• Notierungen im Steigen
  • Energiemärkte zeigen sich weiter fest
  • Stufenweiser Smart Meter Rollout geht weiter
  • Neue Allianz fordert 500 Euro Energiewende-Prämie
  • Kabinett beschließt Etat 2022 und Klimaschutzgesetz mit Lücken
  • EnBW verkauft Start-up Twist Mobility
  • Stadtwerke Bochum erfüllen Unternehmensziele
  • EnBW will bis 2025 rund 180 Mio. Euro einsparen
  • Die Marktmacht von RWE wächst
  • Sieben Empfehlungen zum Gelingen der Energiewende
Enerige & Management > Politik - IG BCE fordert strategisches Konzept
Bild: Fotolia.com, oqopo
POLITIK:
IG BCE fordert strategisches Konzept
Ein klarer Plan und ein sozial gerechtes Finanzierungskonzept für die Energiewende, das ist die Forderung der Gewerkschaft IG BCE an die Politik.
 
„Wir brauchen eine klare Roadmap bis 2050“, sagte Petra Reinbold-Knape, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE am 26. Oktober auf dem dritten Innovationskongress des Innovationsforums Energiewende in Berlin vor rund 200 Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gewerkschaft.

Die IG BCE begrüße zwar, dass Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit den EEG-Novellen 2014, 2016 und 2017 „wesentliche Fehlsteuerungen korrigiert“ habe und der künftige Ausbau der erneuerbaren Energien kosteneffizienter stattfinden werde als in der Vergangenheit. „Das kann aber nichts daran ändern, dass bis 2020 Zahlungsverpflichtungen an Betreiber von EEG-Anlagen in Höhe von 650 Milliarden Euro aufgelaufen sein werden, die wir bis 2040 erfüllen müssen“, so die Gewerkschaftsfunktionärin. Nicht nur bei den erneuerbaren Energien, sondern auch bei Speichern und Netzen müssten bessere Wege gefunden werden, „um Innovation zu fördern und nicht nur Installation“.

IG BCE lehnt Klimaschutz-Kommission ab

Auf wenig Gegenliebe stößt bei der Gewerkschaft die im Zusammenhang mit dem Klimaschutzplan vom Bundesumweltministerium vorgeschlagene Kommission „Klimaschutz und Vollendung der Energiewende“. Diese sei „nicht zielführend“, so Reinbold-Knape. „Die Errichtung einer Kommission allein aus der Logik des Klimaschutzplans lehnen wir ab. Denn soziale, ökonomische und ökologische Fragen lassen sich nicht einzeln, sondern nur unter Berücksichtigung wechselseitiger Abhängigkeiten erfolgreich behandeln“, betonte sie.

Eine solche Kommission könne bestenfalls den politischen Prozess, der die Energiewende zum Erfolg führen soll, begleiten und die Politik kompetent beraten. Doch sei es erforderlich, dass „die Belastungssituation sozialer Gruppen in der Energiewende in dieses Monitoring einbezogen wird“.

Denn nach wie vor fehle in der Gestaltung und Finanzierung der Energiewende die soziale und ökonomische Balance, kritisierte die IG BCE-Funktionärin. „Wir müssen die Frage nach sozial gerechten Finanzierungskonzepten für die geplante Umsteuerung auf den Weg zu einem treibhausgasneutralen Deutschland stellen“, betont sie. Denn Klimaschutz allein bewirke „keineswegs automatisch mehr Lebenschancen für die große Mehrheit der Bevölkerung“, so Reinbold-Knape.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 26.10.2016, 17:53 Uhr