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Kommentar: Der „Spiegel“-Wahn
„Spiegel“-Titel haben politische Wirkung: So sagt man, so glaubt man, so hofft man. Fünf Tage vor der Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, EEG, im Bundestag erschien das Nachrichtenmagazin mit dem Aufmacher „Der Windmühlen Wahn“, einer eindeutig tendenziösen und unsauber recherchierten Geschichte.
 
Die (erhoffte?) Wirkung bei der Gesetzgebung blieb aus, doch für die Windkraft ist ganz sicher ein Schaden entstanden, der sich nicht beziffern lässt. Die „Spiegel“-Recherchen lassen nur Eines zu: Der „Spargel-Weltmeister“ muss vom Siegertrepppchen gestürzt, die „Verschandelung von Landschaften“ muss beendet werden. Windenergie kostet Geld, zu viel Geld; der damit verbundene Umweltschutz ist gering, zu gering, es gibt ihn wahrscheinlich gar nicht.

„Ökologisch wie ökonomisch unumstritten ist der Ausbau der Gasversorgung“, so schreiben die Redakteure, und die Verlagsleitung in Hamburg freut sich über eine Anzeige der Ruhrgas AG auf der vierten Umschlagseite der Ausgabe. Im „Spiegel“ am 5. April erscheinen die Leserbriefe zum Windmühlen Wahn, gefolgt von einer doppelten Werbeseite der Deutschen Steinkohle.

Einen Euro monatlich kostet die privaten  Strombezieher die Förderung der Windenergie derzeit, so wird kritisiert, aber es soll noch viel schlimmer kommen, klagen die Spiegel-Redakteure, denn bis zum Jahr 2010 erhöht sich dieser Beitrag auf jährlich 12,20 Euro, also monatlich 1,6 Cent mehr. Auf diesem Niveau bewegt sich der Angstmache-Artikel fast durchgängig. Dem Windkraft-Kritiker Wolfgang Clement lägen drei Gutachten vor, die den Wind-Unsinn bestätigen, aber der Wirtschaftsminister hält die Gutachten unter Verschluss, so wird geschrieben. Welcher Logik die Spiegel-Journalisten da wohl verfallen sind?

Das EEG soll im Juni in Kraft treten, und es sieht eine bislang nicht vorhandene, aber notwendige Ausgewogenheit bei der Unterstützung der erneuerbaren Energien vor. Was für die gesamte Energieversorgung in Deutschland gilt, wir benötigen einen Mix aus allen Energieträgern, das muss auch für die erneuerbaren Energien gelten. Die Windenergie wurde bisher im Vergleich zu Biomasse, Wasserkraft und Geothermie überfördert, mit dem neuen EEG hat das ein Ende, und das ist gut so.  


 
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Dienstag, 06.04.2004, 11:55 Uhr