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Enerige & Management > Windkraft - Prokon will einzelne Windparks verkaufen
Bild: Fotolia.com, DeVIce
WINDKRAFT:
Prokon will einzelne Windparks verkaufen
Die finanziell angeschlagene Prokon Regenerative Energie GmbH will sich von einzelnen Windparks trennen, um das Kerngeschäft weiterführen zu können.
 
Prokon-Geschäftsführer Carsten Rodbertus räumte am 23. Januar Fehler ein, die sein Unternehmen in Schieflage gebracht hätten. Er wolle jedoch am Geschäftsmodell festhalten. „Wir glauben, dass wir auch in einem vorläufigen Insolvenzverfahren die Fortsetzung des Unternehmens herstellen können“, sagte Rodbertus in Itzehoe. „Die Fortführung des Kerngeschäfts, das ist das Windgeschäft, steht für mich außer Frage“, ergänzte der vorläufige Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin.

Mit dem Verkauf von Windparks - Rodbertus sprach von einem „gewissen Anteil“ des Portfolios - soll nun der Nachweis erbracht werden, dass es stille Reserven im Unternehmen gebe. Seiner Aussage zufolge wurden zwei Gespräche mit Marktteilnehmern über den Verkauf von Windparks geführt. Nach Unternehmensangaben verfügte der Windkraft-Finanzierer zum Jahresende 2013 über 303 Anlagen mit 504 MW Gesamtleistung.

Der Insolvenzantrag wurde laut Penzlin „aus Vorsichtsgründen“ gestellt. Ob eine Insolvenz vorliege, hänge von der rechtlich sehr schwierigen Frage ab, ob das fällige Genussscheinkapital von Anlegern als Forderung berücksichtigt werden müsse oder nicht. Drei Rechtsgutachter seien damit beauftragt worden, diese Frage in den kommenden Wochen zu klären. Weil für das Geschäftsjahr 2012 noch keine testierte Bilanz vorliegt, ist die wirtschaftliche Lage von Prokon derzeit unklar. Ob es bei dem Unternehmen ein Schneeballsystem gegeben habe, bei dem die Erträge der Anleger aus Neuanlagen bezahlt wurden, wollte Penzlin daher noch nicht beantworten. „Das hätte erhebliche zivil- und strafrechtliche Konsequenzen“, sagte der Insolvenzverwalter.

 
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Freitag, 24.01.2014, 10:42 Uhr