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Enerige & Management > Photovoltaik -  NRW-Landesregierung unterstützt Solar-Innovation
Bild: Jonas Rosenberger
PHOTOVOLTAIK:
NRW-Landesregierung unterstützt Solar-Innovation
Künftig können Solaranlagen auf ansonsten ungenutzteten Kranstellflächen neben Windturbinen einfacher genehmigt und gebaut werden, kündigt das Düsseldorfer Energieministerium an.
 
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat angekündigt, dass künftig auf den Kranstellflächen von Windturbinen Solaranlagen gebaut werden können. Landesenergieminister Andreas Pinkwart (FDP) kündigte gegenüber dem Landtagsausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung eine entsprechende Aktualisierung des bestehenden Windenergieerlasses an. Außerdem solle es eine Studie geben, um das landesweite Solarpotenzial auf diesen Kranstellflächen zu ermitteln.

Durch die doppelte Nutzung einer ansonsten brachliegenden Schotterfläche entstehe in „mehrfacher Hinsicht eine „Win-Win-Situation“, heißt es in der Vorlage für den Landtagsausschuss. Und weiter: „Einerseits bietet sich damit für den Windenergieanlagenbetreiber eine zusätzliche und kostengünstige Möglichkeit, Betriebsstrom für die Windenergieanlage unter Nutzung der vorhandenen Infrastruktur zu gewinnen beziehungsweise überschüssigen Strom direkt ins Netz einzuspeisen. Andererseits wird dadurch der Druck zur Nutzung von Ackerflächen für die Freiflächenphotovoltaik gemindert.“
 
Die NRW-Landesregierung macht den Weg frei, dass es künftig mehr Solaranlagen direkt neben Windturbinen geben kann wie beim Pilotprojekt im ostwestfälischen Lichtenau
Bild: WestfalenWIND PV GmbH & Co.KG

Nach Abschätzungen des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) kann auf jeder achten Kranstellfläche der landesweit rund 4.000 Windturbinen eine Solarstromanlage installiert werden. Bei 500 möglichen Standorten und einer angenommenen Leistung von 100 kW käme eine solare Gesamtleistung von immerhin 50 MW zusammen.

„Es wäre schön, wenn diese lobenswerte Initiative aus Nordrhein-Westfalen auch in den anderen Bundesländern umgesetzt würde“, betonte LEE NRW-Vorsitzender Reiner Priggen gegenüber E&M. Lob schickte Priggen auch in Richtung Ostwestfalen – und zwar nach Paderborn, wo die Westfalenwind GmbH ihren Sitz hat: „Mit großer Hartnäckigkeit hat es unser Mitgliedsunternehmen geschafft, dass sich die Landesregierung bei dem Thema solare Kranstellflächen bewegt hat und diese Chance für den weiteren Solarausbau im Land nun auch nutzt.“

Die Wind- und Solarkraftprojektierer hatten vor wenigen Monaten eine erste Solaranlage mit gut 100 kW Leistung direkt in einem Windpark im ostwestfälischen Lichtenau in Betrieb genommen und sich dabei nicht von der Blockadehaltung der zuständigen Genehmigungsbehörden im Kreis Paderborn beeindrucken lassen.

Für Johannes Lackmann, einer der Gründer und Geschäftsführer von Westfalenwind, ist mit der Unterstützung der Düsseldorfer Landesregierung beim Thema „Solare Kranstellflächen“ ein erster wichtiger Meilenstein geschafft: „Schön, dass sich bei dieser sinnvollen Doppelnutzung jetzt mehr bewegen kann.“ Offen ist für ihn die nicht unwichtige Frage des Messkonzeptes, sprich wie wird erfasst, wie viel Solarstrom wirklich für die Eigennutzung der Windturbine genutzt wird. Bislang konnte Westfalenwind noch keine Einigung mit dem zuständig Netzbetreiber Westfalen Weser Netz erzielen: „Wir haben Anfang Oktober das nächste Gespräch dazu“, lässt Lackmann durchblicken.
 

 
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Mittwoch, 19.08.2020, 15:33 Uhr