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Enerige & Management > Baden-Württemberg - Solarbündnis im Ländle erhöht Druck auf Regierungskoalition
Bild: Fotolia, aldorado
BADEN-WÜRTTEMBERG:
Solarbündnis im Ländle erhöht Druck auf Regierungskoalition
Vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg im Frühjahr verstärkt eine breite Initiative zum Solarausbau den Druck auf die Regierungsparteien. Ziel ist der Zubau um 1.000 MW jährlich.
 
Wenn zwei von Verdopplung sprechen, meinen sie noch lange nicht dasselbe. Was den Zubau von Solaranlagen in Baden-Württemberg angeht, liegen die Ziele der grün-schwarzen Landesregierung und des Branchenverbands "Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg" noch weit auseinander. Der Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) möchte den Ausbau bis zum Jahr 2030 insgesamt verdoppeln. Das wären 11.000 MW an installierter Leistung. Die "Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg" (Plattform EE BW) will dann bereits bei mehr als 17.000 MW angekommen sein. Sie strebt einen jährlichen Zubau vom Doppelten des zuletzt erreichten Wertes an, der bei rund 500 MW lag.

Für ihr Ziel hat die Plattform nun offiziell die "1.000-Megawatt-Solarkampagne" gestartet, um ein noch breiteres Bündnis auch mit Stadtwerken und Unternehmen für die ambitionierten Forderungen zu schmieden. Die Kampagne unterstützen aktuell bereits neben Branchenvertretern die Landesgliederungen von Handwerks- und Gemeindetag, des Verbands der Energie- und Wasserwirtschaft (VfEW) sowie des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU).
  Über Änderungsanträge ins Wahlprogramm der Grünen?

Der Kampagnen-Beginn erfolgt passend zum bevorstehenden Landesparteitag der Grünen am 12. und 13. Dezember. "Wir hoffen, dass die Grünen das 1.000-Megawatt-Ziel noch über Änderungsanträge ins Wahlprogramm aufnehmen", sagt Plattform-Geschäftsführer Franz Pöter gegenüber E&M. Mit dem Juniorpartner CDU seien die Gespräche auf einem guten Wege, so Pöter, die Partei habe "Wohlwollen signalisiert", das Ausbauziel im Januar entsprechend ins Wahlprogramm aufzunehmen.

Durch den stärkeren Ausbau der Solarenergie soll laut Plattform EE BW "Strom aus Photovoltaikanlagen bis 2030 die wichtigste Energiequelle im Südwesten werden". Wenn Umweltminister Franz Untersteller seine Pläne nach oben korrigiere, sei das auch ein starkes Signal in die Fläche, so Pöter. Landräte und Regionen würden für eigene Initiativen so stärker in die Pflicht genommen. Der Geschäftsführer der Plattform EE BW blickt allerdings mit etwas Sorge nach Berlin, wo das neue Gesetz über die erneuerbaren Energien dem schnelleren Ausbau einige Hürden in den Weg stellen könnte. Obligatorische Ausschreibungen für Dachanlagen ab 500 kWp seien kontraproduktiv.

Die Plattform EE BW ist davon überzeugt, dass ein Zubau von 1.000 MW realistisch ist. Diesen Zubau habe es zum Beginn der vergangenen Dekade bereits gegeben. Die Politik müsse nur "die Handbremse lösen", so Jörg Dürr-Pucher, Vorsitzender der Plattform EE BW. Für das kommende Jahr gibt der Verband das Ziel vor, Module mit 700 MW auf Dächern und an Fassaden zu installieren sowie weitere 300 MW in Solarparks und auf Überdachungen großer Parkplätze anzubringen. 2030 könnten die in Baden-Württemberg angepeilten gut 17.000 MW dann 17 Mrd. kWh Solarstrom erzeugen, womit knapp ein Viertel des aktuellen Stromverbrauchs im Bundesland abgedeckt wäre. Das sei Voraussetzung, um die Elektromobilität mit Grünstrom zu versorgen und auch ausreichend grünen Wasserstoff für Lkw, Stahlwerke und Gießereien zu produzieren.

 
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Donnerstag, 10.12.2020, 13:48 Uhr