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Enerige & Management > Smart Grids - Gutachter präferieren das 450-MHz-Netz
Bild: Shutterstock
SMART GRIDS:
Gutachter präferieren das 450-MHz-Netz
Die meisten verfügbaren Telekommunikationslösungen können nicht alle erforderlichen Anwendungen in einer digitalisierten Energiewelt gleichzeitig unterstützen.
 
Im Rahmen des sogenannten Digitalisierungsbarometers, das jährlich Auskunft über den Umsetzungsstand des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende geben soll, hat das Bundeswirtschaftsministerium Gutachten zu Sonderthemen in Auftrag gegeben. Dazu gehört neben den Themenkomplexen 1 (Verbraucher, Digitalisierung, Geschäftsmodelle) und 2 (Regulierung, Flexibilisierung, Sektorkopplung) auch der Themenkomplex Telekommunikationsinfrastruktur und TK-Regulierung. Bei diesem geht es um die Frage, ob die Telekommunikationsinfrastruktur und deren Regulierungsrahmen für die Anforderungen der Digitalisierung der Energiewende gerüstet sind.

Die Autoren des TK-Gutachtens, das vom Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) erstellt wurde, kommen zu dem Ergebnis, dass flächendeckende, kabelgebundene TK-Infrastrukturen für energiebezogene Anwendungen derzeit nicht verfügbar sind. Daher sei mittel- und langfristig die Nutzung kabelgebundener Breitbandinfrastrukturen nur in Kombination mit anderen Technologien denkbar. Allerdings, wenden sie ein, sei deren gleichzeitige Verwendung für die Steuerung von Anlagen, für die Notfallkommunikation und für Marktprozesse nicht möglich.

Funktechnologien für Maschine-zu-Maschine-Kommunikation gewinnen an Bedeutung

Für die Anbindung von Smart Meter Gateways, die im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende zur zentralen Datendrehscheibe für das Stromsystem erhoben werden, erscheine die breitbandige PLC-Technik (Power Line Communications) durchaus geeignet. Die Erfahrungen aus verschiedenen Pilotprojekten lassen laut WIK-Gutachter aber keine eindeutige Schlussfolgerung über die Leistungsfähigkeit der Technologie zu. Die eierlegende Wollmilchsau in Sachen Telekommunikation in der Energiewirtschaft sei sie jedenfalls nicht, da keine Sprachkommunikation, beispielsweise in Notfallsituationen, möglich ist.

Die Sprachkommunikation ist hingegen eine Domäne der Funkanwendungen. Allerdings gewinnen auch Funktechnologien für die sogenannte Maschine-zu-Maschine-Kommunikation, etwa „LoRaWAN“ oder „Sigfox“ mehr und mehr an Bedeutung. „Da es keine exklusive Nutzung der Frequenzen gibt, können die Anbieter keine Übertragungsqualitäten garantieren. Netzkritische und sicherheitsrelevante Anwendungen im intelligenten Energienetz können insoweit nicht unterstützt werden“, schreiben die Autoren.

Beim öffentlichen LTE-Mobilfunk gebe es auch keine Garantie, dass jeder gewünschte Standort eines Smart Meter Gateways angebunden werden könne. Außerdem seien die Netze nicht schwarzfallfähig.

Anders die 450-MHz-Technologie. Sie bringt die Voraussetzungen für eine synergetische Nutzung mit. Sie stellt also zum einen eine Kommunikationslösung für die Datenübertragung im Smart Grid dar und zum anderen eine Technologie, die relativ einfach und kostengünstig für die Notfallkommunikation im Schwarzfall installiert werden kann.

Aus technischer und operativer Sicht ist die langwellige Funklösung damit die Präferenz der Gutachter. Allerdings gibt es derzeit mit der Bundeswehr und den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben noch weitere Interessen für die 450-MHz-Frequenz. Die aktuelle Zuteilung, beispielsweise an eine Tochtergesellschaft des niederländischen Netzbetreibers Alliander, läuft zum 31. Dezember 2020 aus. Wer danach den Zuschlag bekommt und in welcher Art das Netz künftig genutzt wird, ist derzeit offen.

 
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Dienstag, 20.08.2019, 17:32 Uhr