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BKN Biostrom AG ist pleite
Die BKN Biostrom AG hat am 13. Juni beim Amtsgericht Vechta die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.
 

Von der Insolvenz sind auch die beiden Tochtergesellschaften Biostrom Energiesysteme GmbH, und Biostrom Service GmbH betroffen, die für die Projektierung beziehungsweise die Betriebsführung von Biogasanlagen zuständig sind. „Ausschlaggebend für die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens ist die vorangegangene Insolvenz von acht Biogasgesellschaften, die nicht zum Konsolidierungskreis der BKN Biostrom AG gehören jedoch von der Biostrom Service GmbH betreut werden", teilte die Muttergesellschaft Mitte Juni mit. Der Rückzug der finanzierenden Bank aus diesen Gesellschaften und der damit verbundene Ausfall der Einnahmen sowie der bevorstehende Forderungsausfall bisher aufgelaufener Forderungen konnten nicht durch im Eigenbetrieb befindliche Biogasanlagen ausgeglichen werden, heißt es aus dem niedersächsischen Vechta. Zum Jahresende betrieb das Unternehmen 30 Biogasanlagen mit durchschnittlich 500 kW elektrischer Einzelleistung.

Aufgrund ständiger Diskussionen um die Vergütungsstrukturen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes von Seiten der Politik, sei es dem Unternehmen darüber hinaus „nicht gelungen, neue Investoren für die weiterhin große Projektpipeline des Unternehmens zu gewinnen". Mitte 2011 verfügte die BKN Biostrom AG über eine Pipeline von 30 Anlagen im Gesamtvolumen von 85 Mio. Euro, die nach dem Bau sowohl für den Eigenbetrieb als auch für Investoren geplant waren. Projektgesellschaften, die im Eigenbetrieb befindliche Anlagen halten sowie Projektgesellschaften, die als Sicherheit für die Anleihe dienen, sind den Angaben zufolge derzeit nicht insolvent. Die BKN Biostrom AG hatte im Juni 2011 eine Unternehmensanleihe emittiert, um mit den Mitteln den Eigenbetrieb von Biogasanlagen und die direkte Vermarktung der Energie an Versorger auszubauen.

Laut dem Insolvenzverwalter, Sven-Holger Undritz von der Hamburger White & Case Insolvenz GbR, wird der Geschäftsbetrieb der Gesellschaften mit Unterstützung der Hausbank sowie der Agentur für Arbeit aufrecht erhalten. Geplant ist nun, einen Investor für das finanziell angeschlagene Unternehmen zu finden. „Die zahlreichen Anfragen, die mich innerhalb der ersten Wochen des Insolvenzeröffnungsverfahrens erreicht haben, stimmen mich optimistisch, dass wir das BKN-Konzept mit einem neuen Investor langfristig erfolgreich fortführen können", sagte Undritz am 9. Juli.


 
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Dienstag, 10.07.2012, 10:21 Uhr