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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Adwen streicht jede zweite Stelle in Bremerhaven
Bild: Fotolia.com, zentilia
WINDKRAFT OFFSHORE:
Adwen streicht jede zweite Stelle in Bremerhaven
Vom ehemaligen Hersteller von Offshore-Windturbinenhersteller verbleibt nur eine kleine Restmannschaft, die künftig Wartungs- und Serviceaufgaben übernehmen soll.
 
Mit einem Stellenabbau hatten die Mitarbeiter des ehemaligen Herstellers von Offshore-Windturbinen, Adwen, am Standort Bremerhaven gerechnet, nicht aber in dieser Heftigkeit: Bis 2020 sollen mehr als die Hälfte der verbliebenen 480 Stellen in Deutschland gestrichen werden, teilte die Unternehmensleitung jüngst mit. Vor gut einem Jahr hatte Adwen noch 1 200 Mitarbeiter beschäftigt.

Neue Anlagen werden in dem Bremerhavener Werk bereits seit Monaten nicht mehr gefertigt, es fehlen Folgeaufträge. Die 70 Anlagen, die im vergangenen Jahr für den Iberdrola-Offshore-Windpark Wikinger in der Ostsee gefertigt worden sind, dürften die letzten Maschinen sein, die die Werkshallen verlassen haben. Die verbleibenden Mitarbeiter sollen künftig die Wartung und den Service der Offshore-Windturbinen übernehmen, die neben Wikinger in den Nordsee-Projekten Borkum West/Baustufe 1, Global Tech 1 sowie in einem Teil des Testfeldes Alpha Ventus eingesetzt sind. „Das Fehlen neuer Aufträge hat uns in diese schwierige Lage gebracht“, betonte Adwen-Finanzchef Hans-Rolf Huppert in einer Unternehmensmitteilung.

Aus hat sich angedeutet

Das Aus für das Bremerhavener Werk hat sich bereits in den vergangenen anderthalb Jahren abgezeichnet, nach dem der Siemens-Konzern, infolge des Zusammengehens mit der Windsparte des spanischen Windturbinenherstellers Gamesa, Adwen übernommen hatte. Ursprünglich hatte Adwen je zur Hälfte dem französischen Energiekonzern Areva und Gamesa gehört. Nachdem Areva seine Anteile an Gamesa verkauft hatte, waren die Spanier zwischenzeitlich alleiniger Eigentümer – aber nur bis Siemens sich 2016 mit Gamesa zusammenschloss.

Siemens hält an der neuen Gesellschaft Siemens Gamesa Renewable Energy 59 %. Zudem hatte sich Siemens bereits 2015 für den Bau einer eigenen Fertigungsstätte für Offshore-Windturbinen im rund 35 Kilometer entfernten Cuxhaven entschieden, sprich die Aussichten, dass Siemens Interesse an einem zweiten Produktionswerk in der Nähe haben würde, waren daher gering.

Die Adwen-Geschäftsführung will jetzt mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan verhandeln. Vorstellbar ist, dass ein Teil der bisherigen Mitarbeiter eine Anstellung im Siemens-Werk in Cuxhaven findet.

Mit dem Aus für Adwen gibt es in Bremerhaven nur noch einen Hersteller von Offshore-Windenergielagen. Allerdings ist auch die Zukunft des Werks von Senvion ungewiss. Bis Ende 2019 haben Mitarbeiter und Konzernleitung bekanntlich eine Standortsicherung vereinbart. Wie und ob es danach weitergeht, steht allerdings in den Sternen. Auch Senvion fehlen Aufträge für weitere Offshore-Windprojekte. Derzeit versucht das Unternehmen zusammen mit Partner, eine Anlage in der Größenordnung von 10 plus X MW zu entwickeln. Wann die Anlage allerdings auf den Markt kommt, ist offen.

 
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Donnerstag, 28.06.2018, 10:26 Uhr