• Geschmolzene Atomträume
  • Esslingen startet gemeinschaftliches Solarprojekt
  • Gutes Zeugnis für das ETS
  • Die wichtigsten Länder bei neuinstallierter Windkraftleistung
  • Strom rutscht ab, CO2 und Gas steigen
  • 90 % der Planungen nicht mehr von Flugsicherung blockiert
  • Interne Lösung: Stadtwerke Wasserburg mit neuem Werkleiter
  • Stadt Essen gründet eigenen Wasserstoff-Beirat
  • Klima-Expertenrat drängt auf bessere Datenlage
  • Mit erfundenen Windparks Konzerne um Millionen gebracht
Enerige & Management > Gas - LNG-Terminalschiff für Wilhelmshaven
Bild: Regormark / Fotolia
GAS:
LNG-Terminalschiff für Wilhelmshaven
Der Energieversorger Uniper lässt einen schwimmenden LNG-Terminal für den norddeutschen Tiefseehafen bauen. Vertragspartner ist die japanische Schifftransport-Firma MOL.
 
Die Uniper-Tochter LNG Terminal Wilhelmshaven (LTW) hat jetzt einen entsprechenden Auftrag erteilt. Er beinhaltet Bau und Charter des Terminalschiffs. An dem schwimmenden Umschlagplatz sollen künftig Tanker, die Flüssigerdgas transportieren, ihre Ladung vor der norddeutschen Küste löschen.

Das Flüssiggas wird in dem Terminal gespeichert, verdampft und dann in das Versorgungsnetz eingespeist. Umwelteinwirkung sowohl an Land als auch auf dem Meeresgrund würde mit dieser Technologie minimiert, teilt Uniper mit.
 
Vertragspartner des Energieversorgers sind die Mitsui OSK Lines (MOL) in Japan, gebaut wird das Schiff, im Fachjargon „Floating Storage and Regasification Unit“ (FSRU) genannt, in der Werft eines südkoreanischen Unternehmens. Es soll eine Speicherkapazität von rund 263.000 m3 haben. Die Kosten liegen nach Angaben von Uniper bei 300 Mio. Euro.
 
Uniper-Chef David Bryson spricht in einer Pressemitteilung von einem „Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung eines LNG-Terminals in Wilhelmshaven“. Das Projekt folge der Logik, dass der Bedarf an importiertem Erdgas deutlich steigen werde. Mit dem Terminalschiff wolle man Lieferanten aus aller Welt Zugang zu Kunden in Europa verschaffen und diesen einen neuen Bezugsweg eröffnen.
 
Voraussichtlich im Sommer des Jahres soll es eine Ausschreibung geben, um das Interesse potenzieller Kunden zu prüfen und um zu „verbindlichen Kapazitätsbuchungen“ zu kommen, sagt Unternehmenssprecher Leif Erichsen. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Realisierungsgrundlage für dieses Projekt.“ Das gelte auch für den Abschluss der Genehmigungsverfahren. Danach treffe man die „finale Investitionsentscheidung“.
 
Wann genau das FSRU auf Kiel gelegt wird, steht offenbar noch nicht fest. Das liege in der Entscheidung von MOL, sagt Erichsen. Vertraglich vereinbart sei, dass das Schiff termingerecht zur Umsetzung des LNG-Projekts vor der norddeutschen Küste festmacht. In Betrieb gehen wird der LNG-Terminal in Wilhelmshaven erst nach 2021.
 
In den Tiefseehafen können LNG-Tanker jeder Größe ohne kompliziertes Manövrieren einlaufen. Uniper sieht darin einen klaren Wettbewerbsvorteil. Hinzu kommt die Nähe zu großen Erdgasspeichern auf dem Festland und zum Ferngasleitungsnetz.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Dienstag, 26.05.2020, 13:47 Uhr