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Enerige & Management > Wasserstoff - Toyota springt auf Wasserstoffzug auf
Der Zug FV-E991 der japanischen Eisenbahngesellschaft JR East ist Basis für den geplanten Wasserstoffzug Hybari. Bild: Toyota
WASSERSTOFF:
Toyota springt auf Wasserstoffzug auf
Der japanische Autobauer Toyota will unter anderem mit dem Technologiekonzern Hitachi einen Wasserstoffzug auf die Gleise bringen. 
 
Wie Toyota verkündete, hat das Unternehmen zusammen mit Hitachi und der Eisenbahngesellschaft Ostjapans „JR East“ eine Vereinbarung für die gemeinsame Entwicklung von Wasserstoffzügen getroffen. Der geplante Wasserstoffzug trägt die Modellbezeichnung „Hybari“ − „Hydrogen-Hybrid-Advanced Rail vehicle for Innovation". Den Testbetrieb des Wasserstoffzuges visieren die Partner laut dem japanischen Autobauer für den März 2022 an.

Die Kompetenzen sind klar verteilt: Wie Toyota mitteilt, stellt JR East die Entwicklungs- und Fertigungstechnologien für Schienenfahrzeuge. Auf einem Zug der Baureihe „FV-E991“ von JR East soll der neue Zug basieren. Das Hybridantriebssystem inklusive Konverter und Batterie kommt vom japanischen Technologiekonzern Hitachi. Das Unternehmen Toyota liefert für den Zug die Brennstoffzelleneinheit, wie sie bereits in seinem Pkw-Modell „Mirai“ und im Bus „Sora“ im Einsatz ist.

„Ziel der Partner ist es, die in Automobilen verwendeten Brennstoffzellen für den Einsatz in Schienenfahrzeugen zu adaptieren“, heißt es seitens Toyota. Das Prinzip: Die Brennstoffzelle im Zug wandelt den in 20 Tanks mitgeführten Wasserstoff durch die Reaktion mit Sauerstoff in elektrische Energie um. Über das Hybridantriebssystem wird diese an die Traktionsmotoren geleitet. Zudem soll der Strom in einer Lithium-Ionen-Batterie mit 24​0 kWh gespeichert werden.
 
Schema zum Wasserstoffzug-Projekt von Toyota und Partnern
Grafik: Toyota

Toyota folgt mit dem Projekt dem Siemens-Konzern: Anfang Oktober haben die Siemens-Zugsparte Mobility und die kürzlich an die Börse gegangene Abspaltung Siemens Energy eine Vereinbarung unterzeichnet, gemeinsam Wasserstoffsysteme für Züge anzubieten. 

Der erste Regionalzug, der mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetrieben worden ist, ist der „Coradia iLint“ des französischen Unternehmens Alstom. Seit Mai dieses Jahres fährt er in Niedersachsen im Regelbetrieb. Auch in anderen Bundesländern sind die emissionsfreien Züge im Kommen: In Hessen sollen im Rhein-Main-Verkehrsverbund 27 Brennstoffzellenzüge zum Fahrplanwechsel 2022/2023 auf die Schienen gesetzt werden. Weitere Züge folgen zwei Jahre später im bayerischen Mühldorf. 

 
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Mittwoch, 07.10.2020, 11:56 Uhr