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Enerige & Management > Politik - 20 Projekte als Reallabore der Energiewende ausgesucht
Bild: Fotolia.com, Tom-Hanisch
POLITIK:
20 Projekte als Reallabore der Energiewende ausgesucht
Das Bundeswirtschaftsministerium lässt in den Reallaboren der Energiewende die Energieversorgung der Zukunft im industriellen Maßstab erproben.
 
Die Gewinner im „Ideenwettbewerb Reallabore der Energiewende“ hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am 18. Juli in Berlin bekannt gegeben. Mit den Reallaboren der Energiewende sollen zukunftsfähige Energietechnologien unter realen Bedingungen und im industriellen Maßstab erprobt werden.

Das zentrale Thema im Ideenwettbewerb ist grüner, CO2-arm erzeugter Wasserstoff etwa auf Basis von Strom aus Windkraft- oder Photovoltaikanlagen. Altmaier: „Wir wollen bei Wasserstofftechnologien die Nummer eins in der Welt werden. Wasserstofftechnologien bieten enorme Potenziale für die Energiewende und den Klimaschutz wie auch für neue Arbeitsplätze.“ Weitere wichtige Themen der ersten Ausschreibungsrunde waren Energiespeicher und energieoptimierte Quartiere.

Insgesamt 90 Vorschläge wurden im Rahmen des Wettbewerbs eingereicht, 20 Gewinner hat das Bundeswirtschaftsministerium nun bekannt gegeben.

Breite Palette an Ideen

Die Palette der ausgewählten Projekte reicht von dem Plan, ein Braunkohlekraftwerk in Nordrhein-Westfalen mit einem 30-MW-Flüssigsalzspeicher zu ergänzen (StoreToPower) bis zur virtuellen Verbindung von Großwärmepumpen in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen (Reallabor GWP). 

Vor den prämierten Vorschlägen sind zehn in den vom Kohleausstieg betroffenen Regionen angesiedelt (Übersicht hier   ) und zehn außerhalb der Strukturwandelregionen (Übersicht hier   ). Sie können in den kommenden Wochen und Monaten nun ihre Anträge für Fördermittel stellen.

Das Bundeswirtschaftsministerium stellt für die Reallabore jährlich 100 Mio. Euro zur Verfügung. Altmaier will aber bei Finanzminister Olaf Scholz (SPD) darauf drängen, die Mittel zu erhöhen. Die Liste der Gewinner enthält auch Projekte, die erst mit einer neuen Förderrichtlinie umgesetzt werden können.

Zusätzliche 200 Mio. Euro an für Energieregionen

Um den besonderen Stellenwert traditioneller Energieregionen für das Energiesystem der Zukunft zu unterstreichen, hat das Bundeskabinett in den Eckpunkten für ein Strukturstärkungsgesetz vom 22. Mai 2019 aber auch bereits beschlossen, für Reallabore in den vom Kohleausstieg betroffenen Strukturwandelregionen zusätzliche 200 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen.

Aus der Energiebranche kommt Zustimmung für das Konzept der Reallabore: „Reallabore sind ein wichtiges Instrument, um neue Technologien für die Energiewende zu erproben“, sagt Katherina Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbands kommunale Unternehmen VKU. Dass sich über 90 Konsortien mit 500 Partnern beworben haben, verdeutliche das enorme Innovationspotenzial der deutschen Energiewirtschaft. Darunter befänden sich zahlreiche Stadtwerke, die die Energiewende vor Ort vorantreiben und neue Lösungen auf den Weg bringen.

 
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Donnerstag, 18.07.2019, 14:55 Uhr