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REGENERATIVE:
Biomethan statt nur Kompost
Statt Bioabfälle weiterhin nur zu kompostieren, will die AVA Abfallverwertung Augsburg GmbH damit künftig auch Biomethan produzieren.
 
Die AVA betreibt in Augsburg seit 1994 ein Müllheizkraftwerk, in dem jährlich knapp 230 000 t nicht recyclingfähiger Müll verbrannt werden. Die KWK-Anlage mit 17 MW elektrischer und 32 MW thermischer Leistung erzeugt nicht nur Strom, sondern speist auch Fernwärme in das Netz der Stadtwerke Augsburg ein.

Ein weiterer Bestandteil des Augsburger Abfallwirtschaftskonzeptes ist die Kompostierung von jährlich etwa 60 000 t biologisch abbaubaren Abfällen aus dem Gebiet des Abfallzweckverbandes, zu dem die Fuggerstadt sowie die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg gehören. Ab 2014 will der Entsorger den Großteil der Bioabfälle zur Herstellung von Biomethan einsetzen. Zum Jahresende 2012 hat die Regierung von Schwaben die Pläne zum Umbau der Kompostieranlage in eine Vergärungsanlage mit maximal 55 000 t Jahreskapazität genehmigt. „Ziel ist, Anfang Oktober die Doppelfermenter in Betrieb zu nehmen und ab Dezember Biomethan zu produzieren“, kündigt Josef Hektor, Assistent der AVA-Geschäftsführung, an. Die Biomethananlage werde auf eine stündliche Einspeisekapazität von 700 m3 ausgelegt.

Angestrebt ist, zunächst etwa 30 Mio. kWh Biogas mit Erdgasqualität pro Jahr zu erzeugen. Das Rohbiogas auf Erdgasqualität aufbereiten will die AVA laut Hektor mit einer Membrantechnik, für einen Hersteller hat sich das Unternehmen bislang aber noch nicht entschieden. Fest steht hingegen, dass das Biomethan an die erdgas schwaben GmbH verkauft wird, die das Ökogas in das Gasnetz der Stadtwerke Augsburg pressen wird. Ungewöhnlich an dieser Konstellation ist im Vergleich zu anderen Biomethaneinspeise-Projekten, dass die AVA als Produzent des Rohgases zwar die Aufbereitung auf Erdgasqualität übernimmt, die Einspeisung ins Gasnetz aber dem Käufer überlässt. Eine spätere Erweiterung der geplanten Vergärungsanlage ist bereits vorgesehen. Noch ist aber unklar, welche Mengen Bioabfall künftig im Verbandsgebiet eingesammelt werden können, da der Landkreis Augsburg erst zu Jahresbeginn die Biotonne flächendeckend eingeführt hat.

Der Auftrag für das voraussichtlich rund 17,1 Mio. Euro teure Biomethanprojekt wurde an die Thöni Industriebetriebe GmbH vergeben. Der Generalunternehmer mit Sitz im österreichischen Telfs verfügt über ein modulares Konzept, um mit dem so genannten Pfropfenstromverfahren Biogas aus organischen Abfällen zu erzeugen. Gesellschafter der AVA GmbH ist zu 74,99 Prozent der öffentlich-rechtlich organisierte AZV, bestehend aus der Stadt Augsburg sowie den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg. Die restlichen 25,01 Prozent der Anteile sind im Besitz der Schwäbischen Entsorgungsgesellschaft mbH, einer Tochtergesellschaft der Lechwerke AG.

 
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Mittwoch, 23.01.2013, 12:22 Uhr