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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Störung von Drehfunkfeuern wird genauer berechnet
Bild: Jonas Rosenberger
WINDKRAFT ONSHORE:
Störung von Drehfunkfeuern wird genauer berechnet
Die Deutsche Flugsicherung modifiziert zum 1. Juni ihre Formel zur Berechnung der Störung von Drehfunkfeuern durch Windkraftanlagen. Große Veränderungen sind aber nicht zu erwarten.
 
In dem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt „WERAN plus“ haben die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und ihre Projektpartner die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Doppler-Drehfunkfeuer (DVOR) untersucht, teilte das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung mit.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) legt für DVOR einen Anlagenschutzbereich von üblicherweise 15 Kilometern fest, der sich in zwei Zonen gliedert: Im Umkreis von drei Kilometern zu den Drehfunkfeuern sind keine Windenergieanlagen zulässig. In einem Radius von 15 Kilometern trifft das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) eine Einzelfallentscheidung. Dabei wird auch eine Berechnungsformel angewendet. 

Die Genauigkeit dieser Berechnungsformel wurde im Projekt Weran Plus untersucht. Dabei wurden Windkraftanlagen mit Drohnen aus der Luft angeflogen, um deren Wechselwirkung mit den Flugnavigationsanlagen zu überprüfen. 

Auf Grundlage der Ergebnisse wurde die von der DFS entwickelte Berechnungsformel in Zusammenarbeit mit der PTB weiterentwickelt und angepasst. Grundlegende Veränderungen seien aber nicht zu erwarten, betonte eine Sprecherin des BAF auf Anfrage von E&M: „Ich denke, dass die neue Berechnungsmethode in Einzelfällen durchaus dazu führen kann, dass Projekte genehmigt werden können, weil die neue Methode differenzierter als die bisherige ist und genauer auf die äußeren Umstände von Windkraftanlagen eingeht.“ Das müsse die Praxis aber erst noch zeigen. Ein genereller Trend zu einer erleichterten Genehmigung von Windturbinen lasse sich nicht ableiten.

Einer Umfrage der Fachagentur Windenergie vom Ende des vergangenen Jahres zufolge können etwa 770 Windenergieanlagen aufgrund von Konflikten mit Doppler-Drehfunkfeuern nicht realisiert werden. 

Drehfunkfeuer senden zwei unterschiedliche Funksignale aus, aus deren zeitlichem Versatz ein Empfänger im Flugzeug die Richtung zum Drehfunkfeuer ermitteln kann.

 
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