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Enerige & Management > Photovoltaik - Rasantes Solar-Wachstum unterstützt weltweite Energiewende
Bild: Jonas Rosenberger
PHOTOVOLTAIK:
Rasantes Solar-Wachstum unterstützt weltweite Energiewende
Der Verband der Ingenieure (VDI) bezeichnet die photovoltaische Stromerzeugung als eine Schlüsseltechnologie bei der Defossilierung der weltweiten Energiesysteme.
 
Die neue VDI-Publikation „Photovoltaik im Energiesystem“ bezeichnet die Technologie als „Joker der Energiewende“. „Photovoltaik kann maßgeblich die Reduzierung der Klimagasemissionen – idealerweise im Zusammenspiel mit der Windenergie – unterstützen“, erläutert Prof. Martin Kaltschmitt, Leiter des Instituts für Umwelttechnik und Energiewirtschaft der TU Hamburg und Vorsitzender des VDI-Fachausschusses für regenerative Energien.

Weltweit wachse der Markt für Photovoltaik rasant, begründet die Publikation. Im vergangenen Jahrzehnt habe die photovoltaische Stromerzeugung rund um den Globus um den Faktor 30 bis 35 zugenommen, während die Photovoltaikmodul- und -systempreise um rund 80 % gefallen seien. Ein vorhersehbares Ende sei noch nicht in Sicht. „Demzufolge wird der Photovoltaikmarkt auch außerhalb der staatlichen Förderregime stark wachsen“, prognostiziert Kaltschmitt.

Kosten für Solarenergie fallen weiter

Die Stromgestehungskosten aus Photovoltaik-Großanlagen seien enorm günstig. In Deutschland lägen sie derzeit schon unter 0,04 Euro/kWh. In Ländern mit einem höheren solaren Strahlungsangebot lägen die Gestehungskosten rund bei der Hälfte und teilweise sogar noch darunter. Die Langlebigkeit der Photovoltaikanlagen führe dazu, dass die Stromgestehungskosten künftig weiter sinken. Denn sie können ohne große Leistungseinbußen nach Auslaufen der Abschreibungsdauer weiter betrieben werden.

„Mit den dann nur noch anfallenden Betriebskosten sind Stromgestehungskosten von unter 0,01 Euro/kWh gut möglich“, erklärt Kaltschmitt. „Für Deutschland bedeutet das, dass die Photovoltaikanlagen, die aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz fallen, aus Kostensicht konkurrenzlos Strom ins Netz einspeisen können.“

Sonnenstrom künftig auch speicherbar

Auch wenn unter heutigen Bedingungen der Einsatz von Batterien als Energiespeicher nur begrenzt wirtschaftlich sei, könne sich das in den nächsten Jahren ändern. Sollten die Preise für Batterie- und für Photovoltaiksysteme weiter fallen, entstünde ein erhebliches Marktvolumen, prognostiziert Kaltschmitt. Zu solch einer Kostenreduktion von Batterien werde nicht zuletzt auch die hohe Nachfrage nach Elektromobilität beitragen.

Darüber hinaus könne Photovoltaikstrom auch zur Erzeugung von Wasserstoff genutzt werden. Dieser speichere langfristig und annähernd verlustfrei Energie. Bisher seien die Kosten für nahezu alle Anwendungsfelder von strombasiertem Wasserstoff jedoch trotz verfügbarer Förderinstrumente noch sehr hoch. Die jüngst beschlossene nationale Wasserstoffstrategie wolle das erfreulicherweise ändern. Sie habe unter anderem zum Ziel, die Bereitstellungskosten für strombasierten Wasserstoff durch Technologieentwicklungen zu reduzieren.

Die VDI Publikation Photovoltaik   steht als PDF zum Download bereit.

 
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