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Enerige & Management > Smart Grids - Brennstoffzellen sichern Behördenfunk
Bild: Fotolia.com, Ben Chams
SMART GRIDS:
Brennstoffzellen sichern Behördenfunk
Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), die sich mit der Energiewirtschaft um die 450-MHz-Frequenz streiten, wappnen sich für den Krisenfall.
 
Fördergelder des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Höhe von 5 Mio. Euro sollen helfen, insgesamt 505 Funkmasten für den BOS-Digitalfunk mit Brennstoffzellen als Notstromversorgung auszustatten. Dies geht aus einer Mitteilung des Brennstoffzellennetzwerks Clean Power Net (CPN) hervor.

Ihrem Sprecher Henrik Colell zufolge starte nach der Bewilligung der Finanzmittel nun die Umsetzung vor Ort. In Baden-Württemberg sollen 200 Digitalfunk-Systeme mit Brennstoffzellentechnik ausgestattet werden, in Bayern 180, in Hessen 60, in Brandenburg 56, und in Sachsen neun.

Brennstoffzelle ersetzt Diesel-Aggregate

„Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte waren erfolgreich – nun beginnt die marktrelevante Phase der Brennstoffzellentechnologie als Ersatzstromversorgung“, so Colell. Künftig sei eine unterbrechungsfreie Stromversorgung der Funkanlagen bis zu 72 Stunden möglich. Im Gegensatz zu den gängigen Notstrom-Lösungen mit Diesel-Generatoren verursache die Brennstoffzellentechnik weder CO2- noch Partikel-Emissionen und auch keine Geräusche. Außerdem vermeide man, durch längere Standzeit verklumpten Diesel alle zwei Jahre austauschen und als Sondermüll entsorgen zu müssen.

Die Förderung des BMVI erfolgt im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Angesichts der „Marktaktivierung im digitalen Behördenfunk“ will das Brennstoffzellennetzwerk sich um weitere Fördermittel für 2020 bemühen. Clean Power Net wurde 2010 von 12 Unternehmern gegründet, um den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie voranzubringen. Initiator des Netzwerks ist die NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Derzeit das Netzwerk 21 Partner.

FNN-Kongress Netze diskutiert über Kommunikationstechnologie

Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, zu denen beispielsweise Polizei, Verfassungsschutz und Zoll gehören, streiten derzeit mit der Energiewirtschaft über die Zuweisung der 450-MHz-Frequenz. Die Energieversorger und Netzbetreiber sehen die langwellige Frequenz als Kommunikationstechnologie im Schwarzfall und für den sicheren Betrieb von intelligenten Netzen als unverzichtbar an.

Aber auch die BOS erheben Anspruch auf den Frequenzbereich. Allerdings sind die Behörden bisher bereits mit Frequenzen unterhalb von 400 MHz versorgt, die laut der Internetseite der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben die Anforderungen an eine sichere und verlässliche Kommunikationstechnologie sehr gut erfüllen. Darüber hinaus haben die BOS Ende 2017 zusätzliche Kapazitäten im 700-MHz-Band zugewiesen bekommen. Darauf haben die Vertreter der Energiewirtschaft in der öffentlichen Diskussion mehrfach verwiesen.

Die Bedeutung der 450-MHz-Frequenz für die Energiewirtschaft wird unter anderem beim FNN-Kongress Netze 2019, der am 4. und 5. Dezember in Nürnberg stattfindet, zur Sprache kommen. Dort werden Vertreter von Energieversorgern und Netzbetreibern erläutern, welche Rolle die Kommunikationstechnologie für Anwendungen in Smart Grids und die kritische Energieinfrastruktur spielt.
 

 
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Mittwoch, 27.11.2019, 16:45 Uhr