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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Intelligentes Laden soll Netzausbau minimieren
Bild: wellphoto, Fotolia
ELEKTROFAHRZEUGE:
Intelligentes Laden soll Netzausbau minimieren
Was bedeutet ein möglicher Boom der Elektromobilität für die Netze? Dieser Frage haben sich Netze BW, Stromnetz Berlin und der BDEW angenommen.
 
Bis 2030 sollen rund 10 Mio. E-Autos auf den deutschen Straßen rollen und entsprechend Strom benötigen. Wie bereiten sich die Netzbetreiber auf die möglichen Szenarien der Elektromobilität sowie den sprunghaften Anstieg der Fahrzeuge vor?

Thomas Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stromnetz Berlin GmbH, sagte dazu in Berlin vor Journalisten: „Dank der guten Grundstruktur unseres Verteilungsnetzes können wir aktuell bereits rund 250 000 Elektrofahrzeuge integrieren, ohne dass es zu einer Instabilität des Netzes käme. Damit wir für den zu erwartenden Boom der Elektromobilität bis 2050 gerüstet sind, ist eine enge Zusammenarbeit von Infrastrukturbetreibern, Mobilitätsanbietern, Politik und öffentlicher Verwaltung notwendig, um die erforderlichen Leistungen und Infrastrukturen rechtzeitig bereitstellen zu können.“ Intelligentes Laden sei dabei technologisch der Schlüssel zum Erfolg, da auf diese Weise die erforderlichen Investitionen in das Verteilnetz optimiert werden.

Der allgemein erwartete Hochlauf der Elektromobilität ist für die EnBW-Tochter Netze BW inzwischen ein maßgeblicher Faktor für die strategische Planung: „Bei der sicheren Netzintegration der Elektromobilität verlassen wir uns nicht nur auf Prognoseinstrumente. Wo Menschen beteiligt sind, tut man gut daran, sich die Dinge auch im wirklichen Leben anzuschauen“, erklärte Martin Konermann, technischer Geschäftsführer der Netze BW. „Unsere Erfahrungen aus der
‚E-Mobility-Allee‘ in Ostfildern bei Stuttgart zeigen, dass es gut ist, sich rechtzeitig um das Thema zu kümmern. Aber die Herausforderungen und Investitionen sind beherrschbar.“ 

Die Branche fordert daher, dass die Ladevorgänge entsprechend der Netzbelastung gesteuert werden können. Dadurch könne Netzengpässen vorgebeugt und der Bedarf an Netzausbau reduziert werden. Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung: „Die Netzbetreiber haben vielfältige Instrumente entwickelt, um sich auf einen sprunghaften Anstieg der E-Autos vorzubereiten. Jetzt muss der Gesetzgeber zügig die Voraussetzungen schaffen, damit diese auch zum Einsatz kommen können.“

Zuallererst müsse dafür gesorgt werden, dass die privaten Ladeeinrichtungen die technische Fähigkeit für intelligentes Lademanagement aufweisen. Zudem sollten im Energiewirtschaftsgesetz stärkere Anreize geschaffen werden, damit Kunden sich am intelligenten Lademanagement auch wirklich beteiligen – reduzierte Netzentgelte reichten hierfür nicht aus.

Für den gewünschten Erfolg der Elektromobilität in Deutschland müsse sichergestellt werden, dass jeder Mieter und Wohnungseigentümer eine Ladesäule einbauen kann, wozu zügig das Miet- und Wohnungseigentumsrecht angepasst werden sollte.

 
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Dienstag, 28.05.2019, 16:26 Uhr