• Windauktion mit mehreren Wermutstropfen
  • Wenig Wind und steigende Gaspreise schieben Strom aufwärts
  • Stiftung für internationalen Markthochlauf gegründet
  • Grüne bestätigen ihr Wahlprogramm
  • Wuppertal wieder in der Gewinnzone
  • Schlüssel Spark funktioniert ohne Batterie
  • EWE mit Kurs auf Klimaneutralität
  • VNG Gründungsmitglied bei H2Global
  • Stadtwerke Krefeld ziehen erfreuliche Bilanz
  • Energiesparen durch Gebäudesanierung
Enerige & Management > IT - Innogy testet 450-MHz-Netz
Bild: itestroorig / Fotolia
IT:
Innogy testet 450-MHz-Netz
Die Energiewirtschaft sieht in der langwelligen 450-MHz-Frequenz eine ideale Grundlage für die Kommunikation im Smart Grid.
 
 
Gemeinsam mit Ericsson und 450 Connect testet Innogy in einem Pilotprojekt den Aufbau und Betrieb eines 450-MHz-Netzes mit LTE-Mobilfunktechnologie. Einer Mitteilung der Partner zufolge ist ein erster Funkstandort am Kraftwerk Gersteinwerk in Werne (Nordrhein-Westfalen) im Gebiet der Innogy-Tochter Westnetz bereits in Betrieb. Die Tests sollen sich sowohl auf die Übertragung von Sprachmitteilungen als auch auf die Datenkommunikation bei Smart-Grid-Anwendungen beziehen.

Planung, Aufbau und Betrieb der LTE-450-Anlagen übernimmt 450 Connect, eine Tochtergesellschaft des niederländischen Strom- und Telekommunikationsnetzbetreibers Alliander, während der schwedische Kommunikationstechnologie-Konzern Ericsson die Systemtechnik liefert.

Mit dem Projekt wollen die Partner nachweisen, dass die LTE-Technik im 450-MHz-Band geeignet ist, den Kommunikationsbedarf der Energiewirtschaft zu decken. Vor allem sollen dabei die Sprachkommunikation sowie die Anbindung von dezentralen Erzeugungsanlagen und Smart Meter Gateways getestet werden.

Neuvergabe der Lizenz zum 1. Januar 2021

Bei der Energiewende sei schon viel geschafft worden, sagt Oliver Schmitt. Doch die größten Herausforderungen stünden noch an, so der Leiter des Bereichs Netztechnik & Security bei Innogy. Damit meint er die effiziente Integration einer wachsenden Zahl dezentraler Erzeugungsanlagen in die Verteilnetze und die Vorhaltung einer schwarzfallsicheren Kommunikationslösung, falls die Stabilisierung des Netzes trotz aller Anstrengungen nicht gelingt. „Das 450-MHz-Netz ist aufgrund seiner technischen Eigenschaften ideal hierfür“, betont Schmitt.

Und Christoph Bach, der bei der Deutschland-Tochter von Ericsson den Titel CTO Service Providers trägt, weist darauf hin, das 450-MHz-Netz habe seine Eignung als Kommunikationstechnologie für die Energiewirtschaft schon in vielen anderen Ländern bewiesen und ermögliche eine flächendeckende Versorgung mit leistungsfähiger Kommunikationstechnik zu tragbaren Kosten. 

Die Internetseite von 450 Connect weist derzeit neun Verteilnetzbetreiber als Kunden aus, mit denen das Unternehmen jeweils ein regionales 450-MHz-Netz aufbaut. Mehr als 20 % der Fläche Deutschlands decke die Kooperation mittlerweile ab, heißt es dort. Daneben hat sich eine Initiative mit mehr als 60 Stadtwerken um die Bonn-Netz GmbH formiert, die sich für eine ausschließlich kommunale Lösung stark macht und schon klargestellt hat, dass im Falle eines Zuschlags bei der Frequenzzuteilung eine Weitervermarktung an Dritte nicht in Frage kommt. Dort herrscht die Überzeugung, dass man das Wohl und Wehe der Stromversorgung im Krisenfall nicht in die Hände eines Unternehmens mit kommerziellen Interessen legen dürfe. Wie eine 450-MHz-Lizenz am Ende tatsächlich genutzt werden wird, ist derzeit aber noch unklar.

Anspruch auf die Lizenz haben außer der Energiewirtschaft auch die Bundeswehr und die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) angemeldet. Im zweiten Halbjahr 2019, so hat ein Sprecher der Bundesnetzagentur im vergangenen Herbst im Gespräch mit E&M angekündigt, werde die Behörde die Modalitäten für die Neuzuteilung der Frequenz bekannt geben.

450 Connect verfügt bereits über eine 450-MHz-Lizenz, die allerdings bis zum 31. Dezember 2020 befristet ist.
 

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 05.06.2019, 13:08 Uhr