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Enerige & Management > Stromnetz - Algorithmen optimieren das Verteilnetz
Bild: Miredi / Fotolia
STROMNETZ:
Algorithmen optimieren das Verteilnetz
Eine automatisierte und optimierte Netzausbauplanung im Niederspannungsverteilnetz ist das Ziel im Forschungsprojekt "DiGo". 
 
Durch die Energiewende müssen zusätzliche Erzeugungsanlagen und Verbraucher in die Verteilnetze integriert werden, was den Bedarf an Netzausbauplanungsmaßnahmen erhöht. Zugleich wurden für die Netzintegration Smart Grid-Technologien entwickelt, die eine aktive Steuerung von Verteilnetzen erlauben. Für Netzplaner besteht die Herausforderung sowohl in einem erhöhten Planungsaufkommen als auch in der höheren Komplexität durch die zusätzlichen Technologien.

Das Ende 2018 vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und Partnern gestartete Projekt DiGO (distribution grid optimization) soll die Netzausbauplanung im Niederspannungsverteilnetz automatisieren und optimieren. Das Fraunhofer ISE entwickelt dazu Algorithmen zur optimierten Netzausbauplanung. Das Ziel ist, die Netzentgelte und damit auch die Kosten für den Endkunden zu senken. 

"Der Netzausbau wird in Zukunft deutlich vielschichtiger werden. Durch die intelligente Nutzung von Flexibilitäten und Smart Grid-Technologien können Netzausbau und damit Kosten vermieden werden", erklärt Projektleiter Wolfgang Biener. Ein weiteres Ziel neben der Verringerung des Netzausbaubedarfs ist die zuverlässige Vermeidung von Netzüberlastungen.

Das heute bei Netzbetreibern gängige Vorgehen bei der Netzplanung basiert auf Erfahrungswerten. DiGO erweitert die Netzplanung um Messungen, um Netzbelastungen präziser abzuschätzen. Liegen nicht genügend Messungen vor, werden Teilnehmer im Netz soweit als möglich mit frei verfügbaren Daten charakterisiert, sodass mit dem Lastprofilgenerator "synPRO" des Fraunhofer ISE möglichst spezifische Lastprofile generiert werden können.

Auf Basis der erforschten Netzausbauplanungsalgorithmen soll mit dem Softwarehersteller Adapted Solutions ein Netzplanungstool entwickelt werden. Ein Funktionsmuster der entwickelten Software wird von den Stadtwerken Wolfhagen in der Praxis getestet. Das von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt läuft bis August 2021.

 
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