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Enerige & Management > Regulierung - Regeln zum "Redispatch 2.0" im Strommarkt veröffentlicht
Bild: Fotolia.com, Bertold Werkmann
REGULIERUNG:
Regeln zum "Redispatch 2.0" im Strommarkt veröffentlicht
Die Bundesnetzagentur hat erste Marktregeln für die Umsetzung des sogenannten Redispatch 2.0 erlassen. Sie ordnen den bilanziellen Ausgleich und den digitalen Informationsaustausch.
 
Mit den Marktregeln für den „Redispatch 2.0“ hat die Bundesnetzagentur am 6. November die Basis für einen erfolgreichen Start des bilanziellen Ausgleichs für Einspeisemanagement-Maßnahmen im Herbst kommenden Jahres gelegt. Die Behörde erinnert zugleich, dass ab 1. Oktober 2021 die gesetzliche Pflicht besteht, alle Redispatch-Maßnahmen bilanziell auszugleichen.

Unter Redispatch versteht man eine kurzfristige Änderung des Kraftwerkseinsatzes auf Anordnung eines Netzbetreibers zur Vermeidung von Netzengpässen. Bisher gleichen die Netzbetreiber Ungleichgewichte in Bilanzkreisen aus. Die Redispatch-Maßnahmen greifen jedoch nur bei größeren konventionellen Kraftwerken, nicht jedoch bei einer Abregelung von erneuerbarer Stromproduktion – dem sogenannten Einspeisemanagement.

Auch erneuerbare Anlagen im Redispatch 2.0

Im Zuge des „Redispatch 2.0“ wird der bilanzielle Ausgleich von allen Redispatch-Maßnahmen gesetzlich vorgeschrieben, also auch für das Einspeisemanagement. Dies sei eine Hilfe für betroffene Direktvermarkter und unterstütze die Systemsicherheit, da der bilanzielle Ausgleich koordiniert durchgeführt werden kann.

Die Bundesnetzagentur verweist darauf, dass der bilanzielle Ausgleich aller Redispatch-Maßnahmen eine große Herausforderung darstellt. Die Zahl der betroffenen Anlagen erhöht sich dadurch um ein Vielfaches. Hinzu komme, dass viele Anlagen für erneuerbare Produktion abhängig von Wind oder Sonne sind, sodass ihre Einspeisung schwerer plan- und vorhersehbar ist.

Bilanzierungsmodelle und Prozessbeschreibungen

Um dennoch den gezielten bilanziellen Ausgleich zu ermöglichen, setzt die Bundesnetzagentur mit ihrer Festlegung den notwendigen Rahmen. Sie regelt, wie der bilanzielle Ausgleich berechnet und durchgeführt wird. Mit zwei „Bilanzierungsmodellen“ kann unterschieden werden, ob für die Einspeisung verbindliche Fahrpläne vorliegen oder nicht.

Darüber hinaus regelt die Festlegung die Grundlage für eine digitale Kommunikation der beteiligten Unternehmen. Dies beginnt mit der Übermittlung der notwendigen Daten und Fahrpläne, setzt sich mit dem eigentlichen Redispatch-Abruf fort und endet mit der Durchführung des bilanziellen Ausgleichs. Die dafür notwendigen Prozessbeschreibungen basieren im Wesentlichen auf Entwürfen des BDEW.

Weitere Festlegungsverfahren

Die jetzt getroffene Entscheidung steht im Zusammenhang mit drei weiteren Festlegungsverfahren, die den Rahmen für das „Redispatch 2.0“ weiter ergänzen. Sie betreffen die Bestimmung der sogenannten Mindestfaktoren, die den Einspeisevorrang von erneuerbaren und KWK-Strom steuern, die Koordinierung der Netzbetreiber untereinander sowie die Verbesserung der Informationsgrundlage der Netzbetreiber.

Die Netzbetreiber und Bilanzkreisverantwortlichen müssen nun diese Regelungen umsetzen, damit der bilanzielle Ausgleich pünktlich zum 1. Oktober 2021 starten kann.

Die Festlegung Redispatch 2.0   ist auf der Website der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

 
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Freitag, 06.11.2020, 16:14 Uhr