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Enerige & Management > Unternehmen - Betrieb von Phoenix Solar soll weitergehen
Bild: ldprod, Fotolia
UNTERNEHMEN:
Betrieb von Phoenix Solar soll weitergehen
Rechtsanwalt Michael Jaffe ist zum vorläufigen Insolvenzverwalter von Phoenix Solar bestellt worden. Er will den Geschäftsbetrieb am Laufen halten.
 
Jaffe konnte bei einer Mitarbeiterversammlung am Standort Sulzemoos bereits über die ersten Schritte informieren. Laut Aussage des Insolvenzverwalters sollen die Mitarbeiter schnellstmöglich das ihnen zustehende Insolvenzgeld erhalten. Bis einschließlich November hatten sie noch ihre regulären Gehaltszahlungen erhalten.

Der Geschäftsbetrieb bei Phoenix Solar soll zunächst weitestgehend fortgeführt werden. Mit eigenen Tochtergesellschaften in zehn Ländern auf drei Kontinenten und rund 120 festangestellten Mitarbeitern (Stand: 30. September 2017) hat das Unternehmen 2016 ein Umsatzvolumen von 139,3 Mio. Euro erzielt.

„Wir stehen noch ganz am Anfang des Prozesses. Es ist deshalb noch zu früh, eine Aussage über die Erfolgsaussichten abzugeben. Wir müssen jetzt mit Hochdruck daran arbeiten, dass das Unternehmen weiter funktionsfähig bleibt. Dazu brauchen wir die Unterstützung von Banken und Kunden“, sagte Jaffe in einer ersten Einschätzung.

Nach Ziehung von projektbezogenen Akkreditiven im Umfang von rund 8 Mio. US-Dollar durch einen großen Kunden der Phoenix Solar Inc. (der Tochtergesellschaft der Phoenix Solar AG in den USA) war die Muttergesellschaft Phoenix Solar mit Erstattungsansprüchen der ausstellenden Banken in gleicher Höhe konfrontiert. Dies überstieg die finanziellen Möglichkeiten der Phoenix Solar AG, führte daher zur Zahlungsunfähigkeit und zwang den Vorstand, am 13. Dezember 2017 Insolvenz anzumelden. Versuche der Unternehmensführung, mit dem erwähnten US-Kunden und dem Bankenkonsortium in Deutschland zu einer Lösung zu kommen, blieben erfolglos. Per Ende September 2017 verfügte Phoenix Solar noch über einen Finanzmittelbestand von 2,2 Mio. Euro.

Für 2017 hatte das Unternehmen nach einer Korrektur der Prognose aufgrund von Auftragsverschiebungen noch einen Umsatz von 90 bis 110 Mio. Euro mit einem operativen Verlust (Ebit) von 8 bis 10 Mio. Euro erwartet. In Spitzenzeiten (2010) erreichte Phoenix Solar einen Jahresumsatz von 635,7 Mio. Euro, wobei zu diesem Zeitpunkt noch der wesentliche Anteil aus dem deutschen Handelsgeschäft erwirtschaftet wurde, das 2012 aufgrund der deutschen und europäischen Solarkrise komplett eingestellt wurde.

Phoenix Solar mit Sitz in Sulzemoos bei München ist ein international tätiges Photovoltaik-Systemhaus und war seit seiner Gründung 1999 einer der Pioniere auf diesem Gebiet. Der Konzern entwickelt, plant, baut und übernimmt die Betriebsführung von Photovoltaik-Großkraftwerken. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen Anlagen mit einer Gesamtleistung von 800 MWp geplant und schlüsselfertig errichtet.

Zu den bekanntesten Insolvenzverfahren von Jaffe von der „Kanzlei JAFFE Rechtsanwälte“ zählen unter anderem der Medienkonzern Kirch Media, der Speicherchip-Hersteller Qimonda sowie die deutschen Tochtergesellschaften der Petroplus-Gruppe, des ehedem größten unabhängigen Raffineriebetreibers in Europa. Jaffe war auch der Insolvenzverwalter der Stadtwerke Gera.

 
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Dienstag, 19.12.2017, 09:37 Uhr