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Enerige & Management > Wärme - Der Klimaschutz-Beitrag smarter Thermostate
Bild: Fotolia, Ralf Kalytta
WÄRME:
Der Klimaschutz-Beitrag smarter Thermostate
Forscher des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung haben untersucht, unter welchen Bedingungen sich smarte Thermostate in typischen Wohngebäuden in Deutschland lohnen.
 
Hohe Investitionskosten sind der wesentliche Grund dafür, dass Wohngebäude nicht energetisch saniert werden, so das Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in seiner Mitteilung. Für vergleichsweise wenig Geld können Verbraucher ihren CO2-Fußabdruck dennoch verringern: „Smarte Thermostate stellen im Gegensatz zur Gebäudesanierung auch für Mieterinnen und Mieter eine Möglichkeit dar, den Energieverbrauch zu senken“, so Dominik Schäuble. Er ist Leitautor der Studie, die das IASS durchgeführt hat. 

Ein smartes, via Smartphone steuerbares Thermostat-System für ein durchschnittliches Einfamilienhaus kostet laut den Potsdamer Forschern etwa 670 Euro, für eine Wohnung 340 Euro. Insbesondere für energiebewusste Mieter sei die Anschaffung ein probates Mittel, den eigenen Verbrauch zu senken. Sie können selbst über die Anschaffung entscheiden und sind somit unabhängig von einer Gebäudesanierung durch den Eigentümer, heißt es.

Laut der Studie profitieren vor allem Gebäude mit niedrigem bis mittleren Effizienzstandard schon bei geringen Energieeinsparungen von vernetzten Heizkörper-Thermostaten. Die Berechnungen der Forscher ergeben: Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Baujahr 1949 bis 1978 und einer 127 Quadratmeter großen Wohnfläche amortisiert sich die Investition in zehn Jahren bei einer Senkung des Energieverbrauchs um 5,7 Prozent. In einer Wohnung mit 64 Quadratmetern müssen dafür 7,7 Prozent Energie eingespart werden, heißt es in der Mitteilung des IASS.

Eine wichtige Einflussgröße dabei seien natürlich die Bewohner samt ihrer Gewohnheiten: „Wer häufig außer Haus ist, kann mit smarten Thermostaten höhere Einsparungen erzielen. Bei schlecht gedämmten Wohnungen schlagen sich diese Energieeinsparungen besonders stark im Geldbeutel nieder“, so das IASS. In diesem Fall sei es vorteilhaft, die Temperatur beim Verlassen des Hauses zu drosseln und auf dem Nachhauseweg per Smartphone wieder hochzuregeln.

Kein Ersatz für die energetische Sanierung

Einen Wermutstropfen nennen die Wissenschaftler allerdings: Um die Ziele des „Klimaschutzplan 2050“ zu erreichen, gehe kein Weg an umfassenden Energieeffizienz-Maßnahmen vorbei. Der Plan definiert als Ziel, bis 2050 die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland um 80 bis 95 Prozent (verglichen zum Jahr 1990) zu senken. Laut dem IASS verbrauchen die deutschen Privathaushalte etwa ein Viertel der gesamten Energie, allein 70 Prozent davon entfallen auf das Heizen.

Der Einsatz von smarten Thermostaten könne zwar einen Beitrag zur Reduzierung der Emissionen leisten. Die energetische Sanierung von Wohngebäuden und der Ausbau erneuerbarer Energien lasse sich durch sie aber nicht ersetzen.

 
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Dienstag, 25.02.2020, 12:55 Uhr