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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Windparkfinanzierung mit Schuldscheinen bei Enercity
Bild: Jonas Rosenberger / E&M
WINDKRAFT ONSHORE:
Windparkfinanzierung mit Schuldscheinen bei Enercity
Der Energieversorger Enercity aus Hannover hat „grüne und digitale Schuldscheine“ auf den Markt gebracht. Damit sollen Windkraftanlagen finanziert werden. Das Volumen: 100 Mio. Euro.
 
Enercity sieht sich mit dem Projekt bundesweit als Pionier. Vorstandsmitglied Marc Hansmann kann auf einen erfolgreichen Start zurückblicken: Bereits innerhalb kurzer Zeit hat man Interessensbekundungen für einen dreistelligen Millionenbetrag erhalten, vor allem von Banken und Pensionsfonds.

Es können Schuldscheine mit einer Laufzeit von fünf, sieben oder zehn Jahren erworben werden. Für Kleinanleger ist das Ganze allerdings nicht gedacht: Die Mindesteinlage liegt bei 500 000 Euro. Über die Rendite macht Enercity es keine Angaben, das sei Verhandlungssache. Am 11. Dezember soll das Orderbuch geschlossen werden.

Neu ist bei dem Projekt auch, dass die Geschäfte mit Hilfe einer digitalen Plattform abgewickelt werden. Über Finpair können Investoren und Kreditnehmer direkt miteinander kommunizieren. Das sei zeit- und kostensparend, heißt es in einer Mitteilung von Enercity. Banken würden für den Vermittlungsprozess nicht mehr benötigt.

„Durch den grünen und digitalen Schuldschein wollen wir die ohnehin nachhaltige Ausrichtung unseres Unternehmens hervorheben“, sagte Pressesprecher Carlo Kallen gegenüber E&M. Es handle sich um die Fortsetzung einer ambitionierten Umwelt- und Digitalisierungsstrategie. Neben der Windradfinanzierung habe auch die Idee eine Rolle gespielt, mit Nord-LB die Finpair-Plattform im Markt einzuführen. Deswegen also grün und digital.

Bis zum Jahr 2035 will der Konzern den Anteil seines erneuerbaren Stroms auf 50 % erhöhen. Allein bis 2030 soll die jährliche Windstromproduktion auf 1 750 GWh steigen. Durch den Erwerb von mehreren Windparks mit fast 150 Windrädern und einer Leistung von 220 MW von der Ventotec GmbH ist Enercity Anfang des Jahres zu einem der großen Akteure der Branche aufgestiegen. Um die Finanzierung dieser Übernahme geht es letztlich bei der Ausgabe der Schuldscheine, die ausschließlich für regenerative Projekte gedacht sind.

Die Finanzierung per Schuldscheinausgabe wurde nach Angaben von Kallen seit 2009 bereits drei Mal praktiziert. Mit einem Jahresumsatz von 2,3 Mrd. Euro und mehr als 2 300 Mitarbeitern zählt Enercity zu den größten kommunalen Unternehmen in der Bundesrepublik.

 
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Mittwoch, 21.11.2018, 15:52 Uhr