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Enerige & Management > Bilanz - Rheinenergie fährt voll auf E-Mobility ab
Bild: Fotolia.com, Rynio Productions
BILANZ:
Rheinenergie fährt voll auf E-Mobility ab
Mit ausgewählten Partnerschaften schert der größte Regionalversorger aus dem Rheinland bei der Elektromobilität auf die Überholspur aus.
 
Mit durchweg gesunden Bilanzzahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr hat die Kölner Rheinenergie AG ihre Position als einer der führenden Energieversorger hierzulande untermauert. Den auf 4,33 Mrd. Euro gestiegenen Gesamtumsatz in der Rheinenergie-Gruppe und den Unternehmensgewinn von 160 Mio. Euro kommentierte Finanzvorstand Dieter Hassel als „zufriedenstellendes Ergebnis“. Er ließ allerdings offen, ab welchen Summen er von einem „guten“ Abschluss gesprochen hätte.

Auf jeden Fall profitierte der Kölner Regionalversorger, der zu den bundesweit größten Stadtwerken zählt, vor allem von Zuwächsen im Energiehandel, hausinternen Optimierungsmaßnahmen und – bilanziell gesehen – von der Auflösung von Rückstellungen. Deutlich zulegen konnte die Rheinenergie-Gruppe im Stromverkauf, dagegen blieb der Gas- und Wärmeabsatz angesichts des letztjährigen Supersommers unter dem Vorjahresniveau.

Dass die Rheinländer angesichts der „angespannten Wettbewerbssituation“ (O-Ton Vertriebsvorstand Achim Südmeier) im klassischen Energiegeschäft mit neuen Aktivitäten punkten und verdienen wollen, liegt auf der Hand. So baut das Unternehmen seine Aktivitäten bei der Elektromobilität deutlich aus. In der Domstadt sollen in diesem Jahr – zu den bereits bestehenden 300 – allein 200 weitere öffentliche Ladepunkte dazukommen. Vor allem will der Kölner Energieversorger zusammen mit dem Gebäude- und Industriedienstleister Spie Deutschland als strategischem Partner das Geschäft für die Ladeinfrastruktur im E-Mobilitätssektor aufmischen.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen "TankE GmbH" solle künftig zu den bundesweit führenden Anbietern von E-Mobilitätslösungen zählen, kündigte Rheinenergie-Chef Dieter Steinkamp an. Im Fokus hat Tank-E nicht nur „Bündelkunden“ wie beispielsweise Parkhausbetreiber oder Lebensmitteldiscounter, sondern auch Kommunen und Stadtwerke. Sozusagen als Morgengabe bringt Rheinenergie in diesen Joint Ventures nicht nur die im vergangenen Jahr gegründete Marke „TankE“ mit, sondern auch die 20 Stadtwerke, die sich in den vergangenen Monaten zu dieser Plattform zusammengeschlossen haben.

Für die neue E-Mobility-Offensive kann Rheinenergie auf das bereits mit Partnern im Jahr 2016 gründete Tochterunternehmen „ChargeCloud“ zugreifen, das unter anderem den Betrieb und die Abrechnung von Ladesäulen managt.
Um die Elektromobilität sozusagen vor der eigenen Haustür in Köln auszubauen, kommt Rheinenergie in Kürze mit zwei Neuerungen auf den Markt. So starten nun auch die Domstädter einen Verleihservice von E-Rollern in ausgewählten Stadtteilen.

"Rhingo“ haben die Domstädter ihren Roller getauft, von dem beim Start 200 Flitzer zur Verfügung stehen sollen. Die Preise und Ausleihkonditionen wollen die Kölner Anfang Juli vorstellen. „Wir wollen aber nicht teurer als unsere Düsseldorfer Kollegen sein, bei denen wir uns über ihre Erfahrungen mit ihrem Eddie-Roller informiert haben“, kündigte Steinkamp an. Angesichts der guten Beziehungen zwischen Köln und Düsseldorf verwundert es nicht, dass Rhingo und Eddie baugleich sind.

Demnächst können Kölner Bürger über die Rheinenergie auch ein E-Auto bestellen, und zwar den "eGo", das von dem gleichnamigen Unternehmen in Aachen entwickelte kleine Stadtauto. Neben der Vermittlung des E-Fahrzeugs wollen die Kölner im Paket auch Lademöglichkeiten und einen Stromvertrag anbieten. „Abhängig vom Umfang des Pakets wird die Monatsgebühr zwischen 250 und 400 Euro liegen“, deutete Steinkamp an.

Bei all den gezielt auf der Bilanzpressekonferenz verkündeten Neuigkeiten rund um die Elektro-Mobilität ging eine Entwicklung fast unter: Die von den Rheinländern zusammen mit den Stadtwerken Soest zu Jahresbeginn vorgestellte Plattform für grüne Regionalstromtarife entwickelt sich besser als gedacht: „Ich gehe davon aus, dass wir bis Jahresende rund 30 Stadtwerke schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen als Partner für unsere Plattform gewonnen haben“, ließ Vertriebsvorstand Südmeier gegenüber E&M durchblicken. Keine andere White-Label-Lösung für die seit Jahresbeginn möglichen regionalen Ökostromangebote hätte damit einen größeren Zulauf.

Geschäftszahlen Rheinenergie AG
 
Zeitraum 2018 2017
Umsatz in Mrd. Euro 2,381 2,438
EBIT in Mio. Euro 185 177
Stromabsatz in Mrd. kWh 17,047 17,728
Erdgasbsatz in Mrd. kWh 6,888 8,210
Zahl der Mitarbeiter 2 972 3 022

 
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Montag, 24.06.2019, 16:18 Uhr