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Enerige & Management > Vertrieb - Ökostrom direkt aus dem Windrad
Bild: Fotolia.com, Photo-K
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Ökostrom direkt aus dem Windrad
Juwi und in.power verkaufen Strom direkt aus deutschen Windkraftanlagen an Endkunden. Gewinnt diese Direktvermarktung außerhalb der Fördermechanismen an Fahrt, könnte der Anstieg der EEG-Umlage gebremst werden.
 
„Wir arbeiten intensiv daran, erneuerbare Energien in den Strommarkt zu integrieren“, sagt Barbara Schenk, Geschäftsführerin von juwi Green Energy. Und deshalb verkauft das Unternehmen, das bisher vor allem Windräder und Solarparks projektiert, seit Beginn dieses Jahres aktiv Ökostrom, der direkt aus einzelnen Windparks in Deutschland kommt. Weil allerdings der Verkauf nicht immer auf den direkten Umkreis der Windräder beschränkt ist, kann das Angebot nicht von Ausnahmeregelungen profitieren. „Wir zahlen die volle EEG-Umlage und alle Steuern und Abgaben“, sagt Schenk. Um dennoch ein attraktives Angebot zu machen, beträgt der Windstromanteil – der direkt aus regionalen Windparks kommt - bei juwi-Strom aktuell zwischen 15 und 30 %. Der Rest kommt aus Wasserkraft. Mit 26,5 Ct/kWh und 7,80 Euro monatlicher Grundgebühr liegt die Offerte sogar leicht unter dem anderer Ökostromanbietern, die ihren Strom komplett aus ausländischen Wasserkraftanlagen einkaufen. Juwi-Strom war bisher vor allem ein zusätzliches Angebot für Bürger, die in der direkten Nähe von Windparks des Unternehmens wohnen. Derzeit gibt es etwa 1 000 Abnehmer. Schenk will aber in den nächsten Jahren die Kundenzahl deutlich ausbauen: „Die Kunden legen Wert auf regionale Angebote und genau diesen Bedarf werden wir bedienen.“

Auch die Mainzer in.power arbeitet daran, noch in diesem Jahr über ihre Tochter grün.power GmbH regionale Stromprodukte mit Direktbelieferung auf den Markt zu bringen. Es sollen ebenso etwa 15 % Windstrom mit günstiger Wasserkraft – jedoch aus deutschen Landen – gemischt werden, um einen wettbewerbsfähigen Preis zu erreichen. „Wir werden eine zeitgleiche Belieferung aus regionalen Windparks anbieten und wollen in sechs Regionen starten“, sagt in.power-Geschäftsführer Josef Werum. Weil der „räumliche Zusammenhang“ als Voraussetzung für eine mögliche Steuerreduktion bei regionaler Vermarktung mit rund 4,5 km sehr eng und auch noch von Hauptzollamt zu Hauptzollamt unterschiedlich ausgelegt wird, versucht in.power diese Vorteile erst im zweiten Schritt umzusetzen. „Wir werden auf unseren Strom erst mal die kompletten Steuern und Umlagen zahlen“, sagt Werum. „Es würde aber Sinn machen, gegebenenfalls nach der Wahl bessere Bedingungen für die regionale Direktvermarktung von Ökostrom aus deutschen Anlagen zu schaffen. Je schneller dies gelingt, desto schneller können Strommengen aus der öffentlichen Förderung herausgenommen und in die ‚sonstige Direktvermarktung‘ überführt werden.“

 
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Montag, 09.09.2013, 09:01 Uhr