• Strom und Gas leichter, CO2 behauptet sich
  • Kohleausstieg spült Geld in die Kasse der Stadtwerke Bremen
  • Geplantes NRW-Klimagesetz "nicht zeitgemäß"
  • Ministerium sorgt für Klarheit beim Smart Meter Rollout
  • Mannheim stellt Weichen für Smart City
  • Full-Service-Angebot für Redispatch 2.0
  • Erdwärme ist der "Effizienzmeister" unter den Erneuerbaren
  • Storengy hat Speicherkapazität im Angebot
  • Klimaforscher fordern Einsatz nur in alternativlosen Bereichen
  • Stadtwerke Garbsen testen digitale Datenübermittlung und Sensorik
Enerige & Management > Breitband - Münster bekommt Glasfasernetz bis in die Wohnungen
Bild: Fotolia, monsitj
BREITBAND:
Münster bekommt Glasfasernetz bis in die Wohnungen
In einer Kooperation mit der Deutschen Telekom wollen die Stadtwerke Münster bis 2030 etwa 80 % der Haushalte im Stadtgebiet mit Glasfaseranschlüssen ausstatten. 
 
Die Stadtwerke Münster gehen eine Infrastruktur-Partnerschaft mit der Deutschen Telekom im Bereich Breitbandzugang ein. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Vertreter beider Unternehmen am 29. Juli in Münster.

Ziel der Vereinbarung ist es, innerhalb von zehn Jahren etwa 80 % der Haushalte in Münster einen schnellen Breitbandzugang auf Basis von Glasfaser zu ermöglichen. Das entspricht etwa 160.000 Haushalten in rund 40.000 Gebäuden. Laut Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden bei der Deutschen Telekom, gehe es dabei konkret um die Anschlussvariante FTTH (Fiber to the Home), bei der die Glasfaserleitung bis in die Wohnungen geführt wird. 

Erfahrung bei aktiven und passiven Netzen

„Schnelle Kommunikationsnetze sind Lebensadern einer modernen und smarten Stadt und ein wichtiger Standortfaktor. Über die Kooperation mit der Telekom wollen wir das Ausbautempo und den Umfang in Münster deutlich steigern“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk. Man begegne sich dabei auf Augenhöhe und jeder bringe seine eigenen Stärken in die Kooperation ein. Bei den Stadtwerken sei das die Erfahrung mit "passiven Netzen", also der Verlegung von physikalischen Leitungen, bei der Telekom das Know-how bezüglich der "aktiven Netze", also den Betrieb der Glasfaser-Infrastruktur.

Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster, betont die Bedeutung eines schnellen Glasfasernetzes auch für die Steuerung von Prozessen innerhalb der Kommune: "Wir sind auf dem Weg zur Smart City." Der Vizepräsident des Deutschen Städtetags kritisierte in diesem Zusammenhang eine zu starke Fokussierung der Bundesregierung auf den Breitbandausbau in ländlichen Regionen. Diese sei zwar notwendig, aber: "Viele Städte kommen zwar auf 50 Megabit pro Sekunde, aber eben auch nicht mehr." Etliche Kommunen würden dadurch aus dem Bundesförderprogramm Breitband fallen. Gerade ein Wissenschaftsstandort wie Münster sei aber auf ein besonders leistungsfähiges Kommunikationsnetz angewiesen.
  Netz bleibt im kommunalen Besitz

Auf die Frage, warum die Planungen nur etwa 80 % Abdeckungsquote vorsehen, sagte Stadtwerkechef Jurczyk: "Das ist bereits ein sehr ambitioniertes Ziel und die Beschränkung ist notwendig, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu erzielen." Jurczyk hat als früherer Geschäftsführer des Unternehmens EWE TEL Erfahrungen im Telekommunikationssektor. Er betont auch, dass trotz der Infrastruktur-Kooperation zum Aufbau der Glasfaserversorgung in Münster das Netz im kommunalen Besitz bleiben und offen für Endkundenangebote sowohl der Stadtwerke und der Telekom, als auch von Drittanbietern sein wird.

Erst zu Beginn des Jahres hatte die Deutsche Telekom mit dem Oldenburger Energieversorger EWE das Joint Venture "Glasfaser NordWest" gegründet, das ebenfalls Teile von Nordrhein-Westfalen mit Glasfaser-Breitband versorgen soll. Sowohl Hagspihl wie auch Jurczyk betonten aber, dass die beiden Projekte in Oldenburg und Münster keine Überschneidungen hätten. "Wir sind mittlerweile mit Glasfaser Nordwest in die Vermarktung eingestiegen, die Systeme laufen und es entstehen interessante Angebote. Möglichkeiten für eine Kooperation von Glasfaser Nordwest mit dem Projekt in Münster sehe ich jetzt aber nicht", sagte Hagspihl auf Nachfrage von E&M. 

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 29.07.2020, 15:13 Uhr