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Enerige & Management > IT - DB Energie unterstützt die Versorger-Allianz 450
Bild: Sergey Nivens / Fotolia
IT:
DB Energie unterstützt die Versorger-Allianz 450
Die Energiewirtschaft bemüht sich weiter um die 450-MHz-Frequenz. Es ist aber immer noch nicht geklärt, ob die Branche sie überhaupt zugewiesen bekommt.
 
Am 31. Dezember 2020 laufen die derzeit vergebenen Lizenzen für das 450-MHz-Netz aus. Aktuell besitzt die Deutsche Telekom eine solche Lizenz, nutzt sie aber nicht. Das Unternehmen 450 Connect ist ebenfalls Lizenzinhaber. Die Tochtergesellschaft des niederländischen Strom- und Telekommunikationsnetzbetreibers Alliander baut derzeit gemeinsam mit neun kommunalen Netzbetreibern regionale Funknetze auf, die zum Teil schon im Wirkbetrieb sind. Ziel ist allerdings, ein bundesweites 450-MHz-Netz auf LTE-Basis zu etablieren. Dazu benötigt das Unternehmen aber auch nach 2020 noch eine Lizenz.

Synergien beim Aufbau von Funknetz und Schienennetz

Um diese bemüht sich auch die "Versorger-Allianz 450". Unter Federführung der Bonn-Netz GmbH repräsentiert der Verein 150 Energie- und Wasserversorgungsunternehmen aus ganz Deutschland − Unternehmen verschiedener Größe, die zum Teil selbst Telekommunikationstöchter haben. Daraus soll ein Joint Venture hervorgehen, das sich um eine 450-MHz-Lizenz bewirbt.

Mit DB Energie verzeichnet die Versorger-Allianz nun einen prominenten Neuzugang, der für ein eigenes 7.700 Kilometer langes Bahnstrom-Verteilnetz verantwortlich sei, heißt in einer Mitteilung des Vereins. „Bei den notwendigen Maststandorten werden sich Ver- und Entsorgerflächen mit denen der DB sicher ergänzen, sodass der notwendige Bedarf mehr als gedeckt ist“, erklärt Theo Waerder.

Gegebenenfalls seien auch mit den aktuell geplanten Investitionen in das bundesdeutsche Schienennetz Synergieeffekte beim Ausbau des Funknetzes zu heben, so der Vorstand des Vereins, der auch Geschäftsführer der Bonn-Netz GmbH ist. Über das neue Mitglied der Versorger-Allianz ist er besonders glücklich, weil es damit neben den kritischen Infrastrukturen Elektrizität, Gas, Wärme, Trinkwasser und Abwasserentsorgung auch eine Verbindung zum Schienenverkehr gebe.

Mit dem von der Versorger-Allianz geplanten LTE-450-MHz-Netz würde so auch eine schwarzfallfeste Kommunikationsplattform für einen weiteren Bereich kritischer Infrastruktur geschaffen. „Zukünftige Kooperationen mit der BDBOS und der Bundeswehr würden dieses Bild natürlich weiter vervollständigen.“ Mit BDBOS ist die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben gemeint. Diese haben, wie auch die Bundeswehr, ebenfalls Anspruch auf das 450-MHz-Netz angemeldet.

Energiewirtschaft bekräftigt Angebot zur Kooperation


Welchem Sektor letztlich die Frequenz zugewiesen wird ist derzeit noch offen. Mit seiner Kooperationsofferte erneuert Waerder nun das Angebot zur Zusammenarbeit, das die Energiewirtschaft bereits zuvor über ihre Verbände an die Konkurrenz aus dem Bund gerichtet hatte.

Die erste Offerte war bei den Behörden allerdings nicht auf Begeisterung gestoßen. Vielmehr hatte sie dazu geführt, dass BDBOS-Präsident Andreas Gegenfurtner seinerseits in einem offenen Brief an die Energiewirtschaft schrieb, mit Blick auf die Energiewende sei er überzeugt, dass es für die Branche vielfältige Alternativen zu einem 450-MHz-Netz gebe, sie könne aber ein 450-MHz-Netz der Bundesbehörden mit nutzen. Das wurde von der Energiewirtschaft als nicht praktikabel abgelehnt.

In dem nun seit Monaten mehr oder weniger heftig geführten Konkurrenzkampf um eine Zuweisung der Lizenz hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eine Art Vermittlerrolle eingenommen. In einer interministeriellen Abstimmung mit dem Bundeswirtschafts-, Bundesinnen- und Bundesverteidigungsministerium soll entschieden werden, welcher Sektor den Zuschlag bekommt.

Nach der Zuweisung läuft das Zuteilungsverfahren im Fall einer zivilen Nutzung dann über die Bundesnetzagentur. Angesichts der Ende dieses Jahres auslaufenden Lizenzen kann sich die Politik mit der Entscheidung jedenfalls nicht mehr viel Zeit lassen.

 
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