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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Bestellungen für E-Busse vervierfachen sich
Bild: scharfsinn86 / Fotolia
ELEKTROFAHRZEUGE:
Bestellungen für E-Busse vervierfachen sich
Städtische Verkehrsbetriebe in Deutschland wollen verstärkt auf Elektrobusse setzen: In diesem Jahr sind bisher 3 243 neue Fahrzeuge geordert worden.
 
Die angekündigten Beschaffungen haben sich damit im Vergleich zu Ende 2017 vervierfacht. Das geht aus dem zweiten „E-Bus-Radar“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC hervor. Während diese Anschaffungen für die kommenden Jahre (bis 2040) vorgesehen sind, sollen 400 Fahrzeuge bereits 2019 auf die Straßen der Innenstädte kommen.

„Ob diese Stückzahl tatsächlich geliefert werden kann, wird noch spannend“, erklärt dazu Alfred Höhn, Leiter Government/Public bei PWC. Als weiteren Knackpunkt nannte er die Finanzierung, zumal auch der Aufbau der Ladestrukturen umfangreiche Investitionen erfordert. Ein herausragendes Jahr in der bisherigen Orderliste stellt übrigens 2025 mit 544 Beschaffungen dar.

Top-Städte hinsichtlich der E-Bus-Planungen sind Berlin mit 1 590 Ankäufen sowie Kiel, Wiesbaden und Bremen mit mehr als 200 sowie Nürnberg (160) und Hamburg (117). Berlin will damit die komplette Flotte auf E-Busse umstellen.

Der Aufholbedarf in Sachen E-Mobilität im öffentlichen Nahverkehr ist allerdings auch gewaltig: Von den 40 000 Bussen in Deutschland sind zurzeit gerade einmal 608 mit alternativen Antrieben unterwegs. Dabei gab es im Jahr 2018 gegenüber Ende 2017 ein Plus von 55, darunter auch 39 Hybrid-Busse.

Für Hansjörg Arnold, Leiter des Bereichs Infrastruktur/Mobilität bei PWC, sind die Hybride aber nur eine Brückentechnologie hin zum reinen E-Bus. In dieser Sparte waren es bis Ende 2018 sogar nur 186 Fahrzeuge in Deutschland. Sie sind vor allem in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hamburg und Niedersachsen unterwegs.

Als große Herausforderung sieht die PWC-Studie den Aufbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur. Danach werden gut 50 % der derzeitigen Elektrobusse nachts in den Depots aufgeladen. Bei 30 % ist es ein Mix aus Nachladung im Depot und Zwischenladung unterwegs.

Auch im europäischen Ausland ist die Nachfrage nach Elektrobussen derzeit groß. „Dort wo es eigene Hersteller gibt, die Fahrzeuge liefern, sind auch größere Zahlen zu beobachten“, erläuterte Maximilian Rohs, Manager Infrastruktur/Mobilität bei PWC, gegenüber E&M. So sei in Polen, wo die Firma Solaris ansässig ist, bis 2019 mit mehr als 200 E-Bussen zu rechnen.

In den Niederlanden mit dem Hersteller VDL fahren mehr als 200 Busse mit Strom, davon 100 im Raum Amsterdam. Auch in Frankreich stehen größere Beschaffungen an: allein im Bereich Paris sollen es in den kommenden Jahren 1 000 Busse sein. Einen weiteren Schub in Deutschland könnte folgerichtig der Start der Serienproduktion bei Daimler Ende 2018 und bei MAN Ende 2019 bringen.

„Eine Antriebswende im straßengebundenen ÖPNV ist vor dem Hintergrund der Luftreinhalteproblematik in den Städten eine Schlüsselmaßnahme“, betont Arnold. Um aber eine echte Mobilitätswende einzuleiten, müsse das öffentliche Verkehrsangebot zudem massiver ausgebaut und attraktiver gestaltet werden.

Auch mit der Entwicklung im Bereich fahrerlose Busse beschäftigt sich die PWC-Studie. Vier sind in Berlin unterwegs, in vier anderen Städten wird ebenfalls schon experimentiert und in vier weiteren sind Einsätze geplant.

 
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Dienstag, 18.09.2018, 17:24 Uhr