• "Schutzengel am Handgelenk" geht an den Markt
  • "H2-Index" berechnet Kosten grüner Wasserstoffproduktion
  • Blockchain zwischen Hype und produktivem Einsatz
  • Netzbetreiber fordern rasche EAG-Umsetzung
  • Den eigenen Verbrauch strukturiert senken
  • CO2-Preis kostet Deutsche Bahn bis zu 50 Millionen Euro
  • Umsatz der Dienstleistungsbranche im Bereich Erdgas und Erdöl
  • Immer mehr Menschen leben in Hochwassergebieten
  • Strom uneinheitlich, CO2 fester, Erdgas überwiegend fester
  • Notierungen zeigen sich überwiegend fester
Enerige & Management > Smart Meter - Netzbetreiber bleiben Messstellenbetreiber
Bild: Fotolia.com, unique3d
SMART METER:
Netzbetreiber bleiben Messstellenbetreiber
Insgesamt müssen die grundzuständigen Messstellenbetreiber 6,5 Mio. Pflichteinbaufälle beim Smart Meter Rollout bewältigen.
 
Nach Erkenntnissen der Bundesnetzagentur wird fast kein Netzbetreiber seine Grundzuständigkeit für den Messstellenbetrieb abgeben. Dies ergab eine Auswertung der bei der Regulierungsbehörde eingegangenen Meldungen. Deren Präsident Jochen Homann beziffert den Anteil der Netzbetreiber, die auch in Zukunft die ihnen vom Gesetzgeber zunächst einmal zugedachte Rolle als grundzuständiger Messstellenbetreiber ausfüllen wollen, mit 99 Prozent.

„Diese Zahl macht deutlich, dass sich, auch vor dem Hintergrund der damit verbundenen hohen Anforderungen an die Messtechnik und den Datenschutz, die Netzbetreiber dieser Aufgabe gewachsen fühlen“, so Homann.

Insgesamt haben 892 von 899 Betreibern von Elektrizitätsnetzen der allgemeinen Versorgung und geschlossenen Elektrizitätsverteilnetzen angegeben, weiterhin als grundzuständiger Messstellenbetreiber tätig bleiben zu wollen. Sie haben in den nächsten Jahren rund 6,5 Mio. Pflichteinbaufälle zu bewältigen. Dabei handelt es sich um den gesetzlich vorgeschriebenen Einbau intelligenter Messsysteme bei Verbrauchern mit mehr als 6 000 kWh Jahresverbrauch, bei Erzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung über 7 kW und bei sogenannten steuerbaren Verbrauchseinrichtungen, die nach dem Energiewirtschaftsgesetz ein reduziertes Netzentgelt in Anspruch nehmen.

Bis zum 30. Juni 2017 hatten Netzbetreiber Zeit, der Bundesnetzagentur die Grundzuständigkeit anzuzeigen. Mit der Anzeige sollten sie auch Angaben über die auszustattenden Zählpunkte machen. Laut Regulierungsbehörde sind es 50,9 Millionen.

Netzbetreiber, die sich beispielsweise den Anforderungen an IT-Systeme und Prozesse eines Messstellenbetreibers nicht gewachsen sehen, können in einem im Messstellenbetriebsgesetz festgelegten Verfahren ihre Grundzuständigkeit auf ein anderes Unternehmen übertragen. Dies ist ab dem 1. Oktober 2017 möglich. Den Messstellenbetrieb üben grundsätzlich die örtlichen Verteilnetzbetreiber aus. Zur Erfüllung ihrer Aufgabe können sie sich verschiedener Dienstleister bedienen, beispielsweise für die Installation der Zähler beim Kunden. Kunden mit einem Verbrauch über 6 000 kWh pro Jahr erhalten ebenso wie Erzeuger mit einer installierten Leistung über 7 kW ein intelligentes Messsystem, das aus einem Basiszähler und einer Kommunikationseinheit, dem Smart Meter Gateway, besteht. Kunden mit einem Verbrauch unter 6 000 kWh erhalten grundsätzlich einen elektronischen Zähler ohne Kommunikationseinheit, eine so genannte moderne Messeinrichtung. Diese muss bei Bedarf aber in ein intelligentes Messsystem integrierbar sein.

Der Gesetzgeber schreibt dem Verteilnetzbetreiber die Rolle des grundzuständigen Messstellenbetreibers zu. Der Kunde kann die Aufgabe allerdings auch einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber übertragen. Dabei handelt es sich häufig um die Vertriebseinheit eines Energieversorgers. Im Gegensatz zum grundzuständigen unterliegt der wettbewerbliche Messstellenbetreiber nicht der strengen Netzregulierung und kann entsprechend auch Energievertrieb und Messstellenbetrieb in Bündelangeboten kombinieren. Allerdings kann der wettbewerbliche Messstellenbetreiber nur Produkte und Dienstleistungen auf der Basis von Kundenverbrauchsdaten anbieten, wenn der Kunde ausdrücklich die Nutzung dieser Daten gestattet hat. Dem Kunden steht es frei, für jegliche Art von datenbezogener Dienstleistung eines beliebigen Anbieters seine Daten zur Verfügung zu stellen oder deren Weiterverarbeitung abzulehnen.
 

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Freitag, 15.09.2017, 15:44 Uhr