• Erdgas setzt steile Aufwärtsbewegung fort
  • Strom, CO2 und Gas überwiegend fester
  • Widerstreitende Reaktionen aufs neue Klimaschutzgesetz
  • Kabinett beschließt Gesetzesnovelle mit Klimaneutralität bis 2045
  • Südlink jetzt komplett in der Planfeststellung
  • RWE Q1: Ergebnis geschrumpft, Prognose bekräftigt
  • MVV steigert Ergebnis
  • Verbund: Quartalsgewinn sinkt um 7,6 %
  • Engie verliert Steuervorteil
  • Enapter entwickelt AEM-Elektrolyseur der Megawattklasse
Enerige & Management > E-World - Digitalisierung erfordert Umdenken
Bild: Fotoliacom, itestro
E-WORLD:
Digitalisierung erfordert Umdenken
Skalierbarkeit ist der Schlüssel für das digitale Geschäft. Was dies für die Energieversorger bedeutet, erläutert Thomas Spinnen von Trianel im Rahmen der diesjährigen E-World.
 
Während beispielsweise die Liberalisierung und die Rekommunalisierung eher temporäre Ereignisse auf dem energiewirtschaftlichen Zeitstrahl waren, sei die Digitalisierung ein fortlaufender Prozess. Thomas Spinnen, Bereichsleiter Vertriebslösungen Stadtwerke bei der Trianel, ist sich sicher, dass dieser Prozess auf absehbare Zeit auch nicht zum Stillstand kommen wird. Gleichzeitig würden die Innovationszyklen im Markt immer kürzer. Damit wachse die Gefahr für zögerliche Unternehmen, abgehängt werden.

Spinnen sieht in der Digitalisierung kein besonderes technisches Problem. Eher sei der künftige Vertriebserfolg eine Frage der Unternehmenskultur und der Motivation der Mitarbeiter. Zwei Millionen Bestellungen innerhalb von vier Stunden zu bearbeiten, sei keine Hexerei, so der Trianel-Manager. Aber immer noch dauere es bei Energieversorgern bis zu sechs Tagen, bevor mit der Bearbeitung einer Anfrage über das Internet überhaupt begonnen werde. Noch akzeptiere das der Kunde, meint Spinnen. Durch Amazon und andere Unternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen seien die Kunden jedoch andere Standards gewohnt und eine hohe Servicequalität werde von ihnen als selbstverständlich angesehen. Von den Mitarbeitern der Energieversorger sei deshalb zum Teil ein Umdenken gefordert.

Neben der Dienstleistungsorientierung ist nach Spinnens Überzeugung die Fähigkeit zur Skalierung des Geschäfts in Zukunft ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Voraussetzung sei dafür eine hohe Standardisierung der Dienstleistungen. Dann seien auch Plattformen einsetzbar, die seiner Ansicht nach wesentlich zur Prozessoptimierung und Reduktion der Komplexität digitaler Geschäftsmodelle beitragen. Derzeit bietet Trianel vier solcher Lösungen an: eine für Metering Services, eine zur Fernsteuerung und Direktvermarktung von Erneuerbare-Energie-Anlagen, eine zur Vertriebssteuerung. Das jüngste Mitglied im Plattformen-Portfolio der Stadtwerkekooperation ist ein „Business Cockpit“ zur Steuerung und Optimierung des Vertriebs- und Beschaffungsportfolios, das während der diesjährigen E-World in Essen vorgestellt wird.

Vor dem Hintergrund der Vertriebsplattform rechnete Spinnen am Beispiel des Produkts „Energiedach“ vor, dass eine Verkürzung der Auftragsbearbeitung von der Anfrage bis zum Vertragsabschluss von 68 auf 40 Tage zu einer Verdopplung der Abschlussrate von 8 % auf 16 % führen würde.
 

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 17.02.2016, 10:35 Uhr