach@wsw-online.de   ).

Die Jury

Sven Becker, Trianel GmbH
Frank Dopheide, Deutsche Markenarbeit GmbH
Marion Krämer-Bongartz, GfK Marktforschung SE
Uli Mayer-Johanssen, Meta Design
Kai vom Hoff, Vom Hoff Kommunikation GmbH
Helmut Sendner, Energie & Management Verlagsgesellschaft mbH
Christina Sternitzke, Euroforum Deutschland SE


 
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Dienstag, 08.05.2012, 09:41 Uhr