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Enerige & Management > Klimaschutz - Petersberger Dialog fordert umweltfreundliche Wirtschaftshilfen
Sicherheitsabstand und Videoübertragung beim Petersberger Klimadialog 2020 Foto: BMU/Christoph Wehrer
KLIMASCHUTZ:
Petersberger Dialog fordert umweltfreundliche Wirtschaftshilfen
Der Petersberger Klimadialog findet wegen der Corona-Krise am 27. und 28.4. als Videokonferenz statt. 30 Länder sind vertreten, darunter China und Indien, Deutschland ist Gastgeber.
 
Neben der Bundesregierung lädt auch Großbritannien zum Klimadialog, weil der
nächste Weltklimagipfel im schottischen Glasgow stattfinden soll. Thema der internationalen Klimaschutz-Gespräche in Berlin ist ein Weg, „wie die Weltgemeinschaft krisenfester und klimaverträglicher aus der akuten Corona-Pandemie herausgehen kann“, kündigte das Bundesumweltministerium an.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sprach bei einer internationalen Pressekonferenz vorab gemeinsam mit Prof. Nick Stern, Ökonom und Berater der britischen Regierung, und Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes (ITUC), über aktuell anstehende Maßnahmen. Anders als für die Corona-Pandemie habe man die „Impfstoffe“ für die Klimakrise bereits in Händen, sagte Schulze. Ein Umbau der Wirtschaft hin zu weniger Klimagasemissionen, die erneuerbare Energieerzeugung, Verkehr ohne Verbrennungsmotoren und effizientere Gebäude seien mögliche Maßnahmen.

Abkehr vom Kohlezeitalter

Nick Stern erinnerte daran, dass jetzt 200 Millionen Arbeitsplätze weltweit durch die Pandemie gefährdet seien. Der Ökonom forderte die Staaten auf, ihre Bürger zu unterstützen, damit nicht nach der Corona-Krise ein wirtschaftlicher Zusammenbruch folge. Allerdings plädierte auch er dafür, nicht weiter in die alte kohlenstoffbasierte Produktion und Konsumtion zu investieren.

Der britische Umweltminister Alok Sharma sagte als Gastgeber des nächsten Weltklimagipfels, die Staaten der Welt müssten weiter alles tun, um die Pariser Klimaschutzziele zu erreichen. Internationale Zusammenarbeit sei sowohl nötig, um die Corona-Krise zu bestehen als auch für die globalen Aufgaben des Klimaschutzes und des Erhalts der Biodiversität. „Wir haben keine Zeit zu verlieren“, mahnte Sharma.

Schulze lobte die Sofortmaßnahmen der Bundesregierung, um die Wirtschaft in der Krise zu stützen, warnte aber davor, die bereits beschlossenen Klimaschutzprogramme wegen Corona wieder aufzuweichen. Klimaschutz und Nachhaltigkeit sollten der „Kompass“ sein, an dem die wirtschaftliche Erholung ausgerichtet werden müsse. Sharan Burrow appellierte an die Industriestaaten, ärmere Länder mit Geld und Technologien beim Umbau der Wirtschaft zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu unterstützen, um langfristig mehr Gerechtigkeit auf der Welt zu erreichen.

 
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Montag, 27.04.2020, 12:34 Uhr