• Deutsche Bahn fährt mit Wasserkraft aus Norwegen
  • Schäden durch Ransomware in zwei Jahren vervierfacht
  • Neues Projekthaus für Amprion im Bau
  • Windenergie-Schlusslicht Bayern feiert sich für Solarausbau
  • "Schutzengel am Handgelenk" geht an den Markt
  • "H2-Index" berechnet Kosten grüner Wasserstoffproduktion
  • Blockchain zwischen Hype und produktivem Einsatz
  • Netzbetreiber fordern rasche EAG-Umsetzung
  • Den eigenen Verbrauch strukturiert senken
  • CO2-Preis kostet Deutsche Bahn bis zu 50 Millionen Euro
Enerige & Management > Smart Meter - Netzagentur lehnt Festlegung zur Messstellen-Abrechnung ab
Bild: Fotolia.com, unique3d
SMART METER:
Netzagentur lehnt Festlegung zur Messstellen-Abrechnung ab
Die Bundesnetzagentur sieht die Marktteilnehmer in der Pflicht, auftretende Konflikte zu lösen und gegebenenfalls einen Ausgleich zu suchen.
 
Mit seiner Aussage, die Bundesnetzagentur sei „gefragt“, einer Diskriminierung der Stromlieferanten beim Smart Meter Rollout entgegen zu wirken, hatte der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE) am 7. September dieses Jahres für Aufsehen gesorgt.

Um die entsprechenden vertraglichen Beziehungen zwischen dem Lieferanten, dem Stromkunden und dem Messstellenbetreiber klar zu regeln, seien standardisierte Vorgaben notwendig, wie sie beispielsweise von der Bundesnetzagentur mit den Rahmenverträgen zwischen Netzbetreiber und Energielieferant sowie zwischen Netzbetreiber und Messstellenbetreiber gemacht werden. Der Verband äußerte die Befürchtung, dass die Stromkunden aufgrund unklarer Regelungen bei der Abrechnung des Messtellenbetriebs mit ungerechtfertigten Geldforderungen konfrontiert werden könnten.

Ein in einer Arbeitsgruppe beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) entwickelter Rahmenvertrag sei rechtlich unzureichend und fehlerhaft, hatte der BNE argumentiert. Der BDEW wies die Vorwürfe jedoch entschieden zurück und betonte, Unternehmensvertreter aus allen Wertschöpfungsstufen, auch aus den Energievertrieben, seien in den Erstellungsprozess eingebunden gewesen.

Nun hat auf Anfrage von E&M die Regulierungsbehörde zur Forderung des BNE Stellung genommen und betont, dass die zuständige Beschlusskammer kein weiteres Festlegungsverfahren eröffnen werde. Derzeit konzentriere sich die Bundesnetzagentur auf die Anpassung derjenigen Musterverträge, die bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende am 2. September 2016 festgelegt worden waren.

Neben dem Netznutzungsvertrag, der die Beziehungen zwischen Stromlieferant und Netzbetreiber regelt sei dies der mit Beschluss vom 23. August 2017 festgelegte überarbeitete Messstellenbetreiber-Rahmenvertrag zwischen Netzbetreiber und Messstellenbetreiber. „Beide Verträge betreffen unmittelbar die Marktrolle des Netzbetreibers und haben damit regulatorischen Charakter“, heißt es in der Antwort der Bundesnetzagentur auf die Anfrage von E&M.

Bei den vom BNE angesprochenen Vertragsverhältnissen zur Abrechnung des Messstellenbetriebs zwischen Stromkunden, Messstellenbetreibern und Lieferanten bei intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen sei der Netzbetreiber nicht oder jedenfalls nicht in seiner Marktolle „Netzbetreiber“ betroffen. „Es handelt sich dabei um eher dem wettbewerblichen Umfeld zuzurechnende Vertragsbeziehungen“.

Ein Sprecher der Behörde verweist darüber hinaus auf die hohe Arbeitsbelastung der zuständigen Beschlusskammer der Bundesnetzagentur im Zusammenhang mit der Umsetzung des Digitalisierungsgesetzes. Deshalb werde sie kein neues Festlegungsverfahren zur Regelung der entsprechenden Vertragsverhältnisse eröffnen.

„Wir betrachten es als Regulierungsbehörde primär als Aufgabe der Marktakteure, privatautonom entsprechende Verträge auszuhandeln“, heißt es weiter. Da es sich ohnehin um einen wettbewerblichen Bereich handle, seien die Marktbeteiligten aufgerufen, auftretende Konflikte selbst zu lösen und einen geeigneten Ausgleich zu suchen.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Dienstag, 12.09.2017, 16:13 Uhr