• Neue Ansätze für einfacheren Rollout
  • SF6 in der Energiebranche weiter auf dem Vormarsch
  • Solarkraftwerke auf Braunkohleflächen
  • Digitalisierung für zeitgemäße Immobilienverwaltung
  • Wuppertal will Wasserstoff-Busflotte verdoppeln
  • Rohstoffhunger nach wichtigen Metallen für Lithium-Ionen-Batterien
  • Festere Notierungen bei Strom, Gas und CO2
  • Erneuerbaren-Verband rechnet mit Laschets Windkraft-Plänen ab
  • Neuer Zeitplan für Zellfertigung in Münster
  • Industriekunden: VIK-Basisindex im Mai weiter gestiegen
Enerige & Management > Marktkommentar - Strom und CO2 am Terminmarkt fester
Bild: E&M
MARKTKOMMENTAR:
Strom und CO2 am Terminmarkt fester
Wir geben Ihnen einen tagesaktuellen Überblick über die Preisentwicklungen am Strom-, CO2- und Gasmarkt.
 
STROM: Überwiegend fester hat sich der deutsche OTC-Strommarkt auch am Dienstag gezeigt. Für den Day-ahead allerdings gingen die Preise zurück. Der Base gab 2,00 auf 69,7  Euro je Megawattstunde nach. Der Peak sank um 3,75 auf 71,75 Euro je Megawattstunde. Laut dem europäischen Wettermodell ist für Mittwoch mit etwas mehr Windeinspeisung zu rechnen als am Berichtstag. Insgesamt dürfte aber der Beitrag der Erneuerbaren zur Stromgewinnung in Deutschland bis einschließlich Sonntag gering bleiben. Mit mehr als 12.000 MW täglich ist nicht zu rechnen. Zudem sind unterdurchschnittlichen Temperaturen zu erwarten, die auch für den Rest des Mais bestehen bleiben sollen. 

Am langen Ende des Strommarktes zeigte sich das Cal 22 mit einem Plus von 0,65 auf 64,85 Euro. Die entsprechenden Impulse kamen vor allem vom CO2-Markt, wo der Dec 21 am Nachmittag weiter hinzugewann. 
 
CO2: Fester hat sich der CO2-Markt am Dienstagnachmittag gezeigt. Der Dec 21 gewann bis gegen 15.40 Uhr 0,45 auf 52,65 Euro je Tonne hinzu. Umgesetzt wurden bis zu diesem Zeitpunkt 29 Mio. Zertifikate. Das Tageshoch lag bei 52,97 Euro, das Tief bei 51,37 Euro. Am Vormittag waren 3,29 Mio. Zertifikate zum Preis von 51,59 Euro zugeschlagen worden. Die Cover Ratio betrug 1,59. Der Markt hatte am Dienstag zunächst auf negativem Territorium begonnen. Erst nach der Auktion um 11.00 Uhr ging es aufwärts, sodass am Nachmittag Preise deutlich oberhalb des Vortages-Schlusses erreicht wurden.

Mit fast 53 Euro je Tonne notierten die CO2-Preise am Montag und Dienstag mit neuen Allzeithochs. Verantwortlich dafür sind laut Angaben der Commerzbank die "üblichen Verdächtigen", wie etwa steigende Gaspreise, anhaltend hohes Interesse der Investmentfonds und das starke Preismomentum nach dem Durchbrechen der psychologisch wichtigen Marke von 50 Euro. Die voraussichtlich niedrigeren Temperaturen in den kommenden Wochen und der "Windmangel" trugen ebenfalls dazu bei. Trotz des starken Rückenwindes auch von der Politik sieht die Commerzbank den CO2-Markt aktuell als überhitzt an und rechnet mit einem Rücksetzer.

MBI Research prognostiziert eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Mit Blick auf die Calls am Optionsmarkt sei die Marke von 50 Euro eine starke Unterstützung. Auch mit einem Ausübungspreis von 55 Euro seien viele Optionen im Markt. Auch diese Marke könne deshalb noch im laufenden Quartal genommen werden, so MBI Research weiter. 
 
ERDGAS: Für die europäischen Gaspreise ging es am Berichtstag im Konvoi sehr fester CO2-, Kohle- und Strompreise zumeist weiter bergauf. Der Day-ahead am kontinentaleuropäischen Leitmarkt TTF verlor allerdings bis gegen 16 Uhr 0,06 auf 25,34 Euro je Megawattstunde. Der Frontmonat Juni gewann 0,45 auf 25,45 Euro. Im deutschen Marktgebiet Gaspool ging es für den Juni um 0,25 auf 25,00 Euro nach unten.
 

Marie-Therese Pfefferkorn
© 2021 Energie & Management GmbH
Dienstag, 11.05.2021, 17:31 Uhr

Mehr zum Thema