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Enerige & Management > Klimaschutz - "Energiewende ist keine Erfolgsstory"
Bild: Fotolia.com, Nicole Effinger
KLIMASCHUTZ:
"Energiewende ist keine Erfolgsstory"
Gerhard König, Sprecher der Wingas-Geschäftsführung, sieht die Fokussierung auf die erneuerbaren Energien in Sachen Klimaschutz zum jetzigen Zeitpunkt als gescheitert an.
 
„Wir sind nicht wirklich weit gekommen“, sagte König am 6. September bei einer Podiumsdiskussion auf dem Deutschen Energiekongress in München. Zwar liege der Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung bei rund 30 Prozent, aber bei der CO2-Reduktion „sind wir auf keinem guten Weg.“ Hinsichtlich der Minderung von Treibhausemissionen ist laut König „die Energiewende keine Erfolgsstory.“ Trotz aller Anstrengungen und dem massiven Ausbau der Erneuerbaren werde Deutschland seine CO2-Ziele bis 2020 verfehlen. „Wir werden die Reduktion von 40 Prozent CO2 bis 2020 nicht schaffen.“

König kritisierte, dass immer auf das Jahr 2050 geblickt werde in Sachen Klimaschutz. Mit der Vermeidung der Emissionen müsse jetzt begonnen werden. Als beispielhaft nannte König das Agieren der USA. „Die USA haben die Energiewende längst vollzogen.“ Dort werde zunehmend der Umstieg der Kohleverstromung auf Erdgas vollzogen. Damit sei es gelungen, die CO2-Emissionen deutlich zu mindern. Als nächster Schritt werde dann der Ausbau der erneuerbaren Energien vollzogen. König stellte aber auch klar, dass die Schiefergasproduktion in Deutschland keine Optionen sei – und auch gar nicht nötig. Ihm kommt aber die Diskussion um die Kosten einer CO2-Vermeidung viel zu kurz. Durch den Austausch von alten Heizkesseln auf moderne Brennwerttechnik könnte man relativ schnell relativ viel CO2 einsparen. König forderte daher einen Plan für die Energiewirtschaft, um umgehend und effektiv zu CO2-Einsparungen zu kommen.

Patrick Graichen, Direktor des Instituts Agora Energiewende, stimmte König zu, dass mit den jetzigen Maßnahmen, die Reduktion von CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent nicht erreicht werden wird. Es werde wohl eine Lücke von sieben Prozent bleiben. Er sieht das Problem allerdings in der erhöhten Kohlestromproduktion, denn dieser werde zunehmend ins Ausland exportiert. „Wir sind mit 60 Milliarden kWh Europameister“, sagte Graichen. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung sei aber unvermeidbar. Er forderte einen Plan für einen Kohleausstieg bis 2040, anstatt immer nur von „Jahr zu Jahr zu denken.“

Einen Gesamtplan für die Energiewirtschaft forderte auch Matthias Hartung, Vorsitzender des Vorstands von RWE Generation und RWE Power. „Wir therapieren an verschiedenen Ecken – Netze, Erzeugung, Marktdesign“. Ihm fehlt die Gesamtlinie. RWE fahre beispielsweise bei der konventionellen Energieerzeugung aktuell auf Sicht, ein unternehmerisches Handeln sei kaum mehr möglich. Das Unternehmen habe bereits für 10.000 MW an Kraftwerksleistung eine Stilllegungsentscheidung getroffen – überwiegend Kohlekraftwerke. Aber oftmals sei die endgültige Entscheidung aufgrund von regulatorischen Gründen nicht gleich umsetzbar. Oftmals reiche auch die aktuelle Gesetzeslage nicht aus. Hartung fordert daher – wie König - einen Masterplan für die Energiewende.

 
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Dienstag, 06.09.2016, 13:44 Uhr