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Enerige & Management > Forschung - Belastungen im Verteilnetz minimieren
Bild: Fotolia.com, XtravaganT
FORSCHUNG:
Belastungen im Verteilnetz minimieren
Die EWE AG erforscht gemeinsam mit der TU Dresden, wie Mikro-BHWK-Anlagen in Kombination mit Wärmespeichern als virtuelles Kraftwerk auf der Niederspannungsebene betrieben werden können.
 
Rund um Oldenburg werden derzeit 15 bis 20 geeignete Ein- und Zweifamilienhäuser mit 130 bis 170 m2 Wohnfläche ausgewählt. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Praxiserprobung des Regionalen Virtuellen Kraftwerks (RVK) auf Basis der Mikro-KWK-Technologie“ sollen diese mit BHKW-Modulen bis 5 kW elektrischer und 12 kW thermischer Leistung, mit Heizstab-Wärmespeichern mit Volumen zwischen 500 und 1 000 l sowie der nötigen Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik ausgestattet werden. Gemeinsam mit der Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung der Fakultät Maschinenwesen und der Professur für Elektroenergieversorgung der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Dresden will die EWE AG diese Mikro-KWK-Systeme auf Niederspannungsebene „miteinander vernetzen und innerhalb bestimmter Grenzen fernsteuern, wie viel Strom sie wann ins Netz einspeisen“. Einen entsprechenden Kooperationsvertrag wollen die Forschungspartner am 17. März unterzeichnen.

„Unser gemeinsames Forschungsprojekt legt seinen Schwerpunkt auf den regionalen Ansatz, weil durch die regionale Vernetzung der Anlagen die Energie dort erzeugt wird, wo sie verbraucht wird“, sagte Jörg Hermsmeier, Leiter Forschung und Entwicklung bei EWE, am 12. März. Ziel ist dabei nicht, Regelenergie zur Netzstabilisierung anzubieten. Vielmehr sollen Belastungen im Verteilnetz minimiert werden, um mehr Kapazitäten für Strom aus erneuerbaren Energien zu schaffen. „Durch den koordinierten Betrieb der Vielzahl an steuerbaren Energieerzeugern und -verbrauchern wird dafür gesorgt, dass das elektrische Netz möglichst viel Energie aus regenerativen Energiequellen aufnehmen kann und diese somit effizient genutzt werden“, betonte Joachim Seifert, Leiter des Projektes an der TU Dresden. Das habe nicht nur den Vorteil, dass dadurch der im Zuge der Energiewende geplante Netzausbau reduziert, sondern auch das Stromnetz vor Ort feiner gesteuert werden könne. Denn das regionale virtuelle Kraftwerk soll auch erneuerbare Energieträger wie beispielsweise Photovoltaikanlagen mit einbeziehen.

In einem Vorgängerprojekt unter der Regie der Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG) - an der die EWE AG inzwischen den Mehrheitsanteil hält – wird die technische Eignung und Schnittstellenfähigkeit von BHKW-Anlagen verschiedener Hersteller für einen Betrieb im virtuellen Kraftwerk getestet. Laut Seifert haben sich bislang die Mikro-BHKW-Module von Viessmann, Vaillant, SenerTec und Kirsch für das Forschungsvorhaben qualifiziert. Bei den thermischen Speichern dürfte seinen Angaben zufolge die Entscheidung auf Produkte von Viessmann oder der Oventrop GmbH fallen. An der TU Dresden wurde darüber hinaus eine Software – die so genannte RVK-Box - entwickelt, mit der die KWK-Anlagen mit der zentralen Steuerung des virtuellen Kraftwerkes verbunden werden. Zugleich soll sie Status-Informationen aus dem zu beheizendem Gebäude sammeln und auswerten, um den Anlagenbetrieb zu optimieren.

 
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Montag, 16.03.2015, 12:53 Uhr