• Kaum Bewegung bei Strom und Gas, CO2 etwas schwächer
  • Mehr Flächen für Windturbinen durch weniger Drehfunkfeuer
  • Stromerzeugung und Agraranbau in einem
  • Gasag-Gruppe visiert klimaneutrale Zukunft an
  • Diese Plattform ist "ein bisschen zu früh gekommen"
  • Batterierecycling mit Hindernissen
  • Mehr Strom aus fossilen Energieträgern im ersten Quartal 2021
  • "Wir müssen jetzt Gas geben!"
  • Das Jahrzehnt wird deutlich wärmer
  • RWE startet Bau von 1,4-GW-Windpark
Enerige & Management > Studie - Mehrfamilienhäuser effizient sanieren
Bild: Fotolia.com, Dario Sabljak
STUDIE:
Mehrfamilienhäuser effizient sanieren
Die Gaswirtschaftsinitiative Zukunft Erdgas plädiert für eine möglichst kostengünstige energetische Gebäudesanierung und zeigt in einer neuen Studie, wie eine effiziente Heizung und weitere Sanierungsschritte die CO2-Emissionen von Mehrfamilienhäusern drastisch reduzieren.
 
Die Gaswirtschaft sieht sich weiter bei der Energiewende durch die Politik unzureichend berücksichtigt und versucht, in der Öffentlichkeit für ihren möglichen Beitrag zum Klimaschutz zu werben. „Klimaschutz ist möglich und bezahlbar, wenn die richtigen Maßnahmen ergriffen werden“, sagte Timm Kehler, Vorstand von Zukunft Erdgas, am 11. Februar bei der Branchenmesse E-world in Essen.

Wie sich die Gasversorger das im Hinblick auf die Gebäudesanierung vorstellen, zeigt die Studie „Sanierungsfahrpläne für Mehrfamilienhäuser: Wie kann die klimaeffiziente Sanierung des Gebäudebestands gelingen?“, die Kehler bei der Messe präsentierte. Die Untersuchung wurde erarbeitet durch die Nymoen Strategieberatung in Berlin, die vor einem Jahr bereits eine Studie zur Sanierung von Einfamilienhäusern vorgelegt hatte. Ziel sei aufzuzeigen, wie mit möglichst geringem Geldaufwand ein möglichst hoher Klimaschutzbeitrag zu ermöglichen sei, erklärt Ludwig Möhring, Vertriebsgeschäftsführer des Erdgas-Handelshauses Wingas und Mitglied des Aufsichtsrates von Zukunft Erdgas.

Die Studie stellt dar, dass der CO2-Ausstoß von Mehrfamilienhäusern bis 2050 gegenüber 1990 warmmietenneutral und ohne öffentliche Förderung um 64 Prozent reduziert werden kann. Anhand praktischer Fallbeispiele wird demonstriert, dass effizientes Heizen eine sehr wichtige Rolle für den Klimaschutz im Gebäudebestand spielt.

Wärmeerzeugung als wichtige Stellschraube

Drei Viertel der im Rahmen der Studie erstellten 724 Sanierungsfahrpläne beginnen mit Maßnahmen im Bereich der Wärmeerzeugung, also verbesserter Heiztechnik oder dem Wechsel des Energieträgers. Als Wärmeenergie zum Einsatz kommen dabei vor allem Erdgas, aber auch Bioerdgas und in die Systeme eingekoppelte Solarwärme. Wichtige Erkenntnisse: Von der erreichbaren Verringerung der Treibhausgasemissionen um etwa zwei Drittel könnten durch Veränderung der Wärmeerzeugung etwa 60 Prozent abgedeckt werden. Jeweils weitere 20 Prozent könnten Gebäudedämmung und Fenstertausch beitragen. Nicht alle Sanierungsschritte müssten gleichzeitig durchgeführt werden.

„Ein Sanierungsfahrplan besteht immer aus einer Abfolge sinnvoller und finanzierbarer Einzelschritte. Wer mit dem Heizungstausch beginnt, erzielt gute Einsparergebnisse und kann seine Investition schnell amortisieren“, so Kehlers Resümee. „Mehr Klimaschutz und bessere Energieeffizienz im Gebäudebestand sind möglich, ohne die Haushalte finanziell zu überfordern.“

Der Vorstand von Zukunft Erdgas erwartet dafür verlässliche politische Rahmenbedingungen, Offenheit für gebäudeindividuelle Lösungen und einen klaren Kompass: „Ökologisch ist, was maximalen Klimaschutz pro investiertem Euro bringt. Und dieser effiziente Klimaschutz beginnt fast immer im Heizungskeller.“

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 12.02.2015, 12:05 Uhr