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Enerige & Management > Studien - Nachholbedarf bei digitalen Kompetenzen der Mitarbeiter
Bild: mik38, Fotolia
STUDIEN:
Nachholbedarf bei digitalen Kompetenzen der Mitarbeiter
Der digitale Wandel hat mittlerweile spürbare Auswirkungen auf Energieversorger. Nachholbedarf sieht das aktuelle Digitalisierungsbarometer vor allem bei der Schulung von Mitarbeitern.
 
Digitale Produkte und Dienstleistungen haben zwar noch geringe Auswirkungen auf das Geschäft vieler Energieversorger und Stadtwerke, jedoch wird sich das in den kommenden Jahren spürbar ändern. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie „Digital@EVU“   , die der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kearney und die „IMP3ROVE“ in diesem Jahr bereits zum vierten Mal veröffentlichen.

So haben oder planen bereits 77 % der befragten Energieversorgungsunternehmen eine Digitalisierungsstrategie. Über 85 % erwarten eine Steigerung des Digitalisierungsbudgets in den kommenden Jahren. Nur 18 % der Befragten sind momentan zufrieden mit der Digitalisierung in ihrem Unternehmen.

Fünf Geschäftsfelder gelten als besonders umsatztreibend:
1 Dienstleistungen für dezentrale Erzeugungsanlagen
2 E-Mobilitätsservices
3 Messstellenbetrieb/Messdienstleistungen
4 Installation/Management von ZEV/Microgrids
5  Energiemanagement-Lösungen für Kommunen und Industrieunternehmen
Quelle: Studie Digital@EVU, Seite 7

Die befragten Unternehmen sehen das größte Potenzial in den Dienstleistungen für dezentrale Erzeugung, E-Mobilitäts-Services und Messstellenbetrieb. Die drei wirkungsvollsten digitalen Hebel für zukünftige Kostenreduktionen sind aus ihrer Sicht mobiles Workforcemanagement, vorausschauende Instandhaltung und digitale Workflows. Darüber hinaus zeichnet sich laut der Studie bereits jetzt ein stärkerer Einsatz digitaler Technologien wie künstliche Intelligenz und Blockchain ab. Bei 27 % der befragten Unternehmen kommen diese Technologien bereits zum Einsatz und mehr als doppelt so viele planen einen zukünftigen Einsatz.

Energieversorger sehen ihre Stärken bei IT und Datenschutz

„Die Energieversorger sehen ihre eigenen Stärken bei IT und Datenschutz. Das ist wichtig für den vertrauensvollen Umgang mit Kundendaten in der Rolle als Betreiber von kritischen Infrastrukturen“, sagt Horst Dringenberg, Partner bei Kearney. „Den größten Spielraum zur Verbesserung haben sie bei der Kundenzentrierung und dem Einsatz von Analytics. Hier gilt es, schnell und mutig neue Kompetenzen auf- und auszubauen. Davon profitieren ihre Kunden und damit auch die Unternehmen.“

Entwicklungspotenzial besteht außerdem im Bereich Analytics, so die Studienautoren. Die Anwendung von Data Analytics ist mit 61 % zwar bereits fortgeschritten, aber erst 11 % der Unternehmen geben an, eine ausgereifte Big-Data-Infrastruktur zu haben. Vor allem das Fehlen einer einheitlichen Datenbank und mangelnde Mitarbeiterfähigkeiten sind Hürden in diesem Bereich.

Die Mehrheit der befragten EVU sieht ihre eigenen Mitarbeiter insgesamt noch nicht optimal vorbereitet auf die digitale Zukunft. 44 % der EVU denken, sie haben zwar ein klares Bild von den in Zukunft benötigten digitalen Fähigkeiten der Mitarbeiter. Die Entwicklung dieser Fähigkeiten ist bisher allerdings nur in Ansätzen vorhanden. So können nur 30 % eine entsprechende Personalstrategie zum Aufbau der digitalen Kompetenzen vorweisen. Große und kleine Unternehmen schneiden hier deutlich besser ab als mittelgroße Unternehmen.

Die wirkungsvollsten Hebel für Kosteneinsparungen sind aus Sicht der Energieversorger:
1 Mobiles Workforce-Management-Tool
2 Vorausschauende Instandhaltung
3 Digitale Workflows/Bots für die robotergestützte Prozessautomatisierung
4 Software für eine höhere Automatisierung oder bessere Qualität, Geschwindigkeit oder Analytik
5 Supply Chain Management Tools
Quelle: Studie Digital@EVU, Seite 7

Über 120 Energieversorgungsunternehmen aller Wertschöpfungsstufen und Größenklassen haben an der Online-Umfrage teilgenommen. In Zusammenarbeit mit den Energieverbänden Oesterreichs Energie und dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen wurde das Digitalisierungsbarometer 2019 erstmals auf Österreich und die Schweiz ausgeweitet.

Die Studie „Digital@EVU“   ist online auf der Internetseite des BDEW verfügbar.
 
Die 28-Seiten starke Studie "Digital@EVU 2020 — Wo steht die digitale Energiewirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz?" als PDF. Zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken
Quelle: BDEW

 

 
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Donnerstag, 01.10.2020, 16:12 Uhr